Das GB-Abhörsystem Celldar

Ein neues Überwachungssystem aus Grossbritannien
bietet sensationelle neue Möglichkeiten

Quelle: phi  17.6.2003

Die Forschung an einer  neuen Radartechnologie mit Namen „Celldar“, die eine nie da gewesene Überwachung im Stil von "Big Brother" zulässt, wird in Grossbritannien von der Regierung bezuschusst. Das radikal neue System, das bei Bürgerrechtsgruppierungen auf Widerstand stösst, verwendet Antennen des Mobilfunknetzes, sodass Sicherheitsbehörden Fahrzeuge und Personen fast überall in Grossbritannien "zeitgleich" (also live) überwachen können. Die Technologie "erkennt" die Muster, die entstehen, wenn Funkwellen, die von Mobilfunkmasten ausgesandt werden, auf ein Hindernis treffen. Signale, die von unbeweglichen Objekten wie Bäumen und Mauern zurückgesandt werden, kann der Receiver erkennen und aussortieren. Dadurch kann alles, was sich bewegt – Fahrzeuge oder Menschen - aufgespürt werden. Bisher brauchte man dazu riesige Anlagen mit entsprechender Ausstattung, denn die Übertragungen von Mobilfunkmasten hielt man für zu schwach.

Das System funktioniert überall da, wo ein Mobiltelefon ein Signal empfangen kann. Durch die Verwendung von Mobiltelefonmasten können Benutzer der neuen Technologie ihren Blick auf Gegenden richten, die Hunderte Meilen entfernt liegen und dort alle sich bewegenden Fahrzeuge und Personen beobachten.  Eine Person mit einer tragbaren Empfängereinheit, die nur etwas grösser ist als ein Laptop, könnte das System sogar als persönlichen Radar benutzen, um die eigene Umgebung zu überwachen. Forscher arbeiten daran, dem Gerät die "Röntgen-Sicht" zu geben, also durch Mauern sehen zu können. Das britische Verteidigungsministerium hofft, dass das System eingesetzt werden kann, sobald es die Finanzen erlauben. Polizei und Sicherheitsdienste sind an diesem System interessiert.

Die Forscher selbst sagen, dass "Celldar" für Terrorismusbekämpfung, Sicherheits- und Verkehrskontrollen gedacht sei.  Um Klarheit zu schaffen: Obwohl hier die Sendetürme des Mobilfunks genutzt werden, können nicht nur die Handy-Besitzer überwacht werden.

Der Mensch an der Schaltstelle dieses Systems kann sich auf dem Bildschirm die Umgebung eines vorher ausgewählten Mobilfunk-Sendeturm ansehen. Er sieht Berge, Häuser, Autos und Menschen. Das Autokennzeichen ist lesbar. Welcher Mensch irgendwo läuft oder wer im Auto sitzt ist nicht feststellbar. Falls der Überwachte jedoch ein Handy besitzt und der Überwacher dessen Handynummer kennt oder zu kennen glaubt, kann er die vermutete Nummer anrufen und beobachten, ob der Ruf auf dem Handy der beobachteten Person ankommt.

Der Artikel von Jason Burke und Peter Warren erschien am 13.Oktober 2002 in der britischen Zeitung „Observer“. Eine deutsche Übersetzung fanden wir in der deutschen Vierteljahreszeitschrift „Matrix3000“.

> Im britischen Internet finden sich rund 20 Beiträge zu dieser sensationellen gemein-samen Entwicklung der britischen Firmen BEA SYSTEMS und ROKE MANOR RESEARCH TEAM.  Im deutschen Internet ist nichts zu finden.

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>siehe auch:  Harte Fakten und Hintergründe der Weltpolitik in meinem Web:  www.heptagon-forum.org