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Jorge Hirsch geht in seinem Beitrag zur Vogelgrippe als
"casus belli", der in deutscher Übersetzung von der Schweizer
Wochenzeitung "Zeitfragen" veröffentlicht wurde, auf die Hintergründer
der Entwicklung des H5N1-Virus ein.
Zudem hält er einen "Pearl-Harbour-Effekt" für erforderlich, um die
kriegsmüde US-Bevölkerung auf einen neuen Krieg einzustimmen, und
erwartet, dass die Bedrohung der westlichen Staaten durch eine
Pandemie der Vogelgrippe, für die die iranische Regierung
verantwortlich gemacht werden kann, als Kriegsgrund und für die
Ausrufung des Kriegsrechts auch in Europa benutzt werden kann.
Von uns wurde
früher bereits berichtet über die umfangreiche Beteiligung von Donald
Rumsfeld mit einem 8-stelligen
Dollarbetrag an der Firma Gilead Sciences, die den Impfstoff Tami-Flu
entwickelt hatte, und deren Gewinne seit dem ersten Auftreten der
Vogelgrippe massiv zugelegt hatten.
Jorge Hirsch
Iran und die Vogelgrippe -
der
perfekte Casus belli?
Der Casus belli, der
Kriegsgrund gegen den Iran, nimmt derzeit immer deutlichere Gestalt
an. Man könnte von einem modernen Pendant zu
Pearl Harbour sprechen, das bereits in vollem Gange ist, ohne dass wir
es bemerken. Der Iran greift uns mit «Massenvernichtungswaffen»
aus der Luft an, und uns bleibt keine andere Wahl, als mit gleicher
Münze zu antworten. Wenn wir nicht sofort handeln, dann wird von den
iranischen Feuchtgebieten aus in den nächsten Wochen eine Welle von
Marschflugkörpern (in Gestalt von Zugvögeln) auf Ziele in Skandinavien
und Alaska lanciert, und diese werden in der westlichen Welt eine
tödliche Wirkung entfalten, indem sie Millionen von Menschen das Leben
kosten.
Die Amerikaner sind
der Präventivschlag-Doktrin nach dem Fiasko im Irak überdrüssig
geworden, wie immer die offiziell übernommene «Nationale
Sicherheitsstrategie» lauten mag. Wir sind nicht bereit, einen
US-Angriff auf den Iran wegen einer nuklearen Bedrohung zu
unterstützen, die sich in der Zukunft ergeben könnte. Das Argument der
Israeli, der Iran müsse angegriffen werden, bevor ein nicht näher
definierter «point of no return» erreicht ist, verfehlt seine
Überzeugungskraft. Ganz gleich, wie gravierend die Bedrohung und wie
«inakzeptabel» ein nuklear gerüsteter Iran sein mag, es geht nicht
ohne einen Konfliktauslöser. Und Israel hat sich leider dazu
entschlossen, uns aus dieser Klemme zu helfen. Israel möchte
klugerweise nicht dafür verantwortlich gemacht werden, durch eine
Bombardierung wie in Osirak «die Nationen in einen Krieg zu ziehen»,
der «uns zwingen» würde einzugreifen. Es hat deshalb erklärt, es werde
«nicht allein gegen den Iran vorgehen», und hat damit uns den Ball
zugespielt. Nun liegt es an uns, den Stein ins Rollen zu bringen, und
dies werden wir auch tun.
Warum haben wir den Iran noch nicht
angegriffen?
Die Gründe, die für
einen Angriff gegen den Iran sprechen, sind sehr viel besser als im
Falle des Irak. Der Iran stellt fraglos Yellow-Cake-Uran her, das zur
Herstellung von Nuklearwaffen benötigt wird. Auch ist er ohne Zweifel
zur Entwicklung von Nuklearwaffen entschlossen, wie seitens der
Administration wiederholt und kategorisch erklärt worden ist. Die
Kongressabgeordneten sowie die Mehrheit der Amerikaner sehen im Iran
den Hauptverantwortlichen in der Unterstützung des Terrorismus. Der
Iran verfügt über Raketen, die Israel erreichen können, und seine
Erklärungen gegenüber Israel sind in den Medien ausführlich verbreitet
worden. Auch kann der Iran viele Amerikaner im Irak töten, wenn er es
wünscht. Er hat den USA «Schaden und Schmerzen» angedroht (auch wenn
die Erklärung des Iran durch die Presse völlig falsch dargestellt
worden ist). Der Iran verfügt über (chemische und biologische)
Massenvernichtungswaffen und über die Mittel (Raketen mit geeigneten
Sprengköpfen), sie einzusetzen, wenn man unserer Administration
Glauben schenken darf. Der Iran schürt Unruhe im Irak, er unterdrückt
sein eigenes Volk, und er gewährt der al-Kaida Unterschlupf. Worauf
also warten wir noch?
All diese Gründe sind
gut, aber nicht gut genug. Zum einen sind die Hindernisse für eine
Konfrontation mit dem Iran durch das Fiasko im Irak viel grösser
geworden, zum andern steht bei ihr viel mehr auf dem Spiel: Ein Krieg
gegen den Iran wird weit grössere Opfer fordern und erstmals seit 60
Jahren auch den Einsatz von Atomwaffen durch die USA einschliessen. Es
braucht daher einen guten Grund, der es dem Präsidenten erlaubt, sich
vor das Volk zu stellen und zu sagen: «Wir können nicht mehr länger
warten», und den Amerikanern, sich hinter ihn zu stellen und zu
applaudieren. Weil soviel auf dem Spiel steht, brauchen wir ein Pearl
Harbour; ein Golf von Tonking wird nicht ausreichen, ein «trotziger
Saddam» noch viel weniger. Oder es braucht eine unmittelbare
Bedrohung, und zwar eine, die so gross ist, dass man sagen kann, sie
komme einem Angriff gleich, und die zugleich den entscheidenden
Zeitfaktor enthält.
Die Bedrohung durch die Vogelgrippe
Die Shahab-Raketen
des Iran können Israel erreichen, aber nicht Westeuropa oder die
Vereinigten Staaten, die Vögel aus dem Iran jedoch können dies. Sie
tragen eine Waffe in sich, die 150 Millionen Menschen das Leben kosten
könnte, wie in den Medien nützlicherweise betont wurde.
In den iranischen
Feuchtgebieten in Gilan, Khuzestan und anderen Orten halten sich
derzeit Tausende von Zugvögeln auf. Anfang April werden Enten, Gänse
und Schwäne aus den iranischen Feuchtgebieten ihre Reise in die
kühleren nördlichen Regionen antreten. Einige werden in nordwestlicher
Richtung über Osteuropa nach Deutschland und Skandinavien ziehen,
andere in nordöstlicher Richtung durch Ostasien nach Alaska. Dabei
werden sie die tödliche Bedrohung des H5N1-Vogelgrippevirus mit sich
führen. Ihr Kot wird unterwegs Hühner und andere Haustiere infizieren,
was wiederum Zehntausenden von Amerikanern und Europäern das Leben
kosten wird. So zumindest will man uns glauben machen.
Wie Michel
Chossudovsky und andere unterstrichen haben, ist die plötzliche
Panikmache seitens der Ministerien und der westlichen Presse, was die
Bedrohung durch die Vogelgrippe angeht, äusserst seltsam. Die
Vogelgrippe existiert seit Jahrhunderten, die besonders virulente Form
des H5N1 ist seit 1959 bekannt, und dessen Übertragung auf den
Menschen wird seit 1997 dokumentiert. Warum also wird derzeit soviel
Aufhebens um sie gemacht? Warum die intensiven Vorbereitungen in den
Ministerien für innere Sicherheit und für Verteidigung zur Bekämpfung
einer bevorstehenden Vogelgrippe- Pandemie?
Das H5N1-Virus ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine
Pandemie ist daher auszuschliessen, es sei denn, es käme zu einer
zufälligen Mutation des Virus. Den Menschen gefährdende Mutationen
aber können bei jedem Virus eintreten. Was, wenn der HI-Virus
plötzlich mutiert und durch blossen Körperkontakt oder schlimmer noch
über die Atemwege übertragbar wird? Oder was, wenn beim Ebola-Virus
eine plötzliche Mutation eintritt, so dass er seine tödliche Wirkung
erst nach einer Inkubationszeit von sechs Monaten entfaltet? Warum
also betreiben wir in Bezug auf solche Möglichkeiten nicht die gleiche
Panikmache, die ebenso wahrscheinlich (oder vielmehr unwahrscheinlich)
sind wie bei der Mutation des H5N1 in einen durch den Menschen
übertragbaren Virus?
Aus dem einfachen
Grund, dass das H5N1- Katastrophen-Szenario einen Kriegsgrund gegen
den Iran liefert. Der Iran besitzt die «Waffen» und die «Mittel sie
einzusetzen». Das Entscheidende ist der Zeitfaktor. Was bisher noch
fehlt, ist eine Verbindung mit dem Bioterrorismus, und die
Bush-Administration stellt diese freundlicherweise her.
Iran und der
Bioterrorismus
Das State Department
der USA, die CIA, das Department of Defense und John Bolton klagen den
Iran an, «ein geheimes biologisches Waffenprogramm zu betreiben.»
Judith Miller warnte bereits 1998, dass der Iran an der Kriegsführung
mit biologischen Kampfstoffen arbeite, zur selben Zeit, in der
Rumsfeld vor den «militärischen Mitteln des Irans, diese Stoffe zum
Einsatz zu bringen», warnte. Es gibt
keine Spur eines
echten Beweises für diese Behauptung, was die Regierung aber nicht
daran hindert, sie ständig zu wiederholen.
Im Mai 2003
behauptete die iranische Oppositionsgruppe Mujahedin-e Khalq, dass der
Iran mit der Produktion von waffenfähigem Antrax begonnen habe und
aktiv an mindestens fünf weiteren Pathogenen, einschliesslich Pocken,
arbeite, in dem Bestreben, ein Arsenal biologischer Waffen aufzubauen.
«Die Antrax-Waffen seien die ersten Früchte eines Programms, das 2001
im geheimen begonnen wurde, um die Grösse des iranischen
Biowaffenprogramms zu verdreifachen.» Dies wurde in vorauseilendem
Gehorsam in der Presse mitgeteilt, obwohl keine Beweise, die diese
Behauptungen stützen, präsentiert wurden. «Experten» sagten, die
Beschreibung «schiene plausibel», da diese Gruppe «in der
Vergangenheit stichhaltige Anhaltspunkte» geliefert habe. In der Tat
ist dies dieselbe Gruppe, die die Existenz der nuklearen
Anreicherungsanlage in Natanz bekanntmachte und behauptete, dass
«diese Teil eines hoch entwickelten, fortgeschrittenen,
ernstzunehmenden und teuren Nuklearwaffenprogramms» sei.
Zufälligerweise war dies auch der Standpunkt der US-Regierung, wieder
ohne die Spur eines echten Beweises.
Der Iran hat eine
fortgeschrittene biotechnologische Forschung und Entwicklung und weiss
natürlich, wie man Organismen genetisch verändert. Was hindert die USA
daran zu argumentieren, dass mittels Biotechnologie möglicherweise
Biowaffen entwickelt werden können und es dem Iran daher nicht erlaubt
sein dürfe, weiterhin biotechnologische Forschung für
nichtmilitärische Zwecke zu betreiben. Es wäre keinen Deut anders als
der Standpunkt der USA zu den nuklearen Bestrebungen des Iran.
Achten Sie auf die ausführlichere Rhetorik bezüglich des
Biowaffenprogramms des Iran, welches in den nächsten Tagen der
Gesetzesvorlage H.R. 282 beigefügt werden soll. Es wird der gleiche
Ablauf sein wie die Autorisierung des Irak-Kriegs durch den Kongress.
Bolton hat Kuba, aber
nicht den Iran angeklagt, Biotechnologie zur Herstellung biologischer
Waffen zu betreiben. Experten und auch ein kanadischer Militärdienst
haben vor der Möglichkeit gewarnt, die Vogelgrippe als
bioterroristische Waffe zu verwenden. Jedoch haben die USA dazu bisher
nichts gesagt. Und dies hat einen guten Grund: den
Überraschungsfaktor.
Geheimdienstinformationen
Die USA haben
geheimdienstliche Informationen gesammelt, die aufdecken, dass
iranische Wissenschafter in geheimen unterirdischen Anlagen intensiv
an der Entwicklung eines Stammes des H5N1-Virus arbeiten, der von
Mensch zu Mensch übertragbar ist. Diese Information wird gemäss der
Anweisung 13292 von 2003 unter Verschluss gehalten. Durch diese
Anweisung sind alle Informationen über «Massenvernichtungs-Waffen» und
über die «Verteidigung gegen transnationalen Terrorismus» als geheim
zu behandeln. Der wahre Grund dieser Geheimhaltung ist natürlich, sie
der öffentlichen Überprüfung zu entziehen.
Ich muss klarstellen,
dass ich keinen Zugang zu geheimen Informationen habe. Aber es besteht
kein Zweifel daran, dass selbst die niedrigsten Regierungsbeamten
glauben, dass das, was ich gerade beschrieben habe, möglich ist. Und
ein Individuum wie «Curveball», der eine solche «plausible» Behauptung
aufstellt, könnte die Administration veranlassen, so zu handeln, wenn
es ihren Zielen entspricht. Setzen wir das Szenario fort:
«Dual-Use-Anlagen»,
die als iranische Hühnerfarmen getarnt sind, werden dazu benutzt, zu
testen, wie das Virus von Wildgänsen auf Hühner und weiter auf
Menschen, die die Hühner betreuen, und dann auf deren Familien und
Freunde übertragen werden kann. In den letzten Wochen wurde ein
Durchbruch erreicht; der perfekte Virenstamm wurde endlich gefunden.
Zur Zeit arbeiten iranische Ökologen in den iranischen Feuchtgebieten,
um das mutierte Virus unter Wildenten, Schwänen und Gänsen
auszusetzen. Sie möchten für den Aufbruch der Zugvögel auf ihren
Migrationswegen in den Westen im frühen April vorbereitet sein.
Klingt das für Sie nicht nach einem ausreichenden Casus belli? Für
mich schon.
Wenn es wahr wäre,
könnte dies möglicherweise zu Dutzenden von Millionen Toten in der
westlichen Welt in den kommenden sechs Monaten führen. Können Sie
zweifelsfrei beweisen, dass das nicht wahr ist?
Der Zeitfaktor ist
entscheidend. Die Vögel beginnen mit ihrem Zug Anfang April. Es bleibt
keine Zeit, dies zu überprüfen.
Eine nukleare
B61-11-Bombe, die in die Erde eindringt und auf die unterirdischen
Anlagen abgeworfen wird, in denen das mutierte Virus produziert wird,
würde diese Anlagen zerstören und einen Bio-Holocaust verhindern;
unvermeidbar wäre der Verlust einiger Menschenleben. «Die Gründe für
unsere Handlungen werden klar sein, der Einsatz von Gewalt angemessen
und unsere Sache wird gerecht sein.»
«Die regionalen
Einsatzkommandeure können die Zustimmung für die Verwendung nuklearer
Waffen vom Präsidenten aus verschiedenen Gründen verlangen. Die
Beispiele beinhalten […] bevorstehende gegnerische Angriffe mit
biologischen Waffen, die nur von nuklearen Waffen wirksam zerstört
werden können.»
Und: «Je grösser die
Bedrohung, desto grösser ist das Risiko, inaktiv zu bleiben – und umso
überzeugender ist der Grund, vorbeugende Massnahmen zu unserer
Verteidigung zu ergreifen, selbst wenn eine Ungewissheit – wie der
Zeitpunkt und der Ort des feindlichen Angriffs – bestehen bleibt.»
Bushs Rede vom April
2006
Ich bin kein
Redenschreiber. Dennoch fühle ich mich gezwungen, dem Präsidenten zu
helfen und damit einen kleinen Beitrag zur
neuen Weltordnung zu
leisten. Folgendes wird Präsident Bush der Nation und der Welt
im April 2006
ankündigen:
* «Der Iran hat die
internationale Gemeinschaft verspottet und verfolgt weiterhin seinen
festgelegten Plan, Nuklearwaffen herzustellen.
* Der Iran hat
angekündigt, dass er Israel zerstören werde und dass er, sobald er die
Nuklearwaffen habe, dies auch tun werde.
* Der Iran ist der
Hauptunterstützer des Terrorismus, und sobald er die Nuklearwaffen
hat, wird er diese Waffen Terroristen geben, die sie in New York,
London oder Tel Aviv detonieren lassen. Er wird auch Raketen mit
Nuklearwaffen bestücken, die auf Europa und die USA gerichtet sind.
* Ich habe gesagt,
dass ich nicht untätig bleiben werde, während die Gefahren zunehmen.
Nichtsdestoweniger achte ich auf diejenigen, die sagen, es sei immer
noch Zeit, den diplomatischen Weg zu verfolgen, obwohl dessen Erfolg
eher unwahrscheinlich ist. Doch ich bin hier, um anzukündigen, dass
wir uns diesen Luxus nicht länger leisten können.
* Tausende von
iranischen Vögeln werden ihre Reise entlang ihrer Flugrouten in den
kommenden Tagen antreten. Ihre Routen werden sie nach Europa und in
die Vereinigten Staaten führen. Das ist eine Tatsache, und niemand
kann die Vereinigten Staaten beschuldigen, dies erfunden zu haben.
(süssliches Lächeln)
* Das von der
britischen und US-amerikanischen Regierung gesammelte geheime
Nachrichtenmaterial zeigt, dass iranische Wissenschafter einen
mutierten Stamm des H5N1-Virus entwickelt haben, der von Mensch zu
Mensch übertragen werden kann. Weltgesundheitsbehörden und -experten
haben davor gewarnt, dass solch ein Virus zu einer
Vogelgrippe-Pandemie führen werde, die bis zu 150 Millionen Menschen
töten könne. Iranische Vögel haben bereits unschuldige Vögel unserer
Alliierten in Europa infiziert und getötet.
* Schon ein einziger
Vogel, der den mutierten Stamm in sich trägt, kann diesen auf
unzählige andere Vögel und Menschen übertragen und dadurch einen
Alptraum unvorstellbaren Ausmasses auslösen.
* Ich verlange von
der iranischen Regierung, dass sie sofort alle Stämme dieser mutierten
Viren zerstört und der internationalen Gemeinschaft unbestreitbare
Beweise vorlegt, dass sie dies auch getan habe.
* Wenn wir schon
dabei sind, verlange ich von der iranischen Regierung, dass sie sofort
alle ihre doppelt nutzbaren Nuklearanlagen zerstört. Dies gilt auch
für das Wissen über Nuklearwaffen, einschliesslich der Physikbücher,
die nach dem 27.9.1905 geschrieben wurden.
* Ich verlange von
der iranischen Regierung, dass sie umgehend alle militärischen,
industriellen, wissenschaftlichen, medizinischen und
landwirtschaftlichen Einrichtungen öffnet, damit vollständige und
uneingeschränkte internationale Inspektionen durchgeführt werden
können.
* Ich verlange von
der iranischen Regierung, dass sie sofort und nachvollziehbar die
Sumpfgebiete in Gilan, Khuzestan und Hamoon zerstört, in denen die
todbringenden Vögel brüten, die uns angreifen werden.
* Die iranische
Regierung hat 24 Stunden Zeit, auf diese angemessenen Forderungen
einzugehen. Ihre Weigerung, dies zu machen, wird einen militärischen
Konflikt nach sich ziehen, der dann anfängt, wenn wir es wollen.»
Der Rest des
Szenarios, zum Beispiel «[wir] taten nichts, womit wir diese Bedrohung
verdient oder heraus-gefordert haben», «bevor der Tag des Horrors
kommen kann, bevor es zu spät ist zu handeln, wird diese Gefahr
beseitigt werden», und andere ähnliche Stellungnahmen können von der
Rede vom
17. März 2003
eins zu eins übernommen werden. Die Bombardierungen werden unmittelbar
nach Ablauf des 24-stündigen Ultimatums beginnen. Willkommen William
McGurn.*
Warum es
nicht gelingen wird
Natürlich gibt es da
ein kleines Problem: Es wird
keinen Beweis dafür geben, dass der Iran das tödliche
Virus herstellen kann. Das macht aber nichts. Der Iran wird 24 Stunden
Zeit haben zu beweisen, dass er kein Virus herstellt. Der Beweis, dass
Bushs Behauptung falsch ist, wird im radioaktiven Fallout begraben
werden und nicht mehr wieder herstellbar sein. In der Logik der
Administration muss diese Behauptung wahr sein, auch wenn es nicht
möglich ist – jenseits begründeter Zweifel – zu beweisen, dass ihre
Behauptung unwahr war. Aufgrund früherer Erfahrungen vertrauen sie
darauf, dass das amerikanische Volk sie behandelt, wie die
Rechtssprechung es verlangt: unschuldig – auch wenn verdächtigt – bis
die Schuld bewiesen wurde. Das reicht ihnen für das gegebene wichtige
Ziel, das sie erreichen werden.
Aber es könnte nicht
gelingen, da es schon in diesem Artikel und anderswo dargestellt
wurde. Die Tatsache, dass ich und andere diese Ereignisse voraussagen
können, beweist, dass sie sich nicht auf reale Fakten stützen, die von
Geheimdiensten ermittelt wurden. Ich habe keinen Zugang zu
Geheimdienstinformationen über die iranische Biowaffentätigkeit. Diese
künftigen Ereignisse können auf Grund öffentlich zugänglicher
Informationen vorausgesagt werden, da sie nicht auf Fakten, sondern
auf einem gefährlichen Plan beruhen: Es sollen Bedingungen hergestellt
werden, die der amerikanischen Bevölkerung den US-Nuklearangriff auf
die iranischen Untergrundanlagen schmackhaft machen.
Es könnte nicht
gelingen, weil diejenigen, die in diesen Plan oder in Teile davon
eingeweiht sind, immer noch Zeit haben zu wählen, und so den Plan
verhindern könnten: etwas ausplaudern, Befehle missachten oder von
ihren Posten zurücktreten. Sie könnten mit ihren Kollegen sprechen und
sie davon überzeugen, den Plan nicht durchzuführen.
Oder vielleicht wird
sich das amerikanische Volk in Massen melden, wenn dem Iran das
Ultimatum gestellt wird, und verlangen, dass die Administration einen
Rückzieher macht. Andere haben dies gemacht und hatten Erfolg.
Vielleicht wird sich das Militär – angesichts der überwältigenden
Opposition des Volkes – kollektiv weigern, den Plan weiter zu
verfolgen.
Wenn die
Administration den Angriff durchführt, werden wir zumindest wissen,
dass es ein abscheuliches Verbrechen ist. Die Terroristen, die sich an
Amerika rächen werden, werden es auch wissen und die Amerikaner werden
wissen, warum sie angegriffen werden. Letzten Endes werden wir eine
neue Administration einsetzen, welche die Verbrecher rasch vor Gericht
bringen und mit angemessenen Urteilen bestrafen wird.
* William McGurn ist
Leitkommentator des Wall Street Journal, das der Bush-Regierung
sehr nahe steht.
Quelle: www.antiwar.com
Originalartikel bzw.
ergänzende Info
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