"Schweinegrippe"-Konsequenzen
am Flughafen Zürich-Kloten

Rückblick: 

Bush in Panik - wegen "Vogelgrippe"

 

Das war also schon die Panikmache mit der "Vogelgrippe", wo BR Couchepin mit seiner Erpressung vor der Finanzkommission, dem Antrag von 74,5 Millionen zur Beschaffung von weiterem Pandemie-Impfstoff von GlaxoSmithKline zuzustimmen oder zurückzutreten, seine schamlose Rücksichtslosigkeit zeigte. ( > www.7stern.info/7sternrundbrief13_couchepin.htm)

Und hier folgend nun eine Zuschrift von einem über die "Schweinegrippe"- Konsequenzen aufgebrachten langjährigen Freund (seinen Namen und den seiner Ehefrau habe ich geändert).

UPDATE SCHWEINEGRIPPE SCHWEIZ    3.September 2009

Leider habe ich meinen Kollegen vom Handelsregister nicht mehr gesehen um zu erfahren, ob dort nun alle Angestellten mit Handschuhen und Gesichtsmasken arbeiten müssen.

Ich gehe Mitte September nach Djierba in die Ferien. Ich erhielt vor ein paar Tagen die Flug- und Hoteltickets. Dabei war ein Merkblatt Grippe-Pandemie.

(Übrigens haben wir ja noch keine Pandemie mit bis dato 2000 Fällen auf 430 Millionen Einwohner in Europa) Wieso schreibt denn das BAG (Bundesamt für Gesundheit) "PANDEMIE" ??? Was wissen Sie, was ich nicht weiss ???

Kurzum, auf dem Merkblatt sind einfache Massnahmen aufgelistet um sich selbst zu schützen wie:

  • Hände waschen

  • In ein Papiertaschentuch husten (besser: in den eigenen Hosensack !)

  • Papiertaschentuch entsorgen

  • In die Armbeuge husten oder niesen

  • Sich von Personen mit Grippesymptomen fernhalten

  • Hygienemasken mitnehmen.

Also gemäss Merkblatt alles nur Empfehlungen !!!

So, und nun komme ich zur Sache:

Gestern traf Lukretia einen Mann, der nicht nur ein kleines  Apothekchen hat, nein, er ist Besitzer einer der grössten Apotheken & gleichzeitig Drogerie in Zürich. Der Mann hat übrigens was auf dem Kasten, hilft er doch vielen Leuten mit alternativen Mitteln, da kein Arzt Jenen irgendwie helfen konnte.

Er sagte Lukretia:

"Gestern wollte mein Sohn am Flughafen Zürich nach Bali abfliegen. Da er keine Gesichts-maske bei sich hatte, sagte man ihm am Check-In-Schalter, dass man ihn deswegen nicht einchecken darf. Er solle sich im Flughafen ne Maske besorgen."

Der Sohn lief überall herum, aber alle Masken waren ausverkauft und es gab keine einzige mehr zum Kaufen !!!

Der Sohn telefonierte verzweifelt seinem Vater, und sagte, er verpasse den Flug, da er keine Maske kaufen könne. Der Vater nahm eine Maske aus seinen Regalen schickte dann extra einen Boten mit dieser Maske in den Flughafen und es reichte für den Sohn gerade noch, den Flug für Bali zu betreten.

Ich sagte Lukretia zähneknirschend, dann müssen wir auch 2 Masken besorgen, sonst würden wir nicht abfliegen können. Wenn's nach mir ginge, würde ich es darauf ankommen lassen und einen Mordsprozess starten, falls  ich ohne Maske am Einchecken behindert würde.  

Denn:

  1. Wenn das verdammte BAG eine Empfehlung via Merkblatt herausgibt, und jene dann plötzlich     bindend, resp. obligatorisch ist, dann ist der Text irreführend. (und daher gesetzlich nicht     bindend, da Text nicht eindeutig genug)

  2. Wenn die verfluchte Scheissairline SWISS mir ein Ticket verkauft und die Lage genau kennt, ist sie verpflichtet, alles zu tun, damit ich reibungslos (ab-) fliegen kann.

  3. Wenn mir das verdammte Reisebüro KUONI für Fr. 7500.-- ein Ferienticket verkauft, haben Jene ebenfalls dafür zu sorgen, dass mir von ihnen alles Notwendige geliefert wird, damit ich unbehelligt in die Ferien gehen kann.

Wären wir in den USA, dann würde ich in solch einem Prozess glatt gewinnen, und die drei oben genannten Firmen könnten den Schadenersatz unter sich aufteilen. Aber ich lebe in der Scheizzzz, und da hat man als Konsument von vornherein nichts zu melden im Gegensatz zur EU, wo es immerhin einige solche Konsumentenschutz-Gesetze gibt. Bei dieser Gelegenheit eine kurze Geschichte aus der Vergangenheit:

Anno 1990 waren Lukretia und ich in Mauritius im Urlaub. Eines Tages fiel die Aircondition für 2 Tage aus und nach deren Reparatur platzte 3 Tage späte ein Gummiband eines Elektromotors und ein weiterer Tag verging ohne klimatisierte Zimmer. Am nächsten Tag war eine Schlange von deutschen, englischen und anderen Gästen, die bei der Rezeption eine Vergütung verlangten, da die im Reiseprospekt versprochenen Leistungen, eben airconditionierte Zimmer, nicht durchwegs eingehalten wurden (das Hotel hat natürlich Regress auf die Reisebüros, welche für die versprochenen Leistungen schlussendlich gerade stehen müssen).

Nachdem für 2 Tage der Aussenbordmotor des Wasserskibootes den Dienst verweigerte, wieder eine Schlange an der Rezeption. Viele Deutsche verliessen jene Rezeption zufrieden lächelnd mit einem Check in der Hand. Aber es gab da noch eine andere Nation, die solche Ansprüche gar nicht geltend machen konnte, nämlich ein paar Schweizer.

Und es gab ein Schweizer Ehepaar, die Wittenmeiers, die am längsten von allen dort in den Ferien waren (einen Monat) und das Vierfache vom typischen 1 Wochenaufenthalter oder das Doppelte von den 2 Wochenaufenthalter zahlten. Aber die Wittenmeiers schauten sehr blöd in die Welt, da sie punkto Konsumentenrechte wie Zweitklasse-Bürger aus einer Drittweltnation dastanden, aber das teuerste Ticket bezahlt hatten.

Leider ist Lukretia müde und deshalb kann ich es nicht darauf ankommen lassen, umsomehr, als dass es unsere ersten Ferien sind dieses Jahr. Und da ich Alles schon vorausbezahlt habe, sind mir leider die Hände gebunden.

Sonst würde ich bei Abflugverhinderung den Flugplatz verlassen, mit dem Auto an die Riviera für 2 Wochen fahren und nach Heimkehr mit dem hässigsten und aggressivsten Anwalt von ganz Zürich eine Mordsanklage gegen  diese geistigen Dauermasturbierer starten.

Mit zähneknirschenden Grüssen,

Alexander 

 
 

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