Die Protestmärsche in den USA
gegen die Bush-Regierung

 Thousands in New York march against war

Saturday, April 29, 2006; Posted: 2:15 p.m. EDT (18:15 GMT)    ( > deutscher Text weiter unten)

NEW YORK (AP) -- A day after the military announced that April was the deadliest month for U.S. forces in Iraq this year, thousands of anti-war demonstrators marched Saturday through lower Manhattan to demand an immediate withdrawal of troops.

Cindy Sheehan, a vociferous critic of the war whose soldier son also died in Iraq, joined in the march, as did actress Susan Sarandon and the Rev. Jesse Jackson.

"End this war, bring the troops home," read one sign lifted by marchers on the sunny afternoon, three years after the war in Iraq began. The mother of a Marine killed two years ago in Iraq held a picture of her son, born in 1984 and killed 20 years later.

One group marched under the banner "Veterans for Peace."

"We are here today because the war is illegal, immoral and unethical," said the Rev. Al Sharpton.

"We must bring the troops home."

Organizers said the march was also meant to oppose any military action against Iran, which is facing international criticism over its nuclear program. The event was organized by the group United for Peace and Justice.

The march stepped off shortly after noon from Union Square, with the demonstrators heading for a rally between a U.S. courthouse and a federal office building in Lower Manhattan.

The military said Friday that at least 69 U.S. troops have died in Iraq in April.

That figure is well below some of the bloodiest months of the Iraq conflict, but is a sharp increase over March, when 31 were killed. January's death toll was 62 and February's 55. In December, 68 Americans died.

Find this article at:
www.cnn.com/2006/US/04/29/war.protest.ap/index.html

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MASSENDEMO IN MANHATTAN  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,413917,00.html

Zehntausende demonstrieren für Irak-Abzug

Bei einer Grossdemonstration in New York haben viele zehntausend Menschen einen sofortigen Abzug der US-Truppen aus dem Irak gefordert. Unter den Kriegsgegnern waren Prominente wie Bürgerrechtler Jesse Jackson und Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon - und die "Peace Mom"

New York - Zu dem Protest aufgerufen hatte ein Bündnis von Veteranen, Bürgerrechtlern, Gewerkschaften, Angehörigen von Soldaten und Umweltschützern. Eine Gruppe marschierte unter dem Banner "Veteranen für Frieden". Die Organisatoren sprachen von 300'000 Teilnehmern. Die Polizei wollte hierzu keine Angaben machen. Die Demonstration sollte mit Blick auf die Teilwahlen zum Kongress im November auch ein innenpolitisches Zeichen setzen.

"König" Bush und Anti-Kriegs-Demonstranten in Manhattan: Veranstalter sprechen von 300.000 Teilnehmern

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Die Botschaft der Demonstranten an das Weisse Haus und den Kon-gress laute, "dass wir diesen Krieg jetzt beenden, unsere Soldaten nach Hause bringen und auch die Angriffe auf die Bürgerrechte im eigenen Land beenden müssen", wie Organisator Leslie Cagan vom Anti-Kriegs-Bündnis United for Peace and Justicesagte. "Wir sind heute hier, weil der Krieg unrechtmässig, unmoralisch und un-ethisch ist", sagte der Geistliche und Bürgerrechtler Al Sharpton.

Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass allein im April 69 US-Soldaten im Irak getötet wurden. Seit Kriegsbeginn kamen mindestens 2'399 US-Soldaten im Irak ums Leben.

Viele Teilnehmer des Protestmarsches trugen Fotos von im Irak umgekommenen Familienmitgliedern mit sich. "Wir müssen die Soldaten zurückholen", sagte Sarandon vor den Demonstranten. "Und wir müssen damit aufhören, all dieses Geld in dieses schreckliche Verbrechen von einem Krieg zu pumpen, damit es zuhause eingesetzt werden kann, wo es so dringend gebraucht wird."

Peace Mom Sheehan: "Wir sind keine Randgruppe mehr"

Nach dem Marsch hielten die Demonstranten ein fünfstündiges Festival ab. Während dieser Zeit verpflichteten sich die Teilnehmer mit Unterschriften, bei den Wahlen im November niemanden zu wählen, der nicht für einen sofortigen Abzug der Truppen aus dem Irak eintritt.

Unter den Demonstranten war auch die prominente Friedensaktivistin Cindy Sheehan. Sheehan, deren Sohn 2004 in Bagdad bei einem Rebellenangriff getötet worden war, hatte aus Protest gegen den Irakkrieg im Sommer vergangenen Jahres vor der Ranch von Präsident George W. Bush in Texas campiert und dadurch internationale Berühmtheit erlangt. Sie betonte am Samstag, die hohe Teilnehmerzahl bei dem Protestmarsch zeige, dass sich die allgemeine Stimmung in den USA immer mehr gegen den Militäreinsatz im Irak wende: "Wir sind keine Randgruppe mehr. Wir sind das Mainstream-Amerika", sagte Sheehan.

Die Veranstalter wollten nach eigenem Bekunden ausserdem gegen einen möglichen Militäreinsatz gegen den Iran im Zusammenhang mit dem Streit um das iranische Atomprogramm protestieren. "Wir wurden belogen, und sie werden uns wieder belügen, um uns einen Krieg im Iran zu bringen", sagte die Demonstrantin Marjori Ramos.

itz/AFP/AP              (Hervorhebungen durch T.Steinemann)

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