Nahostkrieg-Informationen, 3.Fortsetzung

Interaktive Landkarte der Kriegsereignisse:
www.spiegel.de/flash/0,5532,13445,00.html

Der Krieg gegen Libanon 2006

2.August 2006

Iran droht mit "vernichtendem Schlag"

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat das Vorgehen der Vereinigten Staaten und Israels im Libanon scharf kritisiert. In einer am Mittwoch in Teheran veröffentlichten Erklärung, droht Chamenei den USA wegen ihrer Unterstützung Israels und dessen Angriffen auf die "Rechte der moslemischen Völker" mit einem "vernichtenden Schlag".

Chamenei mahnte die muslimische Welt zu Geschlossenheit im Kampf gegen Israel und den USA: "Alle islamischen Länder" sollten sich vereinigen und nicht zulassen, dass "der Feind durch Aufspaltungen gestärkt wird", hiess es in seiner Erklärung. "Die islamische Welt und die muslimische Jugend sollten wissen, dass aufopferungsvoller Widerstand die einzige Antwort auf die Aggressionen des zionistischen wilden Wolfes und des grossen Satans sind." Die Hisbollah im Libanon bilde die "heilige Front" aller islamischer Nationen und der Iran betrachte es als seine Pflicht, dem Libanon und Palästina zur Seite zu stehen.

Ähnlich äusserte sich die politische Führung des Iran. Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezich-tigte die USA und Grossbritannien der Mittäterschaft bei der israelischen Militäroffensive gegen die libanesische Hisbollah. Sie seien für die Opfer unter der Zivilbevölkerung im Libanon mitverant-wortlich, sagte Ahmadinedschad in einer Rede im Nordosten Irans. "Die USA und Gross-britannien sind Komplizen bei allen Verbrechen, die von dem zionistischen Besatzungs-regime begangen werden", sagte er. Beide Staaten seien nicht geeignet für einen Sitz im Weltsicherheitsrat, und das noch mit Vetorecht. Sie gehörten stattdessen vor Gericht gestellt.

Ahmadinedschad forderte ein sofortiges Ende der israelischen Angriffe auf den Libanon und den Austausch in israelischen Gefängnissen einsitzender Libanesen gegen die von der Hisbollah verschleppten zwei israelischen Soldaten.

Israel reagierte am 12. Juli mit der Militäroffensive auf die "Verschleppung" der beiden Soldaten (richtig: Provozierte Gefangennahme auf libanesischem Boden).

Im Kampf gegen die Hisbollah-Miliz stösst die israelische Armee unterdessen immer weiter auf libanesisches Gebiet vor. Nach Berichten von Korrespondenten konzentrieren sich die Gefechte derzeit auf die Region um die Hisbollah-Hochburg Baalbek im Nordosten des Landes. Dort kamen bei Luftangriffen und Boden-Kämpfen 19 Zivilisten ums Leben. Die israelische Armee nahm nach eigenen Angaben mehrere Hisbollah-Kämpfer gefangen. Auch im Süd-Libanon rücken mit Panzern geführte Truppen gegen Stellungen der radikal-islamischen Miliz vor.

Die Hisbollah ihrerseits feuerte rund 50 Raketen auf den Norden Israels ab. Vom Gazastreifen aus wurde die Stadt Aschkelon unter Beschuss genommen. Der stellvertretende israelische Regie-rungschef Schimon Peres geht davon aus, dass die Militär-Offensive noch Wochen andauern wird. US-Aussenministerin Condoleezza Rice hält dagegen eine Waffenruhe innerhalb der kommenden Tage für möglich. Der britische Premier Tony Blair sagte, wenn der aktuelle Libanon-Konflikt gelöst sei, müsse man im Anti-Terror-Kampf über ein neues Konzept nachdenken.

Quelle: N24.de, Netzeitung

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Quelle: www.wsws.org/de/2006/aug2006/liba-a03.shtml

4.8.2006 (....) Laut Augenzeugenberichten aus der Stadt Baalbek in der Bekaa-Ebene bombardier-ten israelische Kampfhubschrauber ein Krankenhaus voller Menschen, die bei vorhergeh-enden Angriffen verletzt worden waren und sich dort in Behandlung befanden. (....)

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"Spass am Töten"

Israelischer Pilot mit Kampfbomber F-16 über Fallujah greift brutal in Bodenkampf ein

Video:  www.adelaideinstitute.org/images/anis/fallujah.wmv   >Vergewissere dich, dass der Ton deines Computers eingeschaltet ist, damit du den Piloten sprechen hörst.

Originalton: "Der Pilot sieht das Video auf seinem Überkopf-Display und bemerkt eine Gruppe Kämpfer, die das angepeilte Gebäude verlassen, um die Ecke gehen und die Strasse hinunter streben (vermutlich) in Richtung einer aktiven Kampfhandlung (Feuergefecht). Der Pilot benachrichtigt den FAC von dem Wechsel des Zielzustandes und dass er lieber auf die Kämpfer zu zielen wünscht, die auf dem Weg zu dem Schusswechsel sind, als auf das leere Haus. Die Genehmigung wird gewährt und Tod und Zerstörung regnen herab."

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