Weitere Anklagen von Patrick Fitzgerald, diesmal - wie erwartet - gegen hohe Funktionäre der Medienindustrie

Steyr, 22.11.05

RUNDBRIEF

Liebe Lichtfreunde,

auch wenn die Medien hierzulande wieder in Halbschlaf verfallen sind, so entwickeln sich die Aktionen in den USA weiter in jene Richtung, die auf den Zusammenbruch des dunklen Machtsystems zielen.

Am 17. November erhob Sonderermittler Patrick Fitzgerald weitere Anklagen, diesmal - wie erwartet - gegen hohe Funktionäre der Medienindustrie. Wie auf www.waynemadsenreport.com berichtet wird, stehen jetzt Conrad Black, Jack Boultbee, Peter Atkinson, Mark Kipnis und David Radler unter Anklage.

Alle standen in Diensten des "neo-konservativen" Hollinger-Pressekonzerns, der u.a. die "Chicago Sun Times", die "Jerusalem Post", den "London Daily Tele-graph", die "New York Sun" und mehre kanadische Blätter besitzt. Gegen Conrad Black, ehemals internationaler Chef des Hollinger-Konzerns, erhob Fitzgerald eine Anklage wegen Betrugs in elf Fällen und erliess einen internationalen Haftbefehl. David Radler, ehemals Herausgeber der "Chicago Sun Times", bekannte sich schuldig und will mit den Ermittlungsbehörden zusammen arbeiten. Um welches dunkle Nest es sich beim Hollinger-Konzern handelt, wird deutlich an den engen Verbindungen zu Richard Pearle ("Fürst der Finsternis") und zum sattsam bekannten Henry Kissinger.

Unterdessen bereitet Fitzgerald weitere Anklagen vor, die direkt ins Zentrum der Dunklen Macht zielen - ins Weisse Haus. Auf www.uruknet.info findet sich ein Bericht von Adam Entous von der Nachrichtenagentur Reuters, wonach Fitzgerald seine Untersuchungen gegen Karl Rove, Bushs Chefberater, fortsetzt. Und der bereits zitierte Wayne-Madsen-Report berichtete bereits am 11. November, dass Fitzgerald Roves Stabschefin, Susan Ralston, zur Aussage vorgeladen habe. Damit nicht genug: Der Journalist Bob Woodward von der "Washington Post", einst berühmt geworden durch seine Enthüllungen im Watergate-Skandal, sagte laut "uruknet" vor Fitzgerald unter Eid aus, er habe von einem hochrangigen Mitglied der Bush-Regierung Mitteilungen über die Identität der CIA-Undercover-Agentin Valerie Plame erhalten - früher als seine Kollegin Judith Miller, die mittlerweile mit Schimpf und Schande aus der Redaktion der "New York Times" gejagt wurde. Es gibt Hinweise, dass die Quelle des Herrn Woodward kein Geringerer war als Kriegsminister Donald Rumsfeld.

Mark Pitzke schreibt hierzu heute, am 22.11., auf www.spiegel.de: "Nun, drei Wochen nach der Anklageerhebung gegen Libby, die dessen Rücktritt zur Folge hatte, meldet sich Woodward zu Wort. Auch ihm sei Plames Name gesteckt worden. Und zwar vor allen anderen Reportern, aber nicht von Libby, sondern einem anderen Informanten, der er nicht nennen will.

Es ist eine traurige Mediensensation: Bob Woodward, einst Regierungsfeind Nummer eins, war der erste Ansprechpartner des Weissen Hauses in der PR-Schlammschlacht gegen den politischen Widersacher Joe Wilson. Diese Enthüllung schlug in Washington ,wie eine Bombe' ein, wie Woodwards Redaktionskollege Howard Kurtz korrekt, aber unoriginell feststellte.

Woodwards verspätete Wortmeldung bringt das Fundament der Anklage gegen Libby ins Wanken, denn die Strategie der Staatsanwaltschaft beruht unter anderem darauf, dass Libby die CIA-Tätigkeit Valerie Plames als Erster ausgeplaudert habe, und zwar bei einem Treffen mit Miller am 23. Juni 2003. Woodward hingegen behauptet jetzt, ihm sei diese Information schon ,Mitte Juni 2003', zugespielt worden, ,eine Woche, zehn Tage vorher' - von anderer Seite ...

Zwei Jahre lang verschwieg Woodward seine Verstrickung in die Affäre, die Journalisten als Handlanger der Regierung abzustempeln droht. Nicht mal sein Chefredakteur Len Downie wusste Bescheid. Mehr noch: Immer wieder trat Woodward im Fernsehen auf, als sei er ein Aussenstehender, und kommentierte den Skandal als einen Sturm im Wasserglas. So fragte ihn CNN-Talker Larry King noch am Vorabend der Anklageverkündung, ob er die undichte Stelle im Weissen Haus kenne. Woodward verneinte. Dabei wusste er es nicht nur, sondern war selbst einer der Insider - einer, der, so der Eindruck, mit dem Weissen Haus kungelte und potentielle Übeltäter deckte."

Angesichts dieser fallenden oder wackelnden Dominosteine weiss sich Mister Bush nicht anders zu helfen, als sich mit Drogen härtester Sorte durch die Szenerie zu schleppen.

Wie Tom Flocco (www.tomflocco.com) am 17. November postete, berichten Geheimagenten aus dem Weissen Haus übereinstimmend, dass Bush nicht nur zur Whisky-Flasche greift, sondern kräftig Kokain schnupft und obendrein von Ritalin auf Prozac umgestiegen ist.

Ritalin ist ein Amphetamin, das bevorzugt beim "Zappelsyndrom" von Indigokindern eingesetzt wird, um sie ruhig zu stellen.

Prozac ist ein Antidepressivum, das nervöse Erregungszustände, Panikattacken und Aggressionsanfälle hervorruft.

Laut Flocco bekräftigen etliche Geheimagenten im Weissen Haus, dass sie vor einer Grand Jury Bushs Drogen- und Alkoholmissbrauch bezeugen würden. Ohne Frage ist der bezeugbare Nachweis von Drogenmissbrauch ein weiteres Damokles-Schwert über dem umnebelten Haupt des Herrn Bush.

Lichtgrüsse sendet Euch
Michael George

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