Der Atomkriegsplan der USA, USrael und Co

Weltkrieg mit offener Ansage

Quelle: Saar Echo, 31.3.2006,

Das Zitat des Tages:

Präsident George W. Bush in einer Verlautbarung des Weissen Hauses:

"Die nächsten drei Jahre werden wir viel von denen verlangen, die unserem Land dienen. Wir müssen einen globalen Krieg führen und gewinnen!

(Bush said. "The next three years will demand much of those who serve our country. We have a global war to fight and win.")

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Quelle: Zeit-Fragen Nr.2 vom 9.1.2006

Atomkrieg gegen den Iran

von Michel Chossudovsky, Kanada*

Die Lancierung eines uneingeschränkten Krieges gegen den Iran, bei dem nukleare Sprengköpfe eingesetzt werden, steht jetzt in der letzten Planungsphase. Die Koalitionspartner, einschliesslich der USA, Israel und der Türkei, befinden sich in «einem fortgeschrittenen Bereitschaftsstadium».

Verschiedene militärische Übungen wurden seit Anfang 2005 durchgeführt. Im Gegenzug haben die iranischen Streitkräfte in Erwartung eines von den USA unterstützten Angriffs im Dezember ebenfalls umfangreiche Militärmanöver im Persischen Golf abgehalten. Seit dem Frühjahr 2005 gab es eine intensive Pendeldiplomatie zwischen Washington, Tel Aviv, Ankara und dem Nato-Hauptquartier in Brüssel.

Zu den jüngsten Entwicklungen gehört, dass der Direktor der CIA, Porter Goss, auf einer Mission in Ankara den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan um politische und logistische Unterstützung für Luftschläge gegen iranische nukleare und militärische Ziele bat. Goss ersuchte wie verlautet um spezielle Kooperation des türkischen Geheimdiensts bei der Vorbereitung und Überwachung der Operation. [1] 

Premierminister Ariel Sharon gab seinerseits der israelischen Armee grünes Licht, mit den Angriffen Ende März zu beginnen: Alle hochrangigen israelischen Repräsentan-ten nannten Ende März 2006 als Deadline für den Militärangriff auf den Iran ...

Das Datum von Ende März fällt auch mit dem IAEA-Report an die Uno über das Atomenergieprogramm des Iran zusammen. Israelische Politiker glauben, dass ihre Drohungen den Report beeinflussen könnten oder zumindest diejenige Art von Zweideutigkeiten fördern würden, die von ihren Unterstützern in Übersee benutzt werden könnten, um Sanktionen des Sicherheitsrats zu fordern oder Militäraktionen Israels zu rechtfertigen. [2] Der von den USA geförderte militärische Plan wird von der Nato gebilligt, obwohl es im jetzigen Stadium unklar ist, wie die Nato an den geplanten Luftangriffen beteiligt sein wird.


«Shock and Awe» [Schock und Entsetzen]

Die verschiedenen Komponenten der militärischen Operation stehen streng unter amerikanischem Kommando und werden vom Pentagon und dem US-Strategic Command Headquarters (USSTRATCOM) auf der Offutt-Luftwaffenbasis in Nebraska koordiniert.

Die Aktionen, die Israel angekündigt hat, sollen in enger Koordination mit dem Pentagon durchgeführt werden. Die Kommandostruktur der Operation ist zentralisiert, und letztlich wird Washington entscheiden, wann die Militäroperation begonnen wird.

Amerikanische Militärquellen haben bestätigt, dass ein Luftangriff auf den Iran mit umfangreichen Einsätzen stattfinden würde, vergleichbar den amerikanischen «Shock and Awe»-Bombardierungen des Irak im März 2003:

Amerikanische Luftangriffe auf den Iran überträfen das Ausmass des israelischen Angriffs auf das Nuklearzentrum von Osirak im Irak 1981 weit und würden eher den ersten Tagen des Luftkriegs gegen den Irak im Jahr 2003 gleichen. Mit der vollen Kraft von B-2-Stealth-Bombern, die von Diego Garcia oder direkt von den USA aus eingesetzt werden, möglicherweise ergänzt durch F-117 Stealth-Fighter, die in Udeid in Katar oder andernorts auf dem Kriegsschauplatz stationiert sind, würden die zwei Dutzend verdächtiger nuklearer Anlagen angegriffen werden.

Militärplaner könnten ihre Liste von Zielen auf die Präferenzen der Administration zuschneiden, indem begrenzte Luftschläge nur auf die wichtigsten Anlagen ausgeführt würden. oder die USA könnten sich für eine weit umfangreichere Anzahl von Schlägen gegen eine umfassende Reihe von Zielen mit einem Zusammenhang zu Massenvernichtungswaffen entscheiden sowie gegen konventionelle und unkonventionelle Streitkräfte, die benutzt werden könnten, um Gegenattacken gegen die amerikanischen Streitkräfte im Irak zu führen. [3]

Im November führte das US-Strategic Command eine wichtige Übung für einen «globalen Militärschlagplan» durch, der «Global Lightening» genannt wurde. Diese beinhaltete einen simulierten Angriff mit konventionellen und atomaren Waffen gegen einen «fiktiven Feind». Nach der «Global Lightening»-Übung gab das US-Strategic Command einen fortgeschrittenen Bereitschaftszustand bekannt (vgl. unsere Analyse weiter unten). Während asiatische Presseberichte angaben, der «fiktive Feind» bei der «Global Lightening»-Übung sei Nord-Korea, legt die Zeitwahl der Übung nahe, dass diese als Vorbereitung eines geplanten Angriffs auf den Iran diente. 
 
Konsens für einen Atomkrieg

In der Europäischen Union haben sich keine politischen Stimmen dagegen erhoben. Konsultationen zwischen Washington, Paris und Berlin sind im Gange. Im Gegensatz zur Invasion im Irak, die auf der diplomatischen Ebene von Frankreich und Deutschland abgelehnt wurde, hat Washington einen «Konsens» innerhalb der Atlantischen Allianz sowie im UN-Sicherheitsrat aufgebaut. Dieser Konsens schliesst auch die Durchführung eines Atomkriegs ein, der möglicherweise einen grossen Teil der nahöstlichen und zentralasiatischen Region in Mitleidenschaft ziehen würde.

Weiter ist eine Anzahl arabischer Frontstaaten heute stillschweigend Partner im US-/israelischen Militärprojekt. Vor einem Jahr, im November 2004, trafen sich Israels höchste Militäroffiziere im Nato-Hauptquartier in Brüssel mit ihren Pendants der sechs Mittelmeer-Anrainerstaaten Ägypten, Jordanien, Tunesien, Marokko, Algerien und Mauretanien. Ein Nato-Israel-Protokoll wurde unterschrieben. In der Folge dieser Treffen hielten die USA, Israel und die Türkei vor der Küste Syriens gemeinsame Militärübungen ab. Und im Februar 2005 nahm Israel an Militärübungen und «Anti-Terror-Manövern» mit einigen arabischen Ländern teil. Die Medien haben im Chor unmissverständlich den Iran als eine «Bedrohung des Weltfriedens» bezeichnet. Die Antikriegsbewegung hat diese Medienlügen geschluckt. Die Tatsache, dass die USA und Israel im Nahen Osten einen nuklearen Holocaust planen, ist nicht Teil der Antikriegs-/Antiglobalisierungsagenda.

Die «chirurgischen Schläge» werden der Weltmeinung als Mittel präsentiert, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Man sagt uns, dies sei kein Krieg, sondern eine militärische Friedenserhaltungsoperation, die in Form von Luftangriffen gegen die iranischen Nuklearanlagen geführt werden. 

 
Mini-nukes: «Sicher für Zivilisten»

Während Presseberichte gewisse Details der militärischen Agenda enthüllen, dienen sie weitgehend dazu, die weiterreichende Natur der militärischen Operation zu verzerren, die den präemptiven Gebrauch von taktischen Nuklearwaffen in Erwägung zieht. Die Kriegsagenda beruht auf der Doktrin des «präemptiven» Nuklearkriegs der Bush-Administration unter der Nuclear Posture Review von 2002.

Desinformation durch die Medien wurde extensiv eingesetzt, um die verheerenden Konsequenzen einer militärischen Aktion zu verdecken, die den Einsatz von Atomsprengköpfen gegen den Iran einschliesst. Die Tatsache, dass diese «chirurgischen Schläge» mit konventionellen und nuklearen Waffen durchgeführt würden, ist kein Diskussionsthema. Nach einer Entscheidung des Senats im Jahr 2003 wird die neue Generation von taktischen Atomwaffen oder «low yield mini-nukes» mit einer Explosionskraft von bis zu 6 Hiroshima-Atombomben jetzt als «sicher für Zivilisten» betrachtet, weil die Explosion unterirdisch stattfindet.

Mit einer Propagandakampagne, die sich die Unterstützung von «massgebenden» Nuklearwissenschaftern gesichert hat, werden die «mini-nukes» als ein Instrument des Friedens statt des Krieges präsentiert. Die «low yield nukes» wurden für den «Gebrauch auf dem Schlachtfeld» freigegeben. Sie sind dafür vorgesehen, im nächsten Stadium des amerikanischen «Krieges gegen den Terrorismus» neben konventionellen Waffen eingesetzt zu werden. Beamte der Administration argumentieren, dass «Low-yield»-Nuklearwaffen zur glaubwürdigen Abschreckung gegen Schurkenstaaten gebraucht würden (Iran, Nord-Korea). Ihre Logik ist, dass die existierenden Nuklearwaffen zu zerstörerisch sind, um sie ausserhalb eines vollumfänglichen Atomkriegs anzuwenden. Potentielle Feinde realisieren dies, so dass sie die Bedrohung durch eine nukleare Vergeltung nicht als glaubwürdig betrachten.

«Low-yield»-Nuklearwaffen sind weniger zerstörerisch, daher ist es um so eher denkbar, dass sie eingesetzt werden. Dies würde sie als Abschreckungsmittel wirksamer machen. [4] In einer vollkommen verdrehten Logik werden Atomwaffen als Mittel vorgestellt, den Frieden zu erhalten und Kollateralschäden zu verhindern.

Das Pentagon hat in diesem Zusammenhang verlauten lassen, dass die «mini-nukes» mit einer Zerstörungskraft von weniger als 5000 Tonnen für Zivilisten harmlos (???) seien, weil die Explosion unterirdisch stattfindet. Jede dieser «mini-nukes» beinhaltet jedoch dennoch – im Hinblick auf die Explosionskraft und den möglichen radioaktiven Fallout - einen wesentlichen Bruchteil der Atombombe, die 1945 auf Hiroshima abgeworfen wurde. Schätzungen hinsichtlich der Sprengkraft von Nagasaki und Hiroshima zeigen an, dass es sich um 21000 bzw. 15000 Tonnen handelte. [5] Mit anderen Worten, die «mini-nukes» mit geringer Sprengkraft haben die explosive Gewalt von einem Drittel der Bombe von Hiroshima. Die neue Definition eines atomaren Sprengkopfes hat die Unterscheidung zwischen konventionellen und atomaren Waffen verwischt:

«Es ist ein Gesamtpaket (von nuklearen und konventionellen Waffen). Die Folge davon ist offensichtlich, dass die Atomwaffe von der besonderen Kategorie des letzten Auswegs oder der schlimmsten Waffe herabgestuft
wird, als ob sie nur ein weiteres Werkzeug in der Werkzeugkiste sei», sagte Kristensen. [6]

Wir befinden uns an einem gefährlichen Scheideweg: Die Militärplaner glauben bereits an ihre eigene Propaganda. Die Militärhandbücher behaupten, dass diese neue Generation von Atomwaffen «sicher» für den Gebrauch auf dem Schlachtfeld ist. Sie sind nicht länger die Waffen des letzten Auswegs. Es gibt keine Hindernisse oder politischen Hürden für ihren Einsatz. In diesem Zusammenhang hat Senator Edward Kennedy die Bush-Regierung beschuldigt, «eine Generation noch brauchbarerer Atomwaffen» entwickelt zu haben. Die internationale Gemeinschaft hat einen Atomkrieg im Namen des Weltfriedens befürwortet. «Die Welt sicherer zu machen» ist die Rechtfertigung, eine militärische Operation in Gang zu setzen, die möglicherweise in einem atomaren Holocaust enden könnte.

Doch sind nukleare Holocausts nun einmal keine Nachrichten, die auf den Titelseiten erscheinen! In den Worten von Mordechai Vanunu bereitet sich die israelische Regierung darauf vor, Atomwaffen in ihrem nächsten Krieg gegen die islamische Welt einzusetzen. Hier, wo ich lebe, reden die Leute oft vom Holocaust. Doch ist jede Atombombe, wie auch immer, an sich schon ein Holocaust. Sie kann töten, Städte zerstören, ganze Völker auslöschen. [7]

 
Oberkommando-Einheit für Angriffe im Weltraum und auf der Erde

Ein präemptiver Atomangriff mit taktischen nuklearen Waffen würde vom US-Strategic Command in der Offutt Air Force Base in Nebraska koordiniert werden, in Zusammenarbeit mit Kommandoeinheiten der USA und der
Koalition im Persischen Golf, der Militärbasis Diego Garcia, von Israel und der Türkei.  Mit seiner neuen Vollmacht hat USSTRATCOM die Verantwortung, «einen globalen Angriffsplan zu überwachen», der sowohl konventionelle als auch Atomwaffen beinhaltet.

Im Militärjargon ist es dafür vorgesehen, die Rolle eines «globalen Integrators zu spielen, der zuständig ist für Operationen im Weltraum, Nachrichten-Operationen, integrierte Raketenabwehr, globales Kommando und Kontrolle, Geheimdienst, Überwachung und Aufklärung, globalen Angriff und strategische Abschreckung». Im Januar 2005, zu Beginn der militärischen Aufrüstung gegen den Iran, wurde  USSTRATCOM als «das führende Kampfkommando für die Integration und Feinabstimmung der Bemühungen des Verteidigungsministeriums hinsichtlich der Bekämpfung von Massenvernichtungswaffen» eingesetzt. Um diesen Auftrag umzusetzen, wurde eine nagelneue Befehlseinheit, die Joint Functional Component Command Space and Global Strike oder JFCCSGS geschaffen [Kommandostelle für die vereinigten Komponenten Weltraum und weltweiter Angriff.

JFCCSGS hat die Aufgabe, die Auslösung eines nuklearen Angriffs in Übereinstimmung mit dem Nuclear Posture Review (NPR) zu überwachen, der im Jahre 2002 vom US-Kongress verabschiedet wurde. Der NPR hebt den präemptiven Gebrauch von nuklearen Gefechtsköpfen nicht nur gegen «Schurkenstaaten», sondern auch gegen China und Russland hervor.

Seit November (2005) soll sich die JFCCSGS nach der Durchführung entsprechender militärischer Übungen in «einem fortgeschrittenen Zustand der Bereitschaft» befinden.  Diese Aussage wurde Anfang Dezember durch das Oberbefehlskommando der Vereinigten Staaten gemacht mit dem Inhalt, dass die Kommandoeinheit «die operative Fähigkeit zu schnellen Schlägen gegen Ziele auf dem gesamten Erdball habe, wobei sowohl nukleare als auch konventionelle Waffen zum Einsatz kommen». Die Übungen, die im November durchgeführt wurden, benutzten «ein fiktives Land, von dem angenommen wurde, dass es sich um Nord-Korea handle». [8]

«Die neue Einheit [JFCCSGS] erfüllt bis zum 18. November die Voraussetzungen, die notwendig sind, um eine funktionsfähige Erstschlagfähigkeit zu besitzen.» [9]

Eine Woche vor dieser Ankündigung beendete die Einheit eine Gefechtsstandübung, genannt Global Lightening, die mit einer anderen Übung, genannt Vigilant Shield, verbunden war und von der nordamerikanischen Aerospace Verteidigungsgruppe NORAD geleitet wurde, die verantwortlich für die Verteidigung von Nordamerika durch Flugkörper ist. «Nachdem es im Jahre 2002 einige neue Aufgaben übernommen hatte, wurde das US-Strategic Command umorganisiert, um eine bessere Zusammenarbeit und übergreifende Bereitschaft zu gewährleisten», sagte der Marine-Kapitän James Graybeal, ein führender Sprecher von STRATCOM. «Bis zum Mai diesen Jahres hatte die JFCCSGS ein operatives Konzept veröffentlicht und begonnen, ihre allgemeinen operativen Notwendigkeiten und den integrierten Planungsprozess zu entwickeln.»

«Die Leistung der Einheit während der Übung Global Lightening zeigte ihre Fähigkeit, ihre Aufgabe der integrierten Weltraum- und globalen Einsatzfähigkeit zu erfüllen, um Angreifer abzuhalten und von ihren Vorhaben abzubringen und, wenn der Befehl erfolgt, die Gegner durch entschiedene gemeinsame globale Massnahmen zur Unterstützung von STRATCOM zu besiegen,» fügte er hinzu, ohne sich genauer über die «neuen Aufgaben» der neuen Befehlseinheit auszulassen, die etwa 250 Mann umfasst.

Nuklearexperten und Regierungsquellen betonten, dass eine der Hauptaufgaben sein würde, die nukleare Strategie aus dem Jahre 2001 umzusetzen, die eine Option für präemptive nukleare Angriffe auf «Schurkenstaaten» mit Massenvernichtungswaffen zulässt. [10]

 
Concept Plan (Conplan) 8022

Die JFCCSGS ist in einem Zustand erhöhter Bereitschaft, nukleare Angriffe auszulösen, die gegen den Iran oder Nord-Korea gerichtet sind. Die operative Umsetzung eines solchen globalen Schlages wird Concept Plan (Conplan) 8022 genannt. Dieser wird beschrieben als «ein aktueller Plan, den die Marine und die Luftwaffe in ein Angriffspaket für ihre Unterseeboote und Bomber umsetzen». (ibid.) Conplan 8022 ist «der allumfassende Dach-Plan für diese Art von vorgeplanten strategischen Szenarios, bei denen Kernwaffen mit einbezogen sind.» «Er ist speziell auf diese neuen Arten der Bedrohung zugeschnitten - den Iran, Nord-Korea - auch auf Atomwaffenproduzenten und mögliche Terroristen», sagte er. «Es gibt nichts, was sie daran hindert, Conplan 8022 in begrenzten Szenarios gegen russische und chinesische Ziele anzuwenden.» [11]

Die Aufgabe von JFCCSGS ist es, Conplan 8022 auszuführen, mit anderen Worten, einen Atomkrieg gegen den Iran auszulösen. Der Oberbefehlshaber, George W. Bush, würde in diesem Fall dem Verteidigungsminister den entsprechenden Befehl geben, der seinerseits den Befehl an die Stabschefs weitergeben würde, Conplan 8022 zu aktivieren. Conplan ist anders als andere militärische Operationen. Er erwägt nicht einmal den Einsatz von Bodentruppen.

Conplan 8022 unterscheidet sich von anderen Kriegsplänen dadurch, dass es eine Operation von kleinem Umfang vorsieht und keine «boots on the ground» [Einsatz von Bodentruppen]. Ein typischer Kriegsplan umfasst eine Mischung der Streitkräfte: in der Luft, am Boden und auf dem Wasser – und berücksichtigt die nötigen logistischen und politischen Dimensionen, um diese Streitkräfte bei längeren Einsätzen zu unterstützen . Der globale Angriffsplan ist offensiv, wird ausgelöst durch die Wahrnehmung einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung und ausgeführt durch Befehl des Präsidenten. [12]

 
Die Rolle Israels

Seit Ende 2004 hat Israel in Erwartung eines Angriffs auf den Iran in den USA hergestellte konventionelle und nukleare Waffensysteme eingelagert. Diese Vorratsbildung, von der US-Militärhilfe finanziert, war im Juni
2005 weitgehend abgeschlossen. Israel hat Lieferungen von den USA bekommen, die mehrere tausend «intelligente aus der Luft abzufeuernde Waffen» umfassen, einschliesslich etwa 500 bunkerbrechende Bomben [bunker-buster bombs], die auch mit taktischen Atombomben bestückt werden können.

Die B61-11 ist die «nukleare Version» der «konventionellen» BLU-113. Sie kann auf die gleiche Weise wie die konventionellen Bunker brechenden Bomben ausgerüstet werden. [13]

Hinzu kommt, wie Ende 2003 berichtet wurde, dass israelische U-Boote der Delfin-Klasse, die mit amerikanischen Harpoon-Raketen mit Atomsprengköpfen ausgerüstet sind, diese nun auf den Iran richten. [14]  
 
Ausweitung des Krieges

Teheran hat versichert, dass es im Falle eines Angriffs mit gegen Israel gerichteten ballistischen Raketenschlägen zurückschlagen werde. (CNN vom 8. Februar 2005) Diese Angriffe könnten auch militärische US-Einrichtungen im Irak und im Persischen Golf zum Ziel haben, was uns sofort in eine militärische Eskalation und einen umfassenden Krieg führen würde. Gegenwärtig gibt es drei separate Kriegsschauplätze: Afghanistan, den Irak und Palästina. Die Luftangriffe gegen den Iran könnten dazu beitragen, einen Krieg im gesamten Bereich des Nahen Ostens und in Zentralasien auszulösen. Darüber hinaus sollte der geplante Angriff auf den Iran auch in Bezug auf den zeitlich passenden Rückzug der syrischen Truppen aus Libanon verstanden werden, der dem Einsatz von israelischen Kräften neuen Raum geöffnet hat.

Die Teilnahme der Türkei an der Operation der USA und Israels ist auch ein Faktor im Anschluss an die Vereinbarung zwischen Ankara und Tel Aviv vom letzten Jahr. Erst kürzlich hat Teheran seine Luftabwehr durch den Erwerb von russischen 29-Tor-M-1 Raketenabwehrsystemen verstärkt. Im Oktober wurde mit Unterstützung Moskaus «von einer russischen Rakete ein iranischer Spionagesatellit Sinah-1 in die Umlaufbahn geschossen.» [15]  Sinah-1 ist nur der erste von mehreren iranischen Satelliten, die in den nächsten Monaten von russischen Raketen in Umlaufbahnen gebracht werden sollen.

Auf diese Weise wird der Iran bald über ein Netzwerk von Satelliten zur Früherkennung eines israelischen Angriffs verfügen, das jedoch nur ein schwacher Abklatsch der viel leistungsfähigeren israelischen und amerikanischen Systeme sein wird, die die kleinste Bewegung des Bartes eines Mullahs in Teheran registrieren können. Hinzu kommt, dass Russland, wie die Sunday Times berichtet, einen Vertrag über die Lieferung eines modernen Verteidigungssystems gegen Fernlenkraketen und lasergesteuerte Bomben an den Iran im Wert von 1 Milliarde Dollar abgeschlossen hat. Auch dieses wird in ein paar Monaten einsatzbereit sein.

Bodenkrieg

Obwohl ein Bodenkrieg unter Conplan nicht ins Auge gefasst wird, könnten die Bombardierungen zu einem Bodenkrieg eskalieren. Iranische Truppen könnten die iranisch-irakische Grenze überqueren und die Koalitionskräfte im Irak angreifen. Israelische Truppen und/oder Spezialkräfte könnten im Libanon und in Syrien aktiv werden.

Neuerdings plant Israel in Zusammenarbeit mit der Regierung in Ankara Militärmanöver und die Aufstellung von Spezialkräften in den an Iran und Syrien angrenzenden Bergregionen der Türkei. Ankara und Tel Aviv haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das der israelischen Armee Militärübungen in den [türkischen] Bergregionen, die an den Iran grenzen, gestattet.

[Eine] ... Zeitung aus den UAE [Vereinigten Arabischen Emiraten]...[berichtete], dass nach der Vereinbarung zwischen dem Oberbefehlshaber der israelischen Armee, Dan Halutz, und türkischen Repräsentanten, Israel verschiedene Militärmanöver in den iranischen und syrischen Grenzregionen durchführen soll. Dan Halutz war einige Tage vorher in die Türkei gereist. Die Tageszeitung aus den UAE zitiert gewisse Quellen, ohne sie beim Namen zu nennen, und hebt hervor: Die Anfrage nach den Manövern kam von der israelischen Seite auf Grund der Schwierigkeit, die Bergregionen nahe der iranischen Grenze im Winter zu durchqueren.

Die beiden Einheiten Hakari und Bulo (diese beiden Namen sind nur phonetisch nachgebildet) sollen an den zeitlich noch nicht festgelegten Manövern teilnehmen. Diese Einheiten sind die wichtigsten israelischen Spezialeinheiten und für den Kampf gegen den Terror und in Guerilla-Kriegsführung ausgebildet. Vorher hatte die Türkei zugestimmt, dass israelische Piloten in der iranischen Grenzregion ausgebildet werden dürfen. Die Nachricht [über das Abkommen] wurde veröffentlicht, als türkische Offizielle den Vorwurf abzuwehren versuchten, sie würden mit Amerika in der Spionage gegen die Nachbarländer Syrien und Iran kooperieren.

Seit letzter Woche hat die arabische Presse verschiedene Berichte über die Bereitschaft oder zumindest prinzipielle Zustimmung Ankaras zu Verhandlungen veröffentlicht, türkischen Boden und Luftraum für Aktionen gegen den Iran zur Verfügung zu stellen. [16]


Schlussbemerkungen

Die Konsequenzen sind erschütternd. Die sogenannte internationale Gemeinschaft hat die Möglichkeit eines nuklearen Holocaust akzeptiert. Diejenigen, die entscheiden, sind von ihrer eigenen Kriegspropaganda geblendet. Zu Luftangriffen mit taktischen Kernwaffen gibt es einen politischen Konsens in Westeuropa und Nordamerika, ohne die verheerenden Folgen in Betracht zu ziehen. Dieses profitorientierte militärische Abenteuer bedroht letztlich die Zukunft der Menschheit.

Was in den nächsten Monaten notwendig ist, ist ein umfassender nationaler und internationaler Vorstoss, der das Kartell des Schweigens durchbricht, der die Gefahren benennt, der dieses Kriegsprojekt ins Zentrum der politischen Debatte und der Aufmerksamkeit der Medien auf allen Ebenen rückt, der die politischen und militärischen Führer herausfordert und sie zu einer deutlichen Haltung gegen den von den USA geförderten Atomkrieg zwingt.

Was letztlich notwendig ist, sind umfassende internationale Sanktionen gegen die USA und Israel.

 
Quelle: www.globalresearch.ca vom 3.1.2006

1 Deutscher Depeschen Dienst vom 23. Dezember 2005

2 James Petras, Israels War Deadline: Iran in the Crosshairs, www.globalresearch.ca vom 25.12.2005

3  vgl. Globalsecurity.org unter www.globalsecurity.org/military/ops/iran-strikes.htm

4 Opponents Surprised by Elimination of Nuke Research Funds, Defense News vom 29.12.2004

5 www.warbirdforum.com/hiroshim.htm

6 Hans Kristensen vom Nuclear Information Project, zitiert im Japanese Economic Newswire vom 30.12.2005

7 Siehe auch das Interview mit Mordechai Vanunu, Israel Preparing to use Nuclear Weapons against Iran, globalresearch.ca vom 2.1.2006

8  vgl. David Ruppe, Preemtive Nuclear War in a State of Readiness: U.S. Command Declares Global Strike Capability, www.globalresearch.ca vom 2.12.2005

9  vgl. David Ruppe, Preemtive Nuclear War in a State of Readiness: U.S. Command Declares Global Strike Capability, www.globalresearch.ca vom 2.12.2005

10   Hans Kristensen vom Nuclear Information Project, zitiert im Japanese Economic Newswire vom 30.12.2005

11   Hans Kristensen vom Nuclear Information Project, zitiert im Japanese Economic Newswire vom 30.12.2005

12   William Arkin, Washington Post vom Mai 2005)

13   vgl. Michel Chossudovsky, www.globalresearch.ca/articles/CGO112C.html, siehe auch http://www.thebulletin.org/article_nn.php?art_ofn=jfo3norris

14   siehe auch Gordon Thomas, www.globalresearch.ca/articles/THO311A.html

15   vgl. Chris Floyd, Persian Fire, www.globalresearch.ca vom 20.12.2005

16   E'temad Website, Teheran, persisch, vom 28.12.2005, BBC Monitoring Services Translation

* Michel Chossudovsky ist Autor des internationalen Bestsellers «Global Brutal» (The Globalization of Poverty), der in elf Sprachen veröffentlicht wurde. Er ist Professor für Ökonomie an der Universität Ottawa und Direktor des Center for Research on Globalization (www.globalresearch.ca). Er schrieb auch Beiträge für die Encyclopaedia Britannica. Sein letztes Buch heisst «America's War on Terrorism», Global Research, 2005.
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«Allerdings ist die Fähigkeit der (nuklearen) B61-11, in die Erde einzudringen, ziemlich begrenzt. Tests zeigen auf, dass sie nur ungefähr 20 Fuss [etwa 6,6 Meter] in trockenen Boden eindringt, wenn sie aus einer Höhe von 40000 Fuss [etwa 13 km] abgeworfen wird. Trotzdem wird - weil sie sich vor der Detonation in den Boden eingräbt -, verglichen mit einer Explosion an der Oberfläche, ein viel grösserer Anteil der Explosionsenergie in
Erschütterungen des Bodens übertragen. Jeder Versuch, sie in einer städtischen Umgebung einzusetzen, würde eine grosse Anzahl von Zivilopfern zur Folge haben. Sogar bei einer Bombe kleineren Ausmasses, mit einer Explosionskraft von 0,3-300 Kilotonnen, wird die nukleare Druckwelle einen riesigen Krater radioaktiven Materials ausstossen und ein tödliches Feld mit Gamma-Strahlung über ein weites Gebiet verursachen.»

www.fas.org/faspir/2001/v54n1/weapons.htm

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m.ch. Ende April 2005.

Verkauf von tödlichem militärischem Material an Israel. GBU-28-Bunker-Buster-Bomben:

Zeitlich zusammenfallend mit dem Besuch von Putin in Israel hat die US-Defence Security Cooperation Agency (des US-Verteidigungsministeriums) den Verkauf von weiteren 100 von Lockheed Martin hergestellten Bunker-Buster-Bomben an Israel bekannt gegeben. Diese Entscheidung wurde von den amerikanischen Medien als «eine Warnung an den Iran wegen seiner nuklearen Ambitionen» verstanden.

Der Verkauf betrifft die grössere und weiterentwickelte «Guided Bomb Unit-28 (GBU-28) BLU-113 Penetrator» (einschliesslich WGU-36A/B-Steuerungskontrolleinheit und unterstützende Ausrüstung).  Die GBU-28 wird beschrieben als «eine Spezialwaffe zum Eindringen in gepanzerte Kommandostationen tief unter der Erde». Tatsache ist, dass die GBU-28 zu den tödlichsten «konventionellen» Waffen gehört, die 2003 während der Invasion im Irak eingesetzt wurden und die in der Lage sind, durch massive Explosionen Tausende von zivilen Toten zu verursachen. Es heisst, dass die israelische Luftwaffe die GBU-28 von ihren F-15-Flugzeugen aus einsetzt. (Vgl. den Text des DSCA news release auf www.dsetwaosd.mil/PressReleases/36-b/2005/Israel_05-10_corrected.pdf)

Artikel 1: Zeit-Fragen Nr.2 vom 9.1.2006, letzte Änderung am 10.1.2006  www.zeit-fragen.ch

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russland.ru  http://russlandonline.ru/kirgisien/morenews.php?iditem=239

18-04-2005 Kirgisien

Warum musste Rumsfeld dringend Aserbaidschan und Kirgisien besuchen?

Warum musste US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dringend Aserbaidschan und Kirgisien besuchen? Und welche Folgen kann diese Reise für Russland haben?  

Diese Fragen sind sehr wohl angebracht, zieht man in Betracht, dass die USA sowohl Transkaukasien als auch Zentralasien in ihre Interessensphäre eingeschlossen haben, es sich bereits um den dritten Baku-Besuch Rumsfelds seit Dezember 2003 handelt und in Bischkek eine Regierung wirkt, deren Legitimität durch die im Juli bevorstehenden Präsidentschaftswahlen begrenzt ist.

Rumsfelds Besuch in Baku fand streng geheim statt. Weder die USA-Botschaft in Aserbaidschan noch das Aussen- und das Verteidigungsministerium der USA veröffentlichten eine offizielle Erklärung über das Programm des Besuches und die erörterten Fragen. Und die Verhandlungen mit Aserbaidschans Verteidigungsminister Safar Abijew und dem Ministerpräsidenten dieses Landes, Artur Rassisade, fanden hinter verschlossenen Türen statt. Doch schon am nächsten Tag brachte die aserbaidschanische Presse eine Erklärung des Oberbefehlshabers der NATO-Streitkräfte für Europa General Jones darüber, dass die USA planen, zur "Gewährleistung der Sicherheit der Region" Militärstützpunkte im Raum des kaspischen Beckens unterzubringen.

Ein solches "Zusammentreffen" ist alles andere als Zufall. Seit einiger Zeit zählt die amerikanische Administration auch Transkaukasien zu jenen instabilen Regionen, in denen eine Gefahr für die USA-Interessen entstehen könnte. Unter dem Vorwand, "einer ungünstigen Entwicklung vorbeugen" zu wollen, erarbeiteten die USA das für zehn Jahre berechnete Programm "Caspian guard", in welchem Aserbaidschan ein besonderer Platz zugedacht ist. Das Programm sieht die Aufstellung von Spezialabteilungen vor, deren Aufgabe es ist, operativ nicht nur auf Angriffe der Terroristen auf die Erdölleitungen, sondern auch auf beliebige ausserordentliche Umstände in den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres zu reagieren. Ein mit modernsten Radaranlagen ausgestattetes Führungszentrum soll in Baku untergebracht werden und seine Verantwortungszone sich auf den gesamten
Kaspi-Raum erstrecken.  Aserbaidschan ist für die USA ausserdem ein vorteilhafter Raum für die Stationierung von schnellen Eingreiftruppen zur Lösung ihrer aussenpolitischen Fragen in der Region, in erster Linie in den Beziehungen zu Iran.

Wie örtliche Analytiker behaupten, habe Baku bereits der Dislozierung der Eingreifgruppen in Aserbaidschan grundsätzlich zugestimmt, es seien nur noch einige Details zu vereinbaren. Rumsfeld sei nur gekommen, um eine konkrete Antwort auf die Frage nach dem Wann zu bekommen. Baku hätte die Termine nennen sollen. Die örtlichen Analytiker in Baku meinen, die konkrete Antwort werde schon Mitte April bekannt und am ehesten positiv sein.

Könnte die Realisierung dieser Pentagon-Pläne Moskau später nicht zusätzliche Kopfschmer-zen bereiten?

Vor allem können diese Stützpunkte direkt gegen Iran benutzt werden, zu dem Russland in Bezug auf einige regionale Probleme Beziehungen einer strategischen Partnerschaft unterhält. Ferner betrachtet Moskau den Raum des Kaspisees als seinen traditionellen Einflussbereich und tritt gegen jede Art seiner Militarisierung und das Aufkommen von militärischen Kräften nicht regionaler Drittländer in der Region auf. Darin wird Moskau übrigens unter allen Kaspi-Staaten nur von Iran allein unterstützt.

Schliesslich ist klar, dass das Führungszentrum in Baku mit seinen neuesten Radaranlagen sicherlich auch Russlands südliches Uralgebiet einschliessen wird; dabei handelt es sich um eine industriell entwickelte Region, die für die Verteidigungsfähigkeit Russlands von besonderer Bedeutung ist.

Der Kirgisien-Besuch Rumsfelds trug einen etwas anderen Charakter. In Kirgisien haben die USA einen Luftstützpunkt auf dem hauptstädtischen Flughafen "Manas", dort halten sich ständig 800 Soldaten und Offiziere
der amerikanischen Fliegerkräfte auf. Am ehesten ging es dem Pentagon-Chef darum, im Zusammenhang mit dem Machtwechsel in Bischkek die jetzige Position in den Beziehungen zu den USA zu klären und die möglichen Perspektiven einer Erweiterung des USA-Stützpunktes und der Unterbringung weiterer militärischer Objekte auf kirgisischem Territorium zu sondieren.

Bisher entspricht die Position von Bischkek den Interessen der USA nur bis zu einem gewissen Grade. Der amtierende Präsident Kirgisiens, Kurmanbek Bakijew, erklärte, in Bischkek sehe man die Notwendigkeit nicht ein, auf dem Territorium des Landes zusätzliche ausländische Kräfte zu dislozieren. Auch teilte Bakijew mit, dass im Zuge der Verhandlungen die Frage nach der Unterbringung amerikanischer AWACS-Flugzeuge auf dem Luftstützpunkt auf dem Flughafen "Manas" nicht erörtert worden sei.

Hinter den Kulissen blieb dafür eine andere, für Russland recht wichtige Frage. Haben die USA und Bischkek die Absicht, das Bestehen des amerikanischen Luftstützpunktes in Kirgisien zeitlich mit den Handlungen der antiterroristischen Koalition in Afghanistan zu koordinieren? Gerade unter dieser Bedingung hat Moskau mit Washington die Frage nach der Unterbringung amerikanischer Stützpunkte in Zentralasien erörtert und seine diesbezügliche Position bis heute nicht geändert. Kennzeichnend ist, dass es Bischkek in letzter Zeit vorzieht, die Dauer des Aufenthaltes des USA-Stützpunktes in Kirgisien mit den Gefahren des internationalen Terrorismus überhaupt zu verknüpfen, was den USA offensichtlich in die Hände spielt.

Unter solchen Bedingungen können sie in Kirgisien bis zur endgültigen Beseitigung des Terrorismus in der ganzen Welt, das heisst, unendlich lange bleiben. Am ehesten hat es Rumsfeld geschafft, auch in dieser Hinsicht Unterstützung zu bekommen. (Pjotr Gontscharow, Kommentator der RIA Nowosti.)


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www.israelnetz.de

21.04.2005, 11:41 Uhr

Iran: 400 Freiwillige verpflichten sich zu Anschlägen

TEHERAN (inn) - Hunderte junge Iraner haben am Mittwoch in der Hauptstadt Teheran geschworen, Selbstmordanschläge in Israel oder dem Irak zu verüben. Organisator der Zeremonie war die Gruppierung "Brigaden der Weltweiten Islamischen Bewegung".

Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet, stellten sich 400 Männer und Frauen für die Anschläge zur Verfügung. Bei der Zeremonie wurden Filme der Terrorgruppen Hamas und Hisbollah gezeigt. Darin sind Attentate auf Soldaten in Israel zu sehen.

Die "Brigaden der Weltweiten Islamischen Bewegung" haben vor einem Jahr begonnen, Attentäter im Iran zu rekrutieren. Der Sprecher Mohammad Ali Samadi sagte, mehrere Mitglieder hätten bereits Angriffe auf israelischem Gebiet durchgeführt. Einige von ihnen seien dabei getötet worden. Dafür gibt es allerdings keine anderen Quellen.

Die meisten Freiwilligen seien Frauen, fügte der Sprecher hinzu. Insgesamt habe die Gruppierung im vergangenen Jahr Zehntausende Iraner für Selbstmordanschläge rekrutiert.

Iranische Staatsbürger dürfen nicht nach Israel einreisen. Deshalb seien die bisherigen Kämpfer auf illegalen Wegen in das Land eingedrungen, so Samadi. Dazu wolle er jedoch nichts Genaueres sagen, "um dem Iran keine diplomatischen Schwierigkeiten zu bereiten, indem die Arbeitssysteme der Organisation enthüllt werden". Die iranische Regierung hat sich von der Gruppierung distanziert. Dennoch nahmen zwei ranghohe Regierungsvertreter an der Zeremonie teil. (eh)

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Meine Bemerkung:  KEINE der angeschriebenen Redaktionen kann je behaupten, diese Informationen NICHT erhalten zu haben. Wer hat aber den Mut, die Kriegstreiber U$A und U$rael anzuprangern und zu verlangen, dass ihre skrupellosen, unmenschlichen Vertreibungs-, Vernichtungs- und Ausbeutungskriege endlich und definitiv zu beenden?

Noch einmal:

"Was letztlich notwendig ist, sind umfassende internationale Sanktionen gegen die USA und gegen Israel."  
(tst)

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