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Ein neues Kapitel - die eigene Firma:
Steinemann
Energietechnik |
Die Idee
für ein eigenes hocheffizientes Solarsystem mit Namen HELIOFOL®
Das erste Patent wurde von mir, Thyl Steinemann,
am 3.Mai 1978 beim Bundesamt für geistiges Eigentum in Bern angemeldet.
Dies war zugleich "Erster internationaler Welttag der
Sonnenenergie".

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Prototyp 1 HELIOFOL I /1975
Nach dem ich die von mir geleitete Firma Swissolar
verlassen hatte, entwickelte selbst ein neuartiges Solarsystem, weil die sei-nerzeit auf
dem Markt erhältlichen japanischen grossflächigen Fresnellinsen unerschwinglich waren.
Mein Ziel war wie schon vorher, Sonnenenergie auf höchst effiziente Art nutzbar zu
machen, und dies für alle Menschen zu einem tragbaren Preis.
Währenddem ich sechs Monate stellenlos war, lernte ich die Engli-sche Sprache und erarbeitete das HELIOFOL-System.
Die
erste Patentanmeldeschrift reichte ich am 3.Mai 1978 an das Bundesamt für geistiges
Eigentum in Bern ein und baute sogleich einen Prototyp mit etwa 150 einzelnen
Spiegelstreifen, welche das |

Der erste, thermische Prototyp HELIOFOL
> Vergrösserung: Bild
anklicken!
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Sonnenlicht auf einen, mit einem Glasrohr wärmeisolierten
schwarzen Absorber verdichteten.
Damit konnte ich zeigen, dass mit
verdichteter
Sonnenstrahlung innerhalb weniger Minuten ein halber Liter Wasser zum Kochen gebracht werden
kann. |
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Prototyp Greenmaker 2 /1982
In Zusammenarbeit mit der Firma Gepard AG in Zürich,
die von Andreas Reinhard geleitet wurde, entwickelte ich eine solare
fotovoltaische Sonnen-Nachführanlage für den Betrieb von Trink-wasserpumpen,
Kühlschränken, drahtlosen Telefonanlagen und anderen elektrischen Geräten in ariden
Zonen.
Das Ziel war eine preiswerte und effiziente Solaranlage zu entwick-eln, die stabil,
leicht, zusammenlegbar, problemlos transportierbar, einfach montierbar und zu
bedienen ist und auch unter Einwirkung von Wasser und Sand störungsfrei funktioniert.
Diese Forderungen wurden erfüllt.
Eine neue elektronische Nachführsteuerung habe ich mit diskreten Bauteilen, die
weltweit erhältlich sind, für diese Anlage selbst ent-wickelt und angefertigt. Sie wird
von den Solarmodulen her über eine beliebige 12Volt Autobatterie mit Strom versorgt.
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Diese Anlage Greenmaker 2
wurde innerhalb weniger Wochen nach Auftragserteilung fertig und konnte per
Bahn und Flugzeug an eine Solarmesse
in Simbabwe/Afrika geliefert werden.
Leider konnte dieses Projekt infolge Geldmangel nicht weitergeführt werden,
doch wären Entwicklungshilfe-Organisa-tionen interessiert gewesen. |
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Stiftung
Solaraid+
für Entwicklungshilfe mit angepasster Technologie |
Handelsregistereintrag in Bern am 29.8.1983
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Zweck:
Betrieb eines Forschungs- und Entwicklungs- Ateliers mit Sekretariat,
Konstruktionsbüro und mechanischer Werkstatt, ferner Grundlagen- Forschung für
alterna-tive und angepasste Technologie und Technik, insbe-sondere für autarke
Solartechnik, Entwicklung und Herstellung von Geräten und Anlagen, welche die
An-forderungen in den Entwicklungsländern bzw. am Orte der zu Unterstützenden möglichst
optimal erfüllen durch Verbesserung deren Selbständigkeit, der zwi-schenmenschlichen
Beziehungen, gesundheitlichen und materiellen Sicherstellung und des allgemeinen
Wohlbefindens.
Organe der Stiftung:
Stiftungsrat mit 3 bis 9 Mitglie-dern,
Geschäftsleitung und Kontrollstelle. Die Vertre-tung der Stiftung erfolgt durch: Arthur
Thyl Steine-mann, Präsident des Stiftungsrates und Geschäfts-leiter; Peter Hajnoczky,
Vizepräsident; Andres Obrero, Rechnungsführer; Sylvia Röthlisberger, Aktuarin; Os-kar
Bardorf, Beirat.
Während der Grundlagenerarbeitung über die Pro-blematik
der Trinkwasserversorgung und der Bewäs-serung von Kulturen in ariden Regionen wuchs die
Erkenntnis, dass gerade in der Entwicklungshilfe schwerwiegende Fehler gemacht werden, die
wir nicht
auch wiederholen durften. Wir bearbeiteten mit |
einer privaten
Entwicklungshilfeorganisation, die ein Schweizer Linienpilot ins Leben rief, ein konkretes
Projekt im Flussdelta von Kalkutta, Indien. Wir muss-ten erkennen, dass durch die
Förderung des stark salzhaltigen Grundwassers der Kulturboden in kur-zer Zeit so versalzen
würde, dass die Bewirtschaft-ung in Frage gestellt wird.
Für die Lösung des Problems mittels solarer
Entsal-zungsanlagen fehlte uns leider das nötige Geld. Wir sahen uns daher gezwungen, die
Stiftung vorüber-gehend stillzulegen um das vorhandene Stiftungs-kapital zu erhalten und
den Lebensunterhalt auf andere Weise sicherzustellen.
Die Erziehungsdirektion des Kantons Zürich als
Auf-sichtsbehörde belastete unsere Stiftung jährlich mit hohen Kontrollgebühren und
machte uns zunehm-end Schwierigkeiten, sodass wir uns im Jahr 1999 (um
das noch vorhandene Geld sinnvoll einsetzen zu können) entschlossen, mit dem
Stiftungskapital zwei Solarkocher-Projekte in Kenia zu unterstützen, die ein erfahrener,
in Kenia aufgewachsener Schweizer Entwicklungshelfer für uns durchführte.
Anschliessend
mussten wir leider die Stiftung auf Geheiss der Erziehungsdirektion auflösen. |
Prototyp 2 HELIOFOL II/1989
1.Weiterentwicklungsstufe
In Zusammenarbeit mit Prof. Faulstroh, Ingenieurschule Brugg-Windisch AG
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Testanlage vor dem
Lifthaus |

Im Messraum: S. Merk u.
M. Merz |

Anlage an der Mittagssonne |
Diese
1.Projektstufe musste ich vollumfänglich selbst finanzieren, soweit nicht von
der Ingenieurschu-le Brugg oder von den beiden sehr engagierten Studenten Kosten
übernommen wurden. Die versproche-ne Subventionierung durch den Nationalen Energie Forschungs Fonds NEFF wurde mir nicht gewährt. Ebenso hat sich der Schweizerische
Bankverein SBV im Brief vom 25.9.1989 mit folgendem Satz zurück-gezogen:
...
"Obwohl Ihr Vorhaben aus technischer und wissenschaftlicher Sicht sehr interessant
ist - dies haben uns
angefragte Fachleute bestätigt - sind wir nach eingehender Prüfung
Ihrer Anfrage zum Schluss gekommen,
in der gegenwärtigen Phase Ihres Projektes von einer
Unterstützung abzusehen.".....
Voila!
Diesen Spruch kennen seit über 100 Jahren die meisten Erfinder, welche epochale
Entdeckungen und Erfindungen machten. Sowohl der NEFF und der SBV verlangten, dass mein
Projekt
"mit einem indu-striellen Partner
zusammen realisiert werden müsste, um für eine allfällige Unterstützung auf Ihr
Anlie-gen zurückzukommen"...
Mit
so genannten "industriellen
Partnern"
habe ich jedoch genügend
Erfah-rungen von andern hervorragenden Erfindern sammeln können um von einer solchen
"Zusammenarbeit" (die ich
gar nicht nötig habe), vorsichtigerweise abzusehen.

Solarzellenarray für den Prototyp 2/1989
Prototyp 3 HELIOFOL II/1993
2.Weiterentwicklungsstufe
Mit einem Auftrag
des Schweizer Bundesamtes
für Energiewirtschaft BEW (heute Bundesamt für Energie BFE) konnte die zweite
Weiterentwicklungsstufe HELIOFOL II in den Jahren 1992/94 durchgeführt wer-den.
Hier kann schon gesagt werden, dass die auf streng wissenschaftlicher Ebene
durchgeführten Tests mit dem Prototyp 3 unsere Erwartungen erfüllt haben und dass mit
der umfangreichen, detaillierten Do-kumentation alle Parameter bekannt
sind um das HELIOFOL-System fertig zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Gemäss
Aussage des Diplomingenieurs und Buchautors Gottfried Hilscher (siehe: >Literatur<),
kommt an unsere Dokumentation keine einzige der vielen Dissertationen heran, die er je
schon gesehen habe!
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Damit kann dargestellt werden, dass das HELIOFOL- System
so weit entwickelt
ist, dass es kurz vor der Fabrikationsreife steht.
Die Finanzierung dieses letzten Schrittes wurde mehrfach in die Wege geleitet,
wurde aber über Jahre immer wieder durch das Bankensystem systematisch
behindert:
"In höheren Bankkreisen sind Ihre Projekte nicht erwünscht"
hiess es, nachdem wir hartnäckig nachgefragt haben, was da eigentlich los
sei ...
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Die Fortsetzung dieses Berichtes ist in Arbeit >Siehe auch Seiten:
Prototypen und
Messungen

Archivbild mit Thyl Steinemann (Konstrukteur dieser
Anlagen) |