Die Moral der GI's im Irak ist katastrophal:

"Holt uns um Gottes Willen zurück!"

Steyr, 28.11.05

RUNDBRIEF

Liebe Lichtfreunde,

laut einem Beitrag von Frank Rich in der "New York Times" vom 27. November befindet sich die Bush-Regierung weiterhin im freien Fall - besonders im Hinblick auf ihr öffentliches Ansehen. Noch-Vizepräsident Dick Cheney, vom ehemaligen CIA-Chef Stansfield Turner öffentlich als "Vizepräsident für Folter" bezeichnet, erreichte in der jüngsten "Newsweek"-Umfrage in der Rubrik "Ehre und Ethik" einen Zustimmungsgrad von 29 Prozent. Und einer "Harris"-Erhebung vom 23. November zufolge, veröffentlicht im "Wall Street Journal", glauben jetzt 64 Prozent der Amerikaner, dass die Bush-Regierung "die amerikanische Öffent-lichkeit generell irreführt, um in laufenden Streitpunkten ihre eigenen Ziele zu erreichen".

Die amerikanische Presse scheint sich jetzt auf ihre wahren Aufgaben zu besinnen. Die Enthüllungen über die ehemalige "New York Times"-Reporterin Judith Miller und den leitenden "Washington Post"-Journalisten Bob Woodward, denen mittlerweile der Ruch der unehrenhaften Kungelei mit den Kriegstreibern im Weissen Haus und im Pentagon anhaftet, haben offenbar nicht wenige Redaktionen dazu gebracht, ihre eigene Haltung zur Regierung zu überprüfen. Es mehren sich die Zeichen, dass eine wachsende Zahl von Journalisten eine Art Wiedergutmachung für ihre "blauäugige" Unterstützung des Irak-Krieges betreibt. Und so vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Enthüllungen über die Kriegslügen und die geheimen Foltergefängnisse der Bush-Regierung ans Tageslicht gebracht werden.

Derweil scheint die Moral der GI's im Irak auf einen kaum noch zu unter-bietenden Tiefpunkt gesunken zu sein. Sie kämpfen gegen einen unsichtbaren "Feind", der buchstäblich hinter jeder Ecke lauert und ihnen nach dem Leben trachtet. Ihr findet im Anhang einen anrührenden Hilferuf aus der 1. Kavallerie-division im Irak, den ich ins Deutsche übersetzt habe.

Gegenwind erhebt sich zunehmend auch in Grossbritannien gegen die Blair-Regierung. Im Zusammenhang mit den illegalen CIA-Überführungen von angeblichen "Terroristen" in geheime Foltergefängnisse liess kürzlich das britische Aussenministerium laut "Independent" verlauten, Informationen, die durch Folter in einem anderen Land erpresst worden seien, könnten durchaus genutzt werden, um Terroranschläge zu vermeiden (siehe www.spiegel.de vom 26.11.05). Dazu der Labour-Abgeordnete Mike Gapes: "Die Tatsache, dass die Regierung jetzt bereit scheint, Beweise zu nutzen, die unter Folter erpresst wurden, ist ein beunruhigendes Signal. Das könnte nämlich bedeuten, dass - während wir Folter allgemein verurteilen - manche Länder das Gefühl bekommen, sie haben grünes Licht für Folter, wenn sie dabei Beweise für Terrorismus sammeln."

Die finstere Denkweise der Blair-Regierung rief sofort Amnesty International auf den Plan. Laut "Spiegel online" will Amnesty "an seine weltweit zwei Millionen Mitglieder appellieren, mit Briefen an den britischen Premierminister gegen diese Politik zu protestieren. Ausserdem wolle die Organisation international Druck aufbauen, um zu verhindern, dass Verdächtige in Länder ausgeliefert werden können, die Folter anwenden."

Es gibt eine weitere Botschaft von Christ Michael, empfangen von Anne Bellringer am 15. November ( gepostet auf www.fourwinds10.com ). Die Über-setzung stammt von Henning Lutz. (s. auch: http://www.paoweb.org unter Link "Aktuelles). Christ Michael spricht nach eigenen Worten in "tough love", sozusagen in "strenger Liebe", und er gibt bekannt, dass alle Länder der Welt jetzt für den Übergang ins Goldene Zeitalter bereit seien - mit Ausnahme der Regierungen der USA, Grossbritanniens und Israels. Fast die Hälfte der Erdenmenschheit hat jetzt einen Lichtquotienten erreicht, der sie befähigt, den grossen Übergang aktiv mitzutragen.

Lichtgrüsse sendet Euch
Michael George

Dringender Hilferuf:
Holt uns hier raus!
 

Wir von der 1. Kavalleriedivision im Irak richten diese Botschaft an unsere Familien, an Senatoren, Kongressabgeordnete und an alle Personen mit Lebenserfahrung in der Heimat.

Es gibt keine Worte für das, was wir hier erleben. Wir haben viele unserer liebsten Freunde und Kameraden verloren, und wir verlieren sie weiterhin. Es ist, als kämpften wir hier gegen Geister, und es gibt keine Aussichten auf einen Sieg. Die Lage wird nur immer schlimmer!

Bedenkt, dass wir gegen Menschen kämpfen, die den Tod nicht fürchten! Sie glauben, wir tun ihnen einen Gefallen, denn der Tod verkürzt den Abstand zwischen ihnen und dem Paradies.

Zusätzlich sinkt unsere Moral von Tag zu Tag, denn wir sind Zeugen der wachsenden Zahl von Toten und Verwundeten. Die veröffent-lichten Zahlen sind viel niedriger als in Wahrheit.

Unnötig zu erwähnen, dass wir unter der Reduzierung von Gütern zur Grundversorgung leiden – Gas, Wasser, Nahrung, Hygiene-bedarf.

Wir traten zwar freiwillig in die Armee ein, doch niemals kam uns die besondere Gefahr in den Sinn, die wir hier erleben. Das würde uns nichts ausmachen, wenn dieser Krieg einem guten und gerechten Zweck diente. Doch wir wissen jetzt, dass dieser Krieg nur deshalb angefangen wurde, um die Gier einiger weniger Leute zu befriedigen, die ihre Kinder niemals hierher gesandt hätten, um das zu erleben, was wir erleben.

Wir senden euch diese Botschaft, und wir vertrauen nicht darauf, dass wir bald eine neue schreiben können. Wir fühlen, dass der Tod hinter jeder Ecke auf uns wartet. Unser Feind ist da draußen und wartet darauf, uns zu jagen. Wir erhielten sogar Drohbotschaften über unser inneres E-Mail-Netzwerk. Gerade gestern erhielten wir die folgenden: (Aufzählung von Web-Links).

O Gott, hilf uns, hier herauszukommen! Wir fordern euch auf, diese Botschaft auf allen Ebenen zu verbreiten, und wir hoffen, in einem Stück heimzukehren und nicht in einem Leichensack.

Hochachtungsvoll

Eure Söhne und Töchter

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