Die Zeitqualität im Dezember

Eine Vorausschau von Mag. Amadea Susanne Linzer

Den Herzensmut nach aussen kehren

Sanft hat uns der November aus allen Wirbelstürmen entlassen. Mit milden Temperaturen empfängt uns der Dezember und breitet langsam den Wintermantel über uns. Zu keiner anderen Jahreszeit ist die Polarität von "innen" und "aussen" so deutlich wahrnehmbar wie im Dezember. Um uns her-um wird kollektiv Weihnachten inszeniert. Die Strassen werden jeden Tag greller, lauter und voller.

Der Punschgeruch weitet sich aus zu einer grossen Wolke süsslicher Betäubung. Zu Hause ist es still.  eine Kerze leuchtet den Weg durch die Nacht. Sie dauert bereits fast 15 Stunden. Genug Zeit, um in die Weite zu sehen und Gedanken über die Zukunft zu formulieren.

Das Sternzeichen "Schütze" ist Sinnbild für Bewegung, Leichtigkeit und Optimismus. Nichts ist so hell wie Zuversicht nach dunklen Tagen.

Wenn alle Wunden ausgeblutet, Tränen getrocknet und ein Abschnitt beendet ist, hebt sich der Blick nach vor: Was nun? Wohin führt das Licht in der Nacht? Wo leuchtet mein Stern?

Immer wieder kommen wir an Kreuzungen, wo Weichen gestellt und Richtungen bestimmt werden. Nun ist so eine Zeit. Lange Zeit sind wir parallel gefahren und hatten die Wahl zwischen zwei Wegen. In den vergangenen Monaten haben wir letzte Entscheidungen getroffen. Die Weichen sind nun gestellt und wir tun gut daran, die getroffene Wahl bewusst zu machen. Wohin geht die Reise?

Der Planet Jupiter braucht 12 Jahre um einmal den Tierkreis zu durchlaufen. Zur Zeit befindet er sich in seinem eigenen Revier, im Zeichen Schütze und unterstützt den Prozess des Aufstiegs auf allen Ebenen. Jupiter's Energie begünstigt speziell das Streben nach Wissen und Weisheit, die Erkenntnis und Ausdehnung unseres Wirkungskreises, die Erweiterung, Ausdehnung, Öffnung, kurzum: den Aufstieg. Das stark bestrahlte Schütze-Haus ist eine Aufforderung, Pläne zu schmieden, Schritte zu setzen und sich etwas Grossartiges zuzutrauen. Die Weichen sind gestellt. Die Fahrkarte ist gelöst.  Nur Mut!

Absichten bekunden

Der Vollmond im Zeichen Zwillinge am 5.12. (eigentlich in der Montag-Nacht davor) eignet sich hervorragend für den Austausch dieser Absichten. Je klarer wir unseren Visionen Ausdruck verleihen, je deutlicher wir sie bekunden, um so leichter können sie Gestalt annehmen. Zwar ist der Dezember auch die Zeit der stillen Geheimnisse, aber im Sinne der Neuen Zeit empfiehlt es sich, Farbe zu bekennen, Gedanken laut auszusprechen und Wünsche zu formulieren. Worte haben magische Kräfte. In Vollmondnächten ganz besonders.

Befreiung von der Fremdbestimmung ( 4.12. - 16.12.2006 )

Der Yesirah-Kalender gibt uns wertvolle Hinweise für die kollektive Zeitqualität dieser Tage. Die abnehmende Mondphase läuft parallel zur "Maan"- Welle. Das Thema ist die Befreiung von der manipulierenden Fremdbestimmung und die sukzessive Stärkung der Selbstsicherheit. Wir entfernen den Schleier und erheben uns. Die Formel lautet "Mit sicherer Kraft in stabiler Gestalt". Wer neue Schritte wagt, kann diese Kräfte gut gebrauchen.

Und mehr noch. Mit dem Sternenportal am 12.12. gehen Tore zum kollektiven Bewusstsein auf. Die Energie, die uns in diesem Dezember erreicht, ist vergleichbar mit einem Sternschnuppen-Reigen an Liebeswellen. Nicht die Summe der Einzelteile macht uns selig, sondern die grossflächige Realisierung unserer Wünsche. Es ist, als würden wir unser Christkind selbst gebären.

Versöhnung mit dem Ego

Vor der "grossen Wende" am 17.12. liegt der 13.12., der Tag der Hl. Luzia. Ihr Tag geht in unseren Breitengraden im Weihnachtstrubel unter. "Luzia" ist Lichtbringerin. Hinter ihrem Namen steckt Luzifer, der einst strahlendste und vollkommenste unter den Engeln. Er gilt als die Kraft, die von sich behauptet, dass sein Licht heller strahle als das Göttliche. Mit dieser Anmassung hat sich Luzifer selbst aus dem göttlichen Kanon gestürzt und uns die irdische Erfahrung des "Egos" ermöglicht.

Wie gross oder klein, bewusst oder verdrängt unser eigenes Ego auch sein mag, der 13.12.2006 ist der ideale Tag um dieses andere "Ich bin" mit offenen Armen ans Herz zu schliessen und es ein für alle Mal in unser persönliches Raumschiff hereinzulassen wie das Licht und die Liebe. So wie es ist, ist es gut. Wenn wir nach und nach alle Passagiere - die liebsamen und die unliebsamen - als innere Kräfte erkannt haben, wenn auch die Angst neben uns Platz nehmen darf, weil sie zu unserem Menschsein gehört, wenn alle Anker losgelassen sind, dann geht die zauberhafte Reise los:

Beginn des neuen Galaktischen Jahres (17.12.2006 - 20.12.2012)

Nach dem Yesirah-Kalender beginnt am 17.12.2006 ein neues "Galaktisches Jahr". Es dauert genau 2197 Tage (ca. 6 Jahre) und führt uns direkt zum Wendedatum des 21.12.2012. Damit fängt ein 6-Jahres-Zyklus an, der für uns erfüllende Erfahrungen verspricht. Unsere innere Kraft geht nach aussen. Die Schätze, die wir in den letzten sechs Jahren aus der Tiefe der Nacht (dem dunklen Zeit-alter) gehoben haben, werden in den nächsten Jahren zu Wegweisern, Türöffnern und Lichtbringern.

Wir zeigen, was wir fühlen und leben, was wir sind.

Wer beim Lesen dieser Zeilen ein inneres Vibrieren verspürt, dem/der empfehle ich am 1.Tag dieses Zyklus (17.12.2006) ein Zeichen zu setzen - so ähnlich als würden wir ein Fenster öffnen und bis ans Ende der Strasse sehen. Vielleicht sehen Sie tatsächlich ein Bild. Wenn das der Fall ist, dann gestatten Sie sich, es weiterzuerzählen. Sprechen Sie über Ihre inneren Bilder. Erzählen Sie Ihre Träume und Wünsche. Nur so werden unsere Visionen sichtbar und wir erkennen uns gegenseitig als Geistes- und Seelenverwandte.

Traumzeit

Diese inneren Prozesse verlangen uns viel Ruhe ab. Wer müde ist, soll dem Impuls nachgehen. In den Tagen des Energie-Anstiegs agieren unsere Körper nicht nur als Transformatoren, unser Traumbewusst­sein braucht Zeit zu "reisen". Manche sinken in totalen Tiefschlaf, andere erhalten scheinbar "absurde" Nachrichten, wiederum andere erleben sich selbst in einem realitätsnahen Film. Tatsache ist, dass unser intuitives Gedächtnis auf Hochtouren arbeitet. Die rechte Gehirnhälfte erwacht und schickt uns Bilder, Gerüche, Erinnerungen, Absurdes & Traumhaftes. Kurzum: Der Körper freut sich in diesen Vorweihnachtstagen über jede Stunde Schlaf - ähnlich den Raupen, die sich so lange zurückziehen, bis es genug ist, um dann wundersam neu zu erwachen.

Neugeburt

Die Tage um Weihnachten stehen heuer ganz im Zeichen des inneren Umschwungs. Der Neumond am 20.12. stellt auch die kollektive Launen-Uhr auf "null". Mit der Wintersonnenwende (21.12.) haben wir uns bereits gewendet. Die Wiedergeburt des Lichts, die Zunahme der Sonnenkraft ist ein Zeichen dieses Neubeginns, der in diesem Jahr sehr tief wirkt. Die äussere Welt wird ein prächtiges Weihnachtsfest inszenieren und wir entscheiden, ob wir mitmachen oder nicht. Wo immer wir in der "Heiligen Nacht" unser Licht weitertragen, ob wir Christbaumfreuden teilen oder die Stille bestaunen, was immer geschieht, unser Licht strahlt aus der Tiefe unseres Seins. Und wenn es die Stürme dieses Herbstes überlebt hat und immer noch brennt, dann - ihr Lieben, dann brennt es weiter und weiter, auch wenn alle Kerzen bereits erloschen und die Kinder auf Erden zu Bett gegangen sind...

Quelle: LUNARIA * * * Im Rhythmus der Zeit
Mag.
Amadea Susanne Linzer www.lunaria.at

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