Nahostkrieg-Informationen, 4.Fortsetzung

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Stellungnahme zum Verhalten
des Schweizer Bundesrates zum Nahostkrieg

>Entschuldigung an die täglichen Leserinnen und Leser von 7stern.info:
Auf dieser Seite sind - mit Absicht - einige Wiederholungen von früheren Seiten

Micheline Calmy-Rey in Zürich:
«Nicht hinnehmbare zivile Opfer»

 


Neutralität als Streitpunkt

1.08.2006 -- Tages-Anzeiger Online

Die Schweizer Haltung zum Krieg im Nahen Osten war in den Ansprachen der Bundesrätinnen und Bundesräte zum Nationalfeiertag ein prägendes Thema. Grosse Unterschiede herrschen darüber, was Neutralität bedeu-tet.

«Wer schweigt, wenn unschuldig Zivilisten das Ziel unterschiedsloser Militäraktionen werden, oder wer sich nicht gegen den Terror erhebt, ist nicht neutral», sagte Micheline Calmy-Rey an den Bundesfeiern in Zürich und im Genferischen Onex. «Er ist damit einverstanden.»

Man würde es nicht verstehen, wenn die neutrale Schweiz als Depositär-staat der Genfer Konventionen zur Bombardierung des südlibanesischen Dorfes Kana und zum Tod unschuldiger Kinder oder Frauen einfach schwei-gen würde, befand Calmy-Rey. «Damit würde das Land seine internationale Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.»

Kein Krieg zwischen Staaten

Eine Klärung der Rechtslage erwartet Bundesrat Christoph Blocher vom Neutralitätsbericht, den das Aussenministerium auszuarbeiten hat, wie er am Rande der Bundesfeier im Waadtländer Ort Mont-sur-Rolle gegenüber sagte. Für ihn stehen nicht zwei Staaten im Krieg. Vielmehr kämpfe ein Staat gegen eine «Terroristengruppe».  (>Hausaufgaben machen, Herr Blocher!  tst)

21. Juli 2006   Nach israelischem Bombenangriff auf Beirut

4.Aug. 2006  Neue brutale Bombenangriffe auf Beirut

Und dies soll "kein Krieg" sein, Herren Bundesräte? (Wieso gehen Sie nicht
dorthin in die Ferien?)

In seiner Rede beschwor er die Unabhängigkeit und die Neutralität der Schweiz. Diese Werte hätten das Land stark und wohlhabend gemacht. Die paar Male, als die Schweiz die Neutralität vergessen habe, sei es ihr fast an den Kragen gegangen.  (Und jetzt heisst „Neutralität“ für Sie einfach „wegschauen und erst mal abklären“.  Das ist beschämend, mein Lieber Christoph Blocher! tst).

Wider die Gleichgültigkeit

Bundespräsident Moritz Leuenberger wandte sich in seiner Radio- und Fernsehansprache gegen die Gleichgültigkeit - ebenfalls mit Blick auf den Nahen Osten. Die Schweiz sei keine Insel. Was es bedeute, Nachbarn ausgesetzt zu sein, die Vernichtung und Zerstörung suchten, erlebten Menschen in Libanon und in Israel. «Ihr Schicksal ist uns allen nicht gleichgültig. Wir setzen uns für sie ein und auch dafür, dass die Gewalt ein Ende hat.»   Bravo, Moritz!  Thyl

Calmy-Rey gegen Bundesrat

Neben der Haltung der Schweiz zum Nahost-"Konflikt" thematisierten die Mitglieder der Landesregierung auch Abstimmungsvorlagen. Micheline Calmy-Rey distanzierte sich von der Haltung des Bundesrates: «Ich verhehle Ihnen nicht, dass ich besorgt bin über die jüngsten Entwicklungen im Asyl- und Ausländerrecht», sagte sie.

Bundesrätin Doris Leuthard hingegen vertrat in ihrer ersten 1.- August-Ansprache als Regierungsmitglied die Haltung des Bundesrates. Beim Ausländergesetz gehe es darum, den Zugang zum Arbeitsmarkt der Schweiz zu regeln, um der Schwarzarbeit und dem Schlepperwesen einen Riegel zu schieben, sagte sie in Eischoll VS.

An der Bundesfeier auf dem Rütli bekräftigte der ehemalige Swisscom-VR-Präsident Markus Rauh seinerseits sein Nein zur Verschärfung des Asylgesetzes. Es sei keine Heldentat, auf die Schwächsten loszugehen. Die Schweiz müsse ihren humanitären Grundwerten verpflichtet bleiben. (grü/raa/ap)

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Tages-Anzeiger vom 27.07.2006

Niederlage für Calmy-Rey  (oder eher Schande für die übrigen Bundesräte? tst )

Der Bundesrat weigert sich, im Konflikt zwischen Israel und Libanon von einem Krieg zu reden und das Neutralitätsrecht anzuwenden. Die humanitäre Hilfe soll aber verstärkt werden.   (Na denn, lasst euch weiter die Städte bombardieren und eure Kinder zerstückeln, wir schicken euch dann aus der Schweiz ein paar Medikamente und Fränkli! tst)

   

Von Annetta Bundi, Bern

Der Bundesrat ist über die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten tief besorgt. (wirklich? - Warum wird denn nicht SOFORT und KONKRET gehandelt? tst) Wie Aussenministerin Micheline Calmy-Rey gestern nach der eigens zu diesem Thema einberufenen Sitzung erklärte, bedauere die Regierung die menschliche Tragödie, die sich dort abspielt. Wichtiges Anliegen der Schweiz sei es nun, das Elend in der Region zu bekämpfen. (Schönes "Bedauern", wenn man sich nicht einmal getraut, die Verursacher dieses himmeltraurigen, scheusslichen Krieges zu nennen! Noch einmal: Hausaufgaben machen und dann HAAANDEEELN! tst)

Zu diesem Zweck hat der Bundesrat gestern fünf Millionen Franken bewilligt. Die Gelder werden dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) für die Soforthilfe überwiesen. Falls die Mittel nicht ausreichen sollten, um die Not zu lindern, wird die Schweiz ihren Beitrag aufstocken. Entscheidend ist, zu welcher Einschätzung die 30 ins Krisengebiet entsandten Spezialisten kommen.  (Heisst dies also:  U$rael führt im Auftrag der U$A einen Vernichtungskrieg gegen seine umliegenden Länder, damit ein „Nahostblock“ geformt wird um die Vormachtstellung der U$A im Nahen Osten definitiv zu sichern. Und für die Schäden sollen dann die Schweiz und Deutschland aufkommen, oder?“ tst)

Mit den Evakuierungsaktionen der letzten Tage ist der Bundesrat zufrieden. Dadurch konnten 875 Schweizerinnen und Schweizer den Libanon verlassen. 215 wollen bis auf weiteres im Land bleiben. Ungeklärt ist jetzt einzig noch, wie die 10 im Südlibanon blockierten Personen in die Schweiz zurückgeführt werden können. Das beschäftige den Bundesrat sehr, sagte Calmy-Rey. Von 3 Schweizern habe man leider keine Nachricht.

Mit «politischem Signal» aufgelaufen

Viel mehr konnte die Aussenministerin nicht verkünden, obwohl sie gern weitere Massnahmen beschlossen hätte: Gemäss gut unterrichteten Quellen wollte Calmy-Rey den Bundesrat dazu bringen, die gewalttätigen Auseinander-setzungen zwischen der israelischen Armee und der Hizbollah-Miliz nicht mehr verharmlosend als Konflikt, sondern als Krieg zu bezeichnen (was ja zwischen der U$A und U$rael auch mit langer Hand vorbereitet wurde und nichts Anderes ist. Die ersten sieben MOAB 10 Tonnen-Bomben (!) wurden ja von U$A- Bombern abgeworfen; tst). Dann käme das Neutralitätsrecht zum Zug - und die Schweiz wäre gezwungen, Exporte von Kriegsmaterial an die kriegsführenden Staaten sowie allfällige Überflüge über die Schweiz zu verbieten.

Der Antrag der Aussenministerin fand im Kollegium jedoch kein Gehör. Damit betreibe man bloss symbolische Politik, befand die Mehrheit. (Hier geht es aber keineswegs mehr um „Symbolik“, sondern um Hunderte von unschuldigen Menschenleben und um Tausende Verletzter! tst). Schliesslich verkaufe die Schweiz den Konfliktparteien schon heute weder Waffen noch Kriegsmaterial. Momentan laufen aus der Schweiz heraus tatsächlich keine Geschäfte dieser Art. Nach Auffassung von Calmy-Rey könnte die Schweiz mit der Anwendung des Neutralitätsrechts der internationalen Staatengemeinschaft jedoch ein wichtiges «politisches Signal» geben, wie sie in den letzten Tagen mehrmals zu verstehen gab. (Bravo Frau Bundesrätin! tst). Diese Einschätzung deckt sich mit der Haltung der Linken. Eine offensivere Politik würde der Schweiz gut anstehen, finden deren Vertreter (siehe Text unten).

Der Umgang mit dem Neutralitätsrecht führt in der Schweiz nicht zum ersten Mal zu Diskussionen: Kurz vor Ausbruch des Irakkriegs verbot die Schweiz im Februar 2003 den USA, ihren Luftraum für militärische Zwecke zu benutzen. Als die Amerikaner einen Monat später ohne Ermächtigung des Uno-Sicherheitsrats in den Irak zogen, erklärte der Bundesrat das Neutralitätsrecht für anwendbar. Gleichentags untersagte er Kriegsmaterialexporte, und die Luftsperre wurde auf Aufklärungsflüge ausgeweitet. Private Firmen durften zwar weiterhin mit Rüstungsgütern geschäften, brauchten dafür aber eine Bewilligung.

Kritiker bangen um Ruf der Schweiz

Dieser Fall ist insofern interessant, als die SVP vom Bundesrat nach dem Krieg einen Bericht zur Neutralitätspolitik verlangte und sich dieser in der Folge ausführlich dazu äusserte. «Ein mit Kampfhandlungen verbundenes Eingreifen der Streitkräfte eines Staates (. . .) auf dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates ohne ausdrückliches Mandat oder ohne Ermächtigung des Uno-Sicherheitsrats ist grundsätzlich als bewaffneter zwischenstaatlicher Konflikt zu betrachten, auf den das Neutralitätsrecht anwendbar ist», stellte der Bundesrat im Bericht klar. So weit will er heute ganz offensichtlich nicht mehr gehen.

Sehr zurückhaltend gibt er sich auch in der Frage, ob sich die Schweiz an einer Friedenstruppe für den Libanon beteiligen soll. Dazu sei kein Entscheid gefällt worden, sagte Calmy-Rey. Die Entsendung von Soldaten zum Schutz der Schweizer Botschaft in Beirut ist vorderhand auch kein Thema. Der Bundesrat verzichtete zudem darauf, die israelischen Angriffe als «unverhältnismässig» zu kritisieren, wie es die Aussenministerin bis vor kurzem noch tat. Gestern wagte Calmy-Rey nicht mehr, dieses Wort in den Mund zu nehmen.  (Maulkorb!  Das ist die „freie Schweiz" - unser Bundesrat! tst).

Angesichts der Kritik, die sie für ihre Politik laut gut unterrichteten Quellen im Bundesrat einstecken musste, erstaunt das nicht. Mit ihrem Vorpreschen (was heisst hier "vorpreschen", wenn sie das einzig Richtig sofort tut, wie es ja auch ihre klare Aufgabe ist - ihr Leisetreter, schämt Euch! tst) mache sich die Schweiz für diplomatische Vermittlerdienste unmög-lich, wurde ihr vorgeworfen (Blödsinn! tst). Die Schweiz müsse sich auf humanitäre Aufgaben konzentrieren, statt andere Staaten zu belehren. (also doch:  Neutralität = wegschauen; tst)

Inzwischen hat die Schweiz bereits 800 Kilogramm Medikamente und 7 Tonnen anderer Güter in die Krisenregion geschickt. Zudem beteiligt sie sich am Bau eines Flüchtlingscamps. Geholfen wird den Libanesen auch vom Schweizeri-schen Roten Kreuz (unter höchster Lebensgefahr, denn auf Fahrzeuge mit roten Kreuzen wird von Israels Kampf-bombern gezielt geschossen! tst), gestern hat es dafür die Gelder aufgestockt.

>zugehöriger Text

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Meine Stellungnahme: 

„Wegsehen als neue Definition von Neutralität?“

Langsam, aber sicher wird klar, was wir von unseren Landesvertretern halten können. Das ist gut so!

Wenn Micheline Calmy-Rey die Einzige im Schweizer Bundesrat ist, welche zu den Kriegsverbrechen U$raels mutig Stellung nimmt, und von ihren feinen Kollegen prompt zurecht gewiesen wird, dann müssen wir Schweizer, die noch unabhängig denken können, uns ernsthaft fragen, ob sich die Schweiz als „neutrales Land“ und als Gründerstaat des Roten Kreuzes solche Personen in der eigenen Landesregierung noch leisten kann, die bei dieser Katastrophe einfach wegschauen, die sich seit dem 12. Juli im Nahen Osten zu einem atomaren Flächenbrand ausweiten könnte, wenn den Aggressoren nicht ganz klar ein Ultimatum zum Aufhören gestellt würde.

Es ist für mich, für einen grossen Teil des Schweizer Volkes und wohl für die meisten der gegen tausend Besucher, die mein Internet-Web www.7stern.info täglich besuchen, unverständlich, dass es in Deutschland und in der Schweiz so viele „Volksvertreter“ gibt, welche offenbar ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht haben und deshalb keine Ahnung zu haben scheinen (oder wollen?), wer die wirklichen Aggressoren sind und was sie damit bezwecken.

Dass die Mainstream-Medien grosse Mühe haben, die Wahrheit zu sagen, aber keine Probleme damit, die wahren Tatsachen der Hintergründe der amerikanisch-israelischen Pläne, Machenschaften und Aggressionen zu verdrehen, haben wir unabhängige Beobachter des Weltgeschehens längst feststel-len müssen. 

Es ist beschämend, dass mutige Persönlichkeiten wie z.B. Mahmoud Ahmadinedjad (Iran) oder Toivo Kettukangas (Finnland) peinliche Fragen stellen müssen, die sowohl in Deutschland als in der Schweiz unter Strafe stehen (!). Es gibt also zionistische Dogmen, mit welchen ganzen Ländern ein Maulkorb angehängt wird um sicher zu stellen, dass die „Neue Weltordnung“ einer Dunkelmacht etabliert werden kann, die weder Moral, noch Ethik, noch irgendwelche Menschenrechte kennt. Einer Dunkelmacht, die sich hinter armseligen „Marionetten und Strohmännern“ wie z.B. George W. Bush und hinter sinnwidrigen Gesetzen wie z.B. das so genannte "Antirassismusgesetz" verstecken um ihr übles Machwerk ausführen zu lassen und über Leichen zu gehen, egal ob es Einzelne oder ganze Völker sind, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen oder vor Gericht gebracht werden zu können.

Ich appelliere hier nochmals mit aller Eindringlichkeit an ALLE Personen, die in wichtigen Stellungen in Regierungen, Firmen, Medienredaktionen, Schul-leitungen usw. sind:

ã    Macht endlich eure Hausaufgaben und lest Bücher, in denen die Ursachen der heutigen Weltprobleme kompetent, korrekt und schonungslos dargestellt sind! Prospekte sind erhältlich bei www.kopp-verlag.de  (Schon das eingehende Studium der Buchbeschreibungen in diesen Prospekten dürfte Vielen die Augen öffnen und das Bedürfnis wecken, sich wahrheits-gemässer zu informieren.)

ã    Werdet euch klar, dass unsere verheerenden Weltprobleme NIEMALS mit Gewalt gelöst werden können – einzig die Entfernung des „organisierten, absolut Bösen“ von unserem wunderbaren blauen Planeten Erde (aber dies sollten wir einer „Höheren Macht“ überlassen).

ã    Und wenn Ihr der Wahrheit näher gekommen seid und Bescheid wisst über die wichtigsten Fakten der Weltübel, so nehmt endlich klar und mutig Stellung gegen ALLES, was nur dazu dient, die Menschheit weiter zu unterdrücken, die Armen ärmer, leidender und verzweifelter, die Reichen aber (noch) reicher zu machen!

ã    Leistet wo Ihr könnt einen Beitrag an die Demaskierung der Dunkelmächte und ihrer Menschen verachtenden Pläne (z.B. die "Protokolle")!

ã    Unterstützt alle Initiativen ehrbarer Freiheitskämpfer, die nichts Anderes wollen, als die Unter-drückung der Menschheit durch die Dunkelmächte beenden und die Freiheit erkämpfen, die durch die international festgelegten Menschenrechte jedem Individuum zugesichert sind (wären...)!

So sei es! Thyl Steinemann, Siat, 4.August 2006

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Gegenstandpunkt  -  Deutsche Juden gegen israelische Angriffe

18.07.2006  

     Am vergangenen Freitag, 14.Juli  hatte der „Zentralrat der Juden in Deutschland“ (der sich anmaßt, ungefragt ALLE Juden Deutschlands zu vertreten; tst) eine Presseerklärung veröffentlicht, in der die "einseitige Kritik an Israel scharf zurückgewiesen" wurde.

     "Die Verantwortung für die aktuelle Situation trägt nicht Israel, sondern die libanesische Regierung, die seit Jahren nicht ihrer Verpflichtung nachkommt, die terroristische Hisbollah aufzulösen", so die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch in der Erklärung.

      Tatsächlich spricht der Zentralrat hier aber keineswegs für alle Juden in Deutschland. So veröffentlichte die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost", die deutsche Sektion der Organisation "European Jews for a Just Peace" (EJJP) am Montag ihrerseits eine Erklärung, die hier vollständig dokumentiert wird:

Wider die Kriegshandlungen Israels im Gazastreifen und in Libanon -
Stellungnahme zur Presseerklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland

      Ungeachtet der Frage, ob die Entführung israelischer Soldaten oder das Abfeuern von Quassam-Raketen auf israelische Ortschaften angesichts der Absperrung und Besatzung des Gaza-Streifens durch Israel legitim sind oder nicht und jenseits einer Klärung der Schuld an der gegenwärtigen Situation, nimmt die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost zu den gegenwärtigen Vorgängen im Gaza-Streifen und in Libanon wie folgt Stellung: Die Angriffe der israelischen Armee gegen die Zivilbevölkerung, die Zerstörung von Elektrizitätswerken, Flughäfen, Brücken, Straßen und anderen Einrichtungen der lebensnotwendigen Infrastruktur sind unverhältnismäßig und inakzeptabel. Ohne die Intervention der Regierungen der internationalen Völkergemeinschaft drohen die gegenwärtigen Kriegshandlungen Israels zu einem Flächenbrand zu eskalieren, der die gesamte Region erfassen könnte. Noch ist es möglich, umzukehren. Noch kann ein Weg zu einem dauerhaften Frieden eröffnet werden.

      Die Geschichte Israels und Palästinas belegt seit 1948 unmissverständlich: Ein dauerhafter Frieden kann durch Krieg und Zerstörung nicht erzielt werden. Jeder Waffengang brachte bisher nur Blutvergießen sowie den Verlust bitter benötigter Ressourcen. Das Ergebnis: Leid und Hass auf beiden Seiten.

      Es ist an der Zeit, daß die internationale Gemeinschaft, allen voran die EU-Regierungen und die USA, sich besinnen und, ehe es zu spät ist, die israelische Regierung zwingen, von einem Kriegspfad abzukehren, der schon jetzt außer Kontrolle geraten ist.

      Es ist an der Zeit, daß die Vereinten Nationen - anstelle bloßer Lippenbekenntnisse - endlich Schritte einleiten, die geeignet sind, das Leben und Überleben von Millionen Menschen in der Region wirksam zu schützen.

      Es ist an der Zeit, daß die Regierungen Europas alle politischen und wirtschaftlichen Mittel, einschließlich Sanktionen, einleiten, um die israelische Regierung zu Verhandlungen mit der gewählten Regierung der Palästinenser zu bewegen.

      Es ist an der Zeit, daß die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die vorgibt, aus historischen Gründen eine besondere Verantwortung für die sechs Millionen in Israel lebenden Juden wahrnehmen zu wollen, konstruktive Beiträge zum jeweiligen Schutz sowohl der israelischen als auch der palästinensischen Bevölkerung einleitet. Die stattdessen praktizierte Waffenbrüderschaft mit der israelischen Armee, die Lieferung von Waffen zu Test- und Einsatzzwecken, schürt das Feuer. Sie verstößt zudem gegen die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland, die Waffenlieferungen in Kriegsgebiete aus eben diesem Grund strikt untersagt.

      Wir kritisieren den Zentralrat der Juden in Deutschland, der in einer am 14. Juli verbreiteten und vor allem an den Außenminister gerichteten Erklärung, die "einseitige Kritik an Israel scharf zurückweist". In dieser Erklärung wird die Politik der israelischen Regierung blind unterstützt. Das halten wir für verantwortungslos. Der Zentralrat kann in dieser Frage nicht im Namen aller in Deutschland lebenden Juden sprechen.

      Wir kritisieren den stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, der der Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) angesichts ihrer Einlassung im Berliner Tagesspiegel vom 16. Juli "antiisraelische Reflexe" vorgeworfen hat. Wer wie Herr Graumann indirekt sogar den Rücktritt einer Politikern fordert, hätte die Pflicht, die Bevölkerung darüber aufzuklären, daß die von ihr geäußerte Kritik und Besorgnis ausdrücklich beide Seiten in den Blick nimmt, die israelische und die palästinensische. Anderenfalls macht er sich schuldig, bloße Propaganda zu betreiben.

      Eine Beilegung der Feindseligkeiten, die zur aktuellen Eskalation geführt haben sowie eine vertragliche Übereinkunft zu einer dauerhaft tragfähigen Lösung hängen maßgeblich davon ab, daß die Regierung Israels ihre Weigerung aufgibt, mit der gewählten Regierung Palästinas zu verhandeln. Der Hauptdruck der internationalen Gemeinschaft muss daher gegen Israels Politik gerichtet sein, die unter Missachtung einschlägiger Bestimmungen des internationalen Rechts allein auf militärische Gewalt setzt.

      Der Aufbau der Vereinten Nationen nach der Niederschlagung der Naziherrschaft im Jahre 1945, die Verkündung der UN-Charta und das Regelwerk des Internationalen Rechts hatten von Anbeginn einen einzigen Zweck: Zu verhindern, daß ein Volk sich über ein anderes erhebt, es geringschätzig behandelt, unterdrückt oder terrorisiert und sicherzustellen, daß ein einzelner Staat die Territorialgrenzen des ihm zugeschriebenen Geltungsbereichs nicht eigenmächtig überschreiten oder gar einen Krieg gegen einen anderen Staat entfachen darf. Diese wichtigsten Errungenschaften der Menschheit werden nicht nur gefährdet, sondern regelrecht preisgegeben, wenn die internationale Gemeinschaft nicht umgehend einen Weg findet, Israel dazu zu bringen, alle bereits verabschiedeten UN-Resolutionen anzuerkennen, sich auf Verhandlungen mit der gewählten Regierung Palästinas einzulassen und auf einen Vertrag hinzuwirken, der die friedliche Koexistenz mit einem künftig an der Grenze Israels von 1967 zu errichtenden Staat Palästina sowie mit allen anderen Anrainerstaaten garantiert.

      Die Jüdische Stimme ist die deutsche Sektion der in zehn Nationen wirkenden European Jews for a Just Peace und versteht sich als Teil der internationalen Solidaritätsbewegung, die Palästina in seinem Kampf für Selbstbestimmung und die Widerstands- und Friedensbewegung in Israel unterstützt.

      Wir sind hier und anderswo immer noch zu wenige.

Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf. Bitte helfen Sie mit, einen Flächenbrand in Nahost abzuwenden. Noch ist Zeit! (gewesen – wurde aber nicht genutzt; tst).

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Ich habe am 29. Juli 2006 zu diesen Vorgängen im Nahen Osten im Internet-Web www.7stern.info wie folgt Stellung genommen:

Aufruf - Protest

Ich habe keine Lust, diese Kriegsberichterstattung in diesem Rahmen noch lange weiter zu führen.  Bis heute habe ich dies getan um aufzuzeigen, wie wichtig es ist, dass jetzt

weltweite Erkenntnis, Empörung und Proteste

zustande kommen über die brutalste Kriegführung Israels (und der U$A) gegen ein unschuldiges Volk.

Den Kräften des "Organisierten Bösen" muss jetzt endlich die Maske vor ihren Gesichtern herunter gerissen werden, ihre Menschen verachtenden Pläne aufgedeckt, veröffentlicht und die weitere Durchführung verhindert werden. Solange diese Dunkelmächte immer wieder an ihrem skrupellosen Werk weiter machen können (Durchsetzung der "Neuen Welt Ordnung"), kann das Neue Goldene Zeitalter NICHT beginnen.

Das jüdische Volk muss sich ganz klar von ihrer Kriegsregierung distanzieren. Es sind nämlich schon viele Israeliten, die sich gegen ihre brutale Regierung auflehnen, auch eine liebe, tüchtige jüdische Freundin von uns in Haifa, die als Therapeutin seit vielen Jahren mit Israelis und mit Arabern gleichberechtigt zusammenarbeitete, bis ihr dies durch die 8 Meter hohe Trennmauer und durch die rassistische Kriegsregierung verunmöglicht wurde.

Ich bin empört über das beschämende Verhalten der europäischen Regierungen, die ALLE Schiss haben vor den Amis und vor den Illuminaten, weil sie sich offenbar vor Sanktionen fürchten und die Wahrheit über die Jahrzehnte lange Unterdrückung der Menschheit durch die Dunkelmächte (worüber es Dutzende Bücher gibt!) keine Ahnung haben. Haben wir denn Menschenverachter, Volks- und Landesverräter in unseren Regierungen und Ämtern, die nicht einmal lesen können?

Hallo Leute!  Aufwachen! An die Hausaufgaben!

Selber denken, sich im Internet mit unzensurierten Wahrheiten informieren, statt in die Röhre gucken

und sich anlügen, ablenken und einschläfern lassen!
  Die Zeit des "laissez faire" ist definitiv abgelaufen -
wir MÜSSEN JETZT handeln,
wenn die Menschheit noch gerettet werden soll.

Ich werde diesen Aufruf an entsprechende Stellen weiter leiten und muntere euch auf, dies auch zu tun. Euch liebe, unermüdliche Leserinnen und Leser meiner Webseiten danke ich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, für die Weiterverbreitung und für die Aufmunterungen, die ich aus eurem Kreise mehrmals wöchentlich erhalte!

Lichtvolle Grüsse und Erlösungswünsche von eurem

 Thyl Steinemann

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„Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte:
die eine ist die offizielle, verlogene,
für den Schulunterricht bestimmte;
die andere ist die geheime Geschichte,
welche die wahren Ursachen
der Ereignisse birgt.“

- Honoré de Balzac -

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