Das alte Bewusstsein: Todesstrafe und Folter.
Das neue Bewusstsein aber bringt
Erlösung durch Liebe!

St. Germain

 – 14. März 2006  durch Mike Quinsey –

Es gibt Zeiten, zu denen euer Himmel von grossen Wolkenfeldern bedeckt ist, aber dahinter sendet die Sonne beständig ihre nährenden Strahlen. Und es gibt Zeiten, in denen überall die dunklen Energien zu sein scheinen, und ihr seht deren chaotische Auswirkungen. Nichtsdestoweniger ist das LICHT weiterhin da – kraftvoll wie immer –, und es kann von den dunkeln Energien nicht getrübt werden. Der einzige Weg, über den ihr beeinflusst werden könnt, ist, wenn ihr zulasst, dass ihr euch in die Finsternis hinein  ziehen lasst. 

Emotionen können sich aufschaukeln, und Viele glauben immer noch, dass Gerechtigkeit nur "Auge um Auge" (– "Zahn um Zahn") erzielt werden kann. Wenn ihr Fortschritte macht, werdet ihr dahin kommen, zu lernen, dass Gewalt gegen Gewalt keine Lösung ist. Wenn auch viele unter euch die Todesstrafe immer noch als 'nicht verkehrt' ansehen mögen, hilft diese doch in keiner Weise demjenigen, der sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat. Die Erde ist der Ort, auf dem Lektionen gelernt werden müssen, und es bringt wenig, jemanden wegen der niederen astralen Ebenen zu verdammen, in die er gehen wird. O ja,  es ist seine Eigenschwingung, die ihn in den Graben zieht, und dort wird er bleiben, bis er zu begreifen beginnt, warum da kein Licht in seinem Leben ist. Aber dieses Begreifen schafft nicht auch sofort die gleiche Gelegenheit, weiterzukommen, wie das sonst auf der Erde möglich ist. Da braucht es Zeit, über eigenes Verhalten nachzudenken, und für die Rehabilitation könnte Gefangenschaft geplant sein. Einige solcher Leute mögen eine derartige Gelegenheit verstreichen lassen, aber ich versichere euch, dass jede erwiesene Liebe oder Freundlichkeit eine erhebende Wirkung hat. Könnt ihr euch vorstellen, wie sinnlos es ist, Menschen zu brutalisieren, wenn sie doch eigentlich Führung und Hilfe benötigen in dem Augenblick, wo es gilt, die Richtung in ihrem Leben zu ändern?! 

Ihr lebt in einem Land, in dem zusätzlich zur Todesstrafe auch noch Praktiken mentaler Folter angewandt werden, indem z.B. Gefangene, denen das Todesurteil droht, bereits im "Todestrakt" des Gefängnisses untergebracht werden.

Bemerkung von Thyl Steinemann:

Mein lieber St.Germain,  nicht nur "mentale" Folter - nein auch physische Folter bis zum Tod wird von den Schergen der USA praktiziert. Hast du - beispielsweise - noch nie von Guantanamo gehört, dem US-Folterlager auf Kuba?? Im Anhang an deine Botschaft hier findest du mal von einem unschuldigen Häftling, der unter den Folterungen zusammenbrach, einen Brief, den er schrieb, bevor er Selbstmord beging.

Alles, was ich dazu sagen möchte, ist, dass ihr euch wohl des Ausspruchs erinnern werdet: "es hätte auch mich erwischen können", und dann denkt darüber nach, ob euer gegenwärtiges System der Bestrafung korrekt ist. Spiegelt das eine Gesellschaft wider, deren Gottes-Bewusstsein im Wachstum begriffen ist? – Nun wäre es jedoch fair, festzustellen, dass es viele Leute gibt, die sich darum sorgen, wie Andere behandelt werden. Wie könnt ihr aber einen Vorsprung gewinnen, wenn eure Regierung Tod und Zerstörung als Antwort auf mögliche Bedrohungen gegen sie befürwortet? Ein besseres Beispiel würde friedliches Verhandeln abgeben, anstatt mit der Kanonen-Mentalität weiterzumachen; denn eine Gesellschaft wird das nachahmen, was sie als besseren Weg erkennt.  

Was nützen Gesetze, wenn sie ignoriert werden oder Bestrafungen beinhalten, die Menschen zur unmenschlichen Behandlung verdammen? Glaubt mir, irgendwo im Verborgenen eures Unterbewusstseins werdet ihr 'aus erster Hand' wissen, wovon ich spreche. Viele von euch waren (in früheren Leben) schon für geringfügigste Verletzungen von Gesetzen ins Gefängnis geworfen und dort dem Verfaulen überlassen worden. Als ihr dann starbt und von eurem Niedergang erlöst wart, waren einige unter euch entschlossen, dass sie in ihrem nächsten Leben etwas dagegen unternehmen wollten. Ihr kämpft da jetzt gegen diejenigen, denen es an LICHT und Verständnis für die Evolution des Menschen mangelt. Was hier nicht begriffen wird, ist die Tatsache, dass da 'eine grosse Erfahrung' geschieht, die Leben für Leben weitergeführt wird. Würden die Urteilenden anders denken, wenn sie wüssten, dass sie das, was sie Andern antun, sich selbst antun

Angesichts des Wandels, der euch bevorsteht, mögt ihr euch fragen, warum St. Germain euch mit solchen Themen 'langweilt'. Ich sage dazu: Wenn Einer oder Zwei die alten Denkmuster aufgeben und mehr LICHT zur Erde holen, erheben sie zugleich ein wenig auch alle Anderen mit sich. Es ist noch immer Zeit für die Menschen, "das LICHT zu sehen" und eine bewusste Entscheidung zu treffen, ihre Lebensweise so zu verändern, dass sie mehr von ihrem Gottselbst widerspiegelt. Jeder hat das gleiche Potential; auch diejenigen, die für sich wählten, noch in dieser Dimension zu bleiben und noch nicht aufzusteigen. Es kann sein, dass sie noch nicht bereit sind für einen derartigen Sprung vorwärts; das ist aber kein Grund, warum sie nicht anfangen sollten, den Weg für die nächste Gelegenheit zum Aufstieg zu ebnen.  

Die ganze Zeit greift ihr auf Informationen zu, die zu euch kommen und eure Denkweise formen. Einige Leute verlassen sich völlig auf Andere bei der Interpretation des Lebens; aber es wird immer ein Zeitpunkt kommen, zu dem diese Art Verlass aufhört. Da wird ein inneres Wachrütteln geschehen, das euch auf euren Weg schickt – zugunsten der Erfahrungen, die ihr euch dann auswählt. Natürlich könnt ihr auch aus Erfahrungen Anderer Nutzen ziehen, aber diese werden nie den Wert eurer eigenen erreichen. Ihr habt ein angeborenes Gespür für den Wunsch, alles selbst zu erfahren, und das kann viele, viele Lebenszeiten in Anspruch nehmen, um sich zu erfüllen.  

Ich bin St. Germain, und ich bitte euch, zu bedenken, dass ihr alle zum kollektiven Bewusstsein der Menschheit beitragt, und zugleich zehrt ihr aus diesem gemeinsa-men Pool des Wissens. 'Gleich und Gleich' ziehen sich gegenseitig an, und je mehr ihr euch auf einen bestimmten Aspekt des Lebens konzentriert, desto eher schafft ihr euch damit die Gelegenheit, das zu erleben, was ihr euch am meisten herbeiwünscht. Und ihr könnt euch bewusst in die kollektive Energie 'einklinken' und Nutzen aus den Erfahrungen Anderer ziehen, anstatt mit euren eigenen fortzufahren. Die gesamte Menschheit ist eine treibende Kraft, die Alles mit sich zieht; und wenn ich über Karma sprach, könnt ihr vielleicht erkennen, wie dieses seine Auswirkung auf Jeden hat. Gegenwärtig profitiert ihr von den immensen Veränderungen, die bereits in so kurzer Zeit vor sich gegangen sind, und das LICHT hat den Kurs der Erfahrungen des Menschen geändert. Das Tor zum Aufstieg ist weit geöffnet, und es bleibt nun abzuwarten, wie viele von euch diese wunderbare Gelegenheit ergreifen, sich weiterzuentwickeln.  

Das alte Bewusstsein wird immer noch von vielen Seelen aufrechterhalten, und es bleibt zu hoffen, dass sie noch angehoben werden. Dazu ist jedoch eine neue Art des Denkens notwendig, die das LICHT reflektiert, das die Erde durchflutet, – wenn grosse Schritte vorwärts geschafft werden wollen. Dies wird schliesslich geschehen, und zwar sehr bald, denn dies alles ist Bestandteil des Schöpferplans, der 'aufblühen' wird, wenn eure Führungspersönlichkeiten, die jetzt noch in Warteposition sind, in der Lage sind, an die Öffentlichkeit zu treten. Viel zu lange habt ihr Staatsführer ernannt, die ihr LICHT und den Ursprung ihrer Existenz vergessen hatten. Es ist Zeit für den Wandel, und je mehr LICHT ihr in euer tägliches Leben lasst, desto mehr tragt ihr dazu bei, die Bühne für das ereignisreichste Jahr zu bereiten, das ihr je gekannt habt. Die Liebe möchte damit beginnen, sich überall zu manifestieren, und was im Verborgenen lag, wird ans Tageslicht kommen. Ehrlichkeit und Vertrauen werden herrschen, ihr werdet die Bedeutung des Einsseins begreifen.   

Danke, St. Germain !

Mike Quinsey

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Guantanamo – ein Schandfleck der USA

www.spiegel.de – 16.3.06

HÄFTLINGSBRIEF IM WORTLAUT

"Nehmt etwas von meinem Blut"

Es ist ein Dokument, das Jumah al-Dossari im Angesicht seines Todes verfasste: Der Guantanamo-Häftling plante seinen Selbstmord und wollte sich von seinem Anwalt und seinem Übersetzer verabschieden.

SPIEGEL ONLINE hat das bewegende Dokument übersetzt:

Eigentlich weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll... oder wie ich anfangen soll.

Josh, Khaled, der Übersetzer: Es tut mir sehr leid, dass ich Euch zwinge, das zu sehen... Es könnte das erste Mal für Euch sein, ein menschliches Wesen zu viel leiden zu sehen, so sehr, dass es direkt vor Euren Augen stirbt. Ich weiss, es ist eine furchtbare und erschreckende Szene - aber es tut mir um euretwillen wirklich leid. Es gab ausser diesem Weg keine andere Alternative, die Welt unsere Stimme aus den Tiefen der Gefangenenlager hören zu lassen, damit die Welt ihren Stand neu überprüft und die gerechten Leute von Amerika noch einmal auf die Situation sehen und versuchen, einen Moment der Wahrheit mit sich selbst zu haben...

Warum ist bis jetzt noch keine Schlussfolgerung erreicht worden bezüglich der Guantanamo-Häftlinge auf Kuba? Bis wann wird diese Tragödie weitergehen? Wann wird es nach all diesen Jahren enden, und wann werden die Häftlinge heimgehen in ihre Heimatländer, zu ihren Familien, Frauen, Kindern? Wann wird diese Tragödie aufhören? Die Häftlinge leiden unter der Bitterkeit der Verzweifelung, der Haft-Erniedrigung und dem Sieg der Sklaverei und Unterdrückung...

Josh, Khaled: Ich habe wirklich nette Stunden mit Euch verbracht... auch wenn sie voll vom Reden über meine Qualen, Schmerzen und meinem Gram waren. Ich hoffe, Ihr werdet Euch immer daran erinnern, dass ihr mit einem "menschlichen Wesen" namens "Jumah" zusammen sasset, das zuviel erlitt und das missbraucht wurde in seinem Glauben, seinem Selbst, seiner Würde und Menschlichkeit. Er wurde eingesperrt, gefoltert und seiner Heimat beraubt, seiner Familie und seiner jungen Tochter, die ihn seit vier Jahren am meisten von allen braucht - ohne Grund und ohne, dass er ein Verbrechen begangen hätte. Erinnert Euch daran, dass es in Guantanamo Hunderte von Gefangenen gibt, die alle in derselben Situation des Leidens und des Unglücks sind. Sie wurden ohne Grund, ohne jede Straftat gefangen genommen, gefoltert und festgehalten. Ihr Leben könnte so enden wie meines...

Jumah: Wenn Ihr Euch an die letzten Atemzüge meines Lebens erinnert, während meine Seele meinen Körper verlässt und zu ihrem Schöpfer aufsteigt, dann erinnert Euch daran, dass die Welt uns und unseren Fall im Stich gelassen hat. Erinnert Euch daran, dass unsere Regierungen uns im Stich gelassen haben. Erinnert Euch daran, mit welcher grundlosen Verzögerung die Gerichte sich unseres Falles angenommen und sich auf die Seite der Opfer der Ungerechtigkeit gestellt haben. Erinnert Euch daran, dass ich jetzt nicht in Leichentücher gewickelt würde und meine Familie - mein Vater, meine Mutter, meine Brüder und Schwestern und meine kleine Tochter - nicht ihren Sohn verlieren würde, wenn es Menschen gäbe, die wirklich gerecht wären und die Gerechtigkeit und die Opfer von Ungerechtigkeit verteidigen würden, und wenn es gerechte Richter gäbe. Aber was soll ich sonst machen?

Nehmt etwas von meinem Blut und Stücke von meinem Leichenhemd, nehmt einige meiner sterblichen Überreste, macht Bilder von meiner Leiche, wenn ich ganz allein in mein Grab gelegt werde. Schickt sie an die Welt, die Richter, die Leute, die sich des Lebens bewusst sind, an Leute, die Prinzipien und Werte haben, an diejenigen mit Gerechtigkeitssinn, um sie vor aller Welt die Last der Schuld daran tragen zu lassen, dass eine Seele verschwendet wurde, die niemals eine Sünde begangen hat. Und um sie die Last der Schuld vor der Geschichte tragen zu lassen, dafür, dass eine Seele ohne jeden Grund verschwendet wurde - nachdem die Seele das Schlimmste erlitten hat durch die "Hüter des Friedens und die Rufer nach Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit". Wie viele Väter, Mütter, Ehefrauen, Geschwister, Kinder und andere Familienmitglieder weinen jetzt dort, im sehr fernen Osten, auf der anderen Seite des Ozeans, um ihre in Guantanamo eingesperrten Kinder? Warum müssen sie an der Trennung leiden und die Bitterkeit schlucken, die vom Raub ihrer Söhne kommt?

Ich bin nicht der Einzige, der an dieser Seelenqual leidet. Meine Familie leidet ebenfalls sehr. Meine kleine Tochter, deren Lebensgeist sie zerstört haben, indem sie mich von ihr fortgerissen haben, schickt mir Briefe, in denen sie schreibt:

"Papa, bitte komm zurück zu mir. Alle Mädchen in der Schule haben Väter, ausser mir? Papa, ich brauche Dich, ich will, dass Du wieder kommst. Bitte komme mir zuliebe zurück."

In Wahrheit habe ich keine Antwort auf ihre Frage. Die Antwort ist da, bei den "gerechten Leuten".

Josh, Khaled: In diesem Moment, während ich den Brief schreibe, sehe ich den Tod in der Ferne vor mir. Tod hat einen schlechten Geruch, der nur von Leuten gerochen werden kann, die durch Todesqualen gehen.

Jumah: Lebt wohl. Lebt wohl ohne die Hoffnung, mich wieder zu sehen. Ich danke Euch für alles, was Ihr für mich getan habt, aber ich habe eine letzte Bitte: Zeigt der Welt die Briefe, die ich Euch gab. Lasst die Welt sie lesen. Lasst die Welt die Qualen der Häftlinge auf Kuba erfahren.

Bitte beachtet: Ich schrieb diesen Brief an dem angegebenen Tag, aber ich war überrascht, dass Khaled, der Übersetzer, nicht erschien. Ich wollte ihn wirklich sehen, bevor ich dieses Leben verlasse. Ich habe mich aus Respekt für meinen treuen Freund Khaled entschieden, diesen Brief an Euch beide nicht zu ändern (der selbe Tag, nachts).

Freiheitsberaubter Gefangener Jumah Abdel Latif al-Dossari, Guantanamo Bay, Kuba

(Unterschrift)

Freitag, 14. Oktober 2005

Quelle: Center for Constitutional Rights

www.spiegel.de – 16.3.06          

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