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"Es werden Lichtarbeiter/innen Aufgaben wahr nehmen, die ausschliesslich
dazu dienen, in Liebe und Aufopferung für Gerechtigkeit und Frieden zu
kämpfen, Menschen in Not zu helfen und die Botschaften für die
Bewusstseinserweiterung zu verbreiten, welche die Grundlage und
Voraussetzungen schaffen, dass die Pläne der letzten Kabalen nicht mehr
erfüllt werden und das Neue Goldene Zeitalter beginnen kann.
Sie werden
von uns "Ausserirdischen", aufgestiegenen Meistern und vielen weiteren
Helfern ausserhalb der Dritten Dimension unterstützt und beschützt.
Es kann sein,
dass sie in Attentate oder Geiselnahmen verwickelt werden, gefährliche und sehr
schwierige Situationen erleben müssen, die aber bewirken, dass ihre
Aktivitä-ten weltweit grösste Beachtung erfahren. Sie können sich aber auf
unseren Schutz und unseren Beistand verlassen!"
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Simona Pari und Simona Torretta,
die Friedenskämpferinnen aus Italien -
ein Bild, das um die Welt ging !
Simona Torretta nach ihrer Freilassung
aus irakischer Geiselhaft im Interview:
"Ich unterscheide zwischen
Terrorismus und Widerstand"
Drei Wochen waren die beiden
italienischen Helferinnen und Friedens-aktivistinnen Simona Torretta und
Simona Pari in den Händen irakischer Geiselnehmer, bis sie frei gelassen
wurden. In der grossen italienischen Tageszeitung Corriere della Serra
erschien am 1. Oktober ein Interview mit Simona Torretta, worin sie ihre
Gefangenschaft schildert und ihren grundsätzlichen politischen Standpunkt
zum Irakkrieg und zur Besatzung darlegt.
Wir dokumentieren das Interview in
einer von Hermann Kopp für uns besorgten Übersetzung sowie im
italienischen Original (La volontaria: «Allawi burattino degli
Usa»).
Die Freiwillige: "Allawi ist eine
Marionette der USA"
Der Bericht Simona Torrettas
ROMA - Der schlimmste Augenblick?
Die Gefangennahme. Ich befürchtete
eine sofortige Exekution.
Und der schönste?
Der letzte Tag, als wir unsere
irakischen Mitarbeiter Manhaz und Raad wiedergesehen haben.
Der Verlauf von 21 Tagen in den
Händen der Entführer?
Um 5 Uhr nachmittags am 7.
September sind sie in unser Büro eingedrungen. Ich habe sie an die Tür
kommen sehen. Und hab sofort kapiert, dass sie unseretwegen kamen. Es
waren keine Polizisten, sie hielten die Waffen und die MP in Körperhöhe
gerichtet. Ich bin zu Simona gelaufen um ihr zu sagen, sie solle sich
verbergen. Aber dazu war keine Zeit mehr. Wir sind immer zusammen
geblieben.
Die Fahrt im Auto?
Wir sind eine halbe Stunde auf den
Sitzen kniend gefahren, mit der Stirn auf den Knien. Sie haben uns
befohlen, den Mund zu halten bis zu unserer Unterkunft, ich glaube an der
Peripherie von Bagdad. Dort haben sie uns die Handgelenke hinter dem
Rücken gefesselt. Sie haben uns Mund und Augen verbunden, ich erinnere
mich an eine weisse Mullbinde, die von rotem Klebeband bedeckt war. Dann
wurden wir in den Gepäckraum eines grossen Geländewagens gebracht. Es
begann eine endlose Fahrt, über 5 Stunden. Uns war heiss, wir hatten
Durst. Bei der Ankunft konnten wir nicht einmal gehen. Sie haben uns zu
trinken gegeben, und eine Frucht. Dann begann das Verhör, das mindestens
bis Mitternacht gedauert hat.
Sie haben euch verhört? Dann waren
sie also keine gewöhnlichen Kriminelle?
Nein, es war eine religiöse Gruppe
aus der Widerstandsbewegung, also Männer, die sich gegen die Besatzung
durch die USA wandten. Frauen hab ich nie gesehen. Wir hatten drei oder
vier Gefängniswärter. Diese ersten Stunden waren am härtesten. Ich wusste
nicht, dass Simona nahe bei mir war, ich sah sie nicht. Ich glaubte, ich
sei allein. Sie wollten alles wissen über die Vorhaben von "Un Ponte per…"
("Eine Brücke nach …" - eine italienische pazifistische Hilfsorganisation;
H.K.), sie fragten mich nach unseren Aktivitäten in den Schulen, nach
unseren Kontakten, nach unserer Arbeit für die Kranken. Sie verhörten mich
zu dritt - gut organisierte, intelligente Leute, mit einem Übersetzer aus
dem Arabischen ins Englische. Sie verlangten kurze, genaue Antworten. Wenn
du nicht die Wahrheit sagst, töte ich dich, schrie mich einer von ihnen an
und hielt mir dabei ein Messer an die Kehle. Sie wollten anscheinend keine
Informationen über andere Personen, um sie etwa gefangen zu nehmen. Sie
wollten über uns Bescheid wissen. Was ich vom Islam hielte. Und welche
Beziehungen ich zu den moslemischen Gemeinden im Irak und in Italien
hätte.
Wie lange hat die kritische Phase
gedauert?
Die ersten vier Tage waren
schwierig. Sie sagten uns: Wir sind gegen die Besatzung. Italien beteiligt
sich an der von den Amerikanern geführten Streitmacht, folglich seid ihr
Feinde.
Was habt ihr ihnen geantwortet?
Dass wir gegen die Politik der
Berlusconi-Regierung wären. Wir waren gegen den Krieg gewesen. Ich hatte
in Irak bereits im Augenblick der Invasion gelebt, und zwar um bei den
Leuten zu sein. Wir waren und sind gegen die Anwesenheit ausländischer
Truppen im Irak. Aber sie waren brutal. Wenn ich mit Simona zu sprechen
versuchte, schriehen sie mir "don't talk!!!" (nicht reden) ins Ohr. Ich
betonte, dass keines unserer Projekte von der italienischen oder der
US-Regierung finanziert wird. Das ist ein sehr wichtiger Punkt.
Wie wart ihr gekleidet?
Bei der Ankunft haben sie uns die
Tuniken gegeben, die wir bei der Landung in Ciampino anhatten. Wir hatten
keine Zeit mehr, sie am Tag der Freilassung abzulegen. Wir wuschen sie
immer mit Wasser und Seife in dem unserer Zelle benachbarten Bad. Abends,
so konnten sie über Nacht trocknen.
Wie war der Raum, in dem ihr euch
21 Tage aufgehalten habt?
Klein: ein winziges Fenster und
fast keine Möbel. Wir schliefen auf zwei kleinen Matratzen, die auf dem
Boden ausgebreitet waren.
Habt ihr je an Flucht gedacht?
Das wäre verrückt gewesen. Die
einzige Überlebensstrategie hiess gehorchen, immer und in jedem Fall. Wir
mussten uns ruhig verhalten. Mit den Entführern sprachen wir nur, wenn wir
gefragt wurden. Ich habe es schon gesagt. Mir war sofort klar, dass sie
uns vielleicht töten würden. Ich dachte, das könnte passieren, in jedem
Moment. Es war klar, dass sie uns nicht vergewaltigen würden. Wenn sie uns
zwingen wollten, ihnen zu folgen, zogen sie uns an den Jackenärmeln. Einer
streifte unfreiwilligerweise meine Füsse, und wurde darauf von den andern
zurechtgewiesen.
Konntet ihr die Aufseher
unterscheiden?
Nur nach den Füssen in den
Sandalen. Jedes Mal, wenn sie ins Zimmer kamen, mussten wir unsere Augen
bedecken, ich konnte nur das erkennen, was sich in Höhe des Fussbodens
abspielte. Ich erinnere mich an die Füsse eines verständnisvollen
Aufsehers: sie waren dick.
Wann ging es euch wieder besser?
Am fünften Tag gaben sie uns zu
verstehen, dass sie unsere Erklärungen überprüft hatten. Sie waren
richtig. Vielleicht war auch die Informationskampagne über uns in Italien
und vor allem in der arabischen Welt von Nutzen. Sie hatten verstanden,
dass wir tatsächlich dem Irak und seiner Bevölkerung helfen wollten. Und
brachten uns nun saubere Wäsche, Zahnpasta und Zahnbürste. Aber die Stille
in unserem Zimmer war entsetzlich. Wir hörten keinerlei Verkehr, und nicht
einmal die amerikanischen Angriffe. Ich nehme an, dass wir in einem
Anwesen auf dem flachen Lande eingeschlossen waren.
Was habt ihr den ganzen Tag über
gemacht?
Nichts. Wir schliefen viel, wir
waren gestresst. Sie brachten uns ständig was zu essen. Dann haben sie uns
einige Bücher auf englisch über den Koran gebracht, eine Geschichte Jesu
aus Sicht des Islam. Wir konnten uns vor allem während des Essens
miteinander unterhalten, jetzt versuchten wir zu lachen. Aber wir sprachen
auch von unseren Angehörigen, von Menschen, die uns nahe stehen. Wir
machten uns Sorgen um sie.
Hast Du je daran gedacht, zum Islam
zu konvertieren?
Ich interessiere mich für die
arabische Kultur und Sprache. Aber ich will nicht konvertieren.
Was meinst du zu der Tötung
Fabrizio Quattrocchis?
Ich bin dagegen. Es war ein
Verbrechen.
Eure Befreiung war vor allem die
Aufgabe des ausserordentlichen Beauftragten des Roten Kreuzes, Maurizio
Scelli. Ein Mann, den ihr früher scharf kritisiert habt. Ihr habt ihm
vorgeworfen, die Grenzen zwischen humanitärer Hilfe und Kungelei mit der
bewaffneten Besatzungsmacht zu verwischen. Ist das nicht paradox?
(Sie lächelt.) Ja, wir haben
tatsächlich die Arbeit Scellis häufig kritisiert. Aber ihm gilt heute
unser aufrichtigster Dank. Er war tapfer und mutig. Er hat sein Leben
riskiert und kam an den Stadtrand von Bagdad, um uns in Empfang zu nehmen.
Es hätte eine Falle sein können. Wir werden ihm das nicht vergessen.
Warum hat es so lange gebraucht,
bis ihr Berlusconi gedankt habt?
Wir sind Berlusconi, der Regierung,
allen Institutionen dankbar, die sich bemüht haben, uns zu helfen. Aber am
Abend unserer Ankunft waren wir ganz durcheinander, unter Schock. Noch
zwei Tage später habe ich Veltroni, der mit mir auf dem Podium stand,
nicht erkannt. Unser Verhalten hat nichts mit Arglist oder Bosheit zu tun.
In wenigen Stunden mussten wir Tausende von Händen schütteln, es tut uns
leid, wenn wir es irgend jemandem gegenüber haben an Respekt fehlen
lassen. Das war nicht unsere Absicht. Beispielsweise habe ich erst vor
einer halben Stunde vom Tod der amerikanischen Geiseln erfahren. Wir haben
keine Zeit, die Zeitungen zu lesen, fernzusehen, sind ständig auf Achse.
Es ist so gut wie sicher, dass für
eure Freilassung ein Lösegeld bezahlt wurde.
Wenn Lösegeld bezahlt wurde,
missfällt uns das sehr. Aber ich weiss nichts darüber. Ich glaube, dass es
sich um eine sehr politische religiöse Gruppe handelte, die sich
schliesslich davon überzeugt hat, dass wir keine Feinde sind.
Sind die Geiselnahmen ein legitimes
Mittel im Kampf gegen die Besatzung?
Ich unterscheide zwischen
Terrorismus und Widerstand. Die Guerilla ist legitim, aber ich bin gegen
Geiselnahmen von Zivilisten.
Sollen die italienischen Truppen
aus dem Irak abziehen?
Ja, zweifellos. Das habe ich vor
meiner Entführung gesagt, und das kann ich heute nur bekräftigen.
Ist die Regierung Allawi legitim?
Nein, sie ist eine Marionette in
den Händen der Amerikaner.
Und die für Ende Januar angesetzten
Wahlen?
Sie werden nicht legitim sein.
Während all dieser Tage in Haft, die gegen Ende hin immer verzweifelter
und öder wurden, habe ich die Überzeugung gewonnen, dass es Jahrzehnte
dauern wird, bis der Irak wieder auf die Beine kommt.
Wann werdet ihr dorthin
zurückkehren?
Wir wollen zurück. Aber nicht
sofort. Es wird nötig sein, das Ende der amerikanischen Besatzung
abzuwarten.
Interviewer: Lorenzo Cremonesi, 1.
Oktober 2004
Aus dem Italienischen: Hermann Kopp
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Quelle:
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Arbeitsgemeinschaft
Friedensforschung an der Uni Kassel,
Veranstalter des Friedenspolitischen Ratschlags.
http://www.uni-kassel.de/fb5/fried |
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Weitere Lichtarbeiter
Hier
sollen die vielen Menschen erwähnt werden, welche z.T. schon seit
vielen Jahren, meist ohne Entschädigung Aufklärungsarbeit leisten, sei
es mit der Herausgabe von Büchern und Zeitschriften, sei es mit
Leserbriefen oder Flugblättern, mit Vorträgen, Kursen, Diskussionen
oder durch ganz gezielte Internetarbeit, wie ich dies ja hier mache. |
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