Israels Kriegsbeginn gegen Libanon
(und dann Iran?)

Hier die Zuschrift eines 7stern-Lesers

13.Juli 2006

Liebe Freunde

Ich denke, inzwischen hat nun jeder meine Fotokopie des Öl-Artikels "Der Kampf um das Schwarze Gold" erhalten und auch gelesen. Mancher Leser wird sich nun fragen, wie geht diese Geschichte weiter. Leider wurde in diesem Artikel die Zukunft nicht beleuchtet. In dem untenstehenden Artikel "Die iranische Ölbörse", welcher mir von Thyl Steinemann gesandt wurde, wird hingegen dort weitergefahren, wo der erste Artikel aufhörte: nämlich  mit der möglichen zukünftigen Entwicklung. Er ist ebenfalls ein sehr guter Artikel und ich empfehle sehr, jenen auszudrucken und mit dem ersten Artikel aufzubewahren. Es wird noch viel übers Oel geschrieben werden, vor allem Desinformationen und Lügen. Da sind diese beiden Artikel eine kleine Kostbarkeit und als Referenz bei künftigen Diskussionen mit anderen Personen unerlässlich.

Hat man nun den untenstehenden Artikel gelesen, dann weiss man sofort: es gibt nun 2 grosse Blöcke auf dem Globus, der eine im Westen, nämlich die Angelsachsen (USA & England) als Gegner der iranischen Ölbörse, und den Block im Nord-Osten (Russland, China, Japan, Indien etc) als Befürworter der iranischen Ölbörse.

Der Leser weiss inzwischen, dass der US-$, resp. die USA, mit dem Öl steht oder fällt. Also darf für die Angelsachsen diese Ölbörse auf keinen Fall existieren. Nur, die Lage ist für die USA nun nicht mehr so einfach wie damals anno 2001 mit dem Irak. Der CIA konnte zusammen mit dem Mossad das WTC sprengen (es gibt inzwischen genügend Beweise auf alternativen Seiten im Internet darüber) und es den Arabern in die Schuhe schieben, was dann die Legitimation zum Irakangriff wurde. Jetzt aber hat es ein paar militärische grosse Brocken auf der anderen Seite, und das gleiche Spielchen ist nicht mehr möglich.

Die USA und England werden sich hüten, vor allen Augen der Welt als erster Täter dazustehen. Also schiebt man nun die Rolle einem Verbündeten zu. Wem wohl ?? Ja, klar, dem kleinen Israel. Nur hat es dort schon wieder einen kleinen Haken: Ariel Sharon. Der Mann, welcher vor 20 Jahren, als er in der Armee war, den Beinamen "Metzger, Schlächter, etc" erhielt, weil er zu Hunderttausenden die Palästinenser wie Tiere abschlachtete, hat nun plötzlich eine (von oben befohlene) Kehrtwendung gemacht und den Palästinensern Land zurückgegeben, sowie „Friedensverhandlungen“ geführt. Dass dieser Mann nun nicht plötzlich sich wieder drehen kann, weil er und das ganze Israel vor der ganzen Welt als Spinner dastehen würden, ist nun allemal klar. Also muss jemand Anderer her.

Aus diesem Grund sehe ich auch den plötzlichen Schlaganfall des Sharon in einem ganz anderen Licht: Da wurde nachgeholfen. Obwohl leicht übergewichtig, befand sich der nur 77 jährige, stämmige Sharon stets in bester Gesundheit. 4 Tage nach seinem Schlaganfall wurde täglich über seinen Zustand in den Medien gschrieben. Dann war plötzlich eisige Stille. Erst gestern ein Update: ..."Sharon wird wohl nie wieder das Bewusstsein erlangen"... meinten die Ärzte. Irgendwann wird sein Tod verkündet und es kommt ein neuer radikaler Mann (Netanyahu ??) an seine Stelle. Dieser macht nun alles, was Sharon kürzlich tat, rückgängig und wird sich gegenüber den Arabern aggressiv verhalten um sie herauszufordern. Und dann passiert irgendwo aus heiterem Himmel was Fürchterliches, das selbstverständlich vom israelischen Mossad und CIA-USA ausgeheckt und realisiert wurde. Aber man wird dann wieder entweder arabische Flugbücher (Hamburg) oder einen Koran „finden“, damit man dieses fürchterliche Ereignis den Arabern in die Schuhe schieben kann.

Und nun kommt die Blase zum Platzen: Israel wird die Araber angreifen, mit allen Mitteln. 

Es bleibt abzuwarten, ob nun die USA & England Israel beistehen werden oder nicht. Und in diesem israelischen Feldzug wird dann zufällig die iranische Ölbörse vernichtet, da ja im Keller derer sicherlich heimlich Uran angereichert wurde. So wenigstens sehe ich persönlich den weiteren Ablauf, kenne ich doch inzwischen die Schritte der Illuminaten-Brüder einigermassen gut. Voraussichtlicher Zeithorizont: ab Juli 2006.

Alles Gute, XxxYyy

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ESKALATION IN NAHOST, 13.Juli 2006

Israel zerstört Libanons Infrastruktur

Trotz zahlreicher Aufrufe zur Mässigung hat Israel in der vergangenen Nacht seine Militäroffensive gegen die Hisbollah im Libanon ausgeweitet. Wichtige Infrastruktur im Land wurde zerstört. Auch die Strasse zwischen Beirut und der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde angegriffen. Am Vormittag griff die Luftwaffe erneut den Beiruter Flughafen an.

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Beirut/Tel Aviv - Am frühen Morgen zerstörten israelische Kampfflugzeuge eine zum Flughafen führende Brücke in einem dicht besiedelten Vorort von Beirut. Nach Angaben des Korrespondenten des arabischen TV-Senders al-Dschasira fiel in Teilen der Hauptstadt der Strom aus, nachdem ein Kraftwerk getroffen wurde. Nach Berichten von Augenzeugen beschoss die Armee zudem das Treibstofflager eines Kraftwerkes südlich der Metropole. Feuerwehrleute bemühten sich, die zahlreichen Brände zu löschen. Vom Boden aus wurden Luftabwehrgeschosse abgefeuert.

Bei den Angriffen auf das südliche Stadtviertel starben nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen drei Menschen.  20 weitere seien verletzt worden. Geschäfte und andere Gebäude wurden beschädigt, dutzende Autos in den Strassen zerstört.

Am Vormittag griff die israelische Luftwaffe den Internationalen Flughafen von Beirut an. Zwei Raketen seien auf eine Landebahn abgefeuert worden, hiess es in Sicherheitskreisen. Über den Ausmass der Schäden oder über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die Anlage war geschlossen, da die israelische Luftwaffe bereits gestern Landebahnen des Rafik-al-Hariri-Flughafens unter Beschuss genommen hatte.

Die Luftwaffe bombardierte auch Hochburgen der schiitischen Hisbollah in den südlichen Stadtteilen von Beirut. Ziel war insbesondere das dort gelegene politische Hauptquartier der Organisation, wie aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete.

Auch die wichtigste Verbindungsstrasse von Beirut nach Damaskus wurde unter Beschuss genommen. Der Angriff erfolgte in der Gebirgsregion Mdeiredsch, wo die Trasse über eine Brücke führt. Nachdem Israel eine Seeblockade vor der libanesischen Küste verhängt und den Flughafen von Beirut bombardiert hatte, blieb diese Strasse die Hauptverbindung des Libanons ins Ausland. Das israelische Militär erklärte, die Strasse sei ins Visier genommen worden, um zu verhindern, dass die beiden vor zwei Tagen von der Hisbollah verschleppten israelischen Soldaten ausser Landes gebracht werden.

Israel hatte den Angriff auf Beirut vorher angekündigt. In den dicht besiedelten südlichen Stadtteilen wurden Flugblätter abgeworfen, auf denen die Bevölkerung davor gewarnt wurde, sich dem Hauptquartier der Hisbollah zu nähern. In der Gegend hat Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah sein Büro, ausserdem befindet sich dort der Sitz des Schura-Rats der Organisation sowie deren Fernsehsender Al Manar.

Auch an der zweiten Front zum Gaza-Streifen setzte Israel seine Offensive fort. Die Luftwaffe griff in der Nacht mehrere mutmassliche Einrichtungen der Hamas-Bewegung an. Die Hauptstrasse der Stadt Gaza wurde beschädigt. Verletzt wurde niemand. Im südlichen Gazastreifen wurden Artillerieverbände umgruppiert.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hatte die Fortsetzung der Militäraktionen ungeachtet der internationalen Appelle zur Zurückhaltung angeordnet. Die Entscheidung sei nach einem Treffen Olmerts mit den Chefs der Sicherheitskräfte gefallen, berichtete der Armeerundfunk unter Berufung auf Regierungskreise.

Nach der EU und der Uno hatten auch die USA Israel zur Zurückhaltung aufgerufen. Dies sei "extrem wichtig", Opfer unter der Zivilbevölkerung und die Zerstörung von Infrastruktureinrichtungen im Libanon müssten vermieden werden, sagte Aussenministerin Condoleezza Rice. Gleichzeitig beschuldigte sie Syrien und Iran, mit ihrer Unterstützung der radikal-islamischen Hisbollah die Gewalt gefördert zu haben.

Im Weltsicherheitsrat scheiterte eine Verurteilung der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen am Veto der USA. In dem vom Golfstaat Katar eingebrachten Resolutionsentwurf wurde Israel "unverhältnismässiger Einsatz von Gewalt" vorgeworfen. Die US-Regierung stimmte als einziges der 15 Sicherheitsratsmitglieder gegen den Entwurf. Zehn Ratsmitglieder votierten dafür, vier weitere enthielten sich.

Die Uno beraumte angesichts der wachsenden Sorge vor einem neuen Krieg in Nahost für heute eine Sondersitzung des Sicherheitsrates für an. Generalsekretär Kofi Annan kündigte die Entsendung von Vermittlern an. Auch EU-Chefdiplomat Javier Solana will in den Nahen Osten reisen.

Seit Beginn der Offensive sind fast 50 libanesische Zivilisten getötet worden, 150 wurden verletzt. Die Hisbollah feuerte mehr als 130 Raketen auf den Norden Israels. Insgesamt kamen dabei zwei Israelis ums Leben, rund 100 wurden verletzt. Gestern wurde auch die drittgrösste israelische Stadt Haifa getroffen.

als/AP/dpa/Reuters

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KRISE IM NAHEN OSTEN, 14. Juli 2006

Die ratlose Supermacht

Von Georg Mascolo, Washington

Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten ruft nach US-amerikanischer Führungskraft. Doch Washington schwankt zwischen Solidaritätsbekundungen für Israel und vorsichti-gen Appellen zur Zurückhaltung. Wo steht George W. Bush?

Ein riesiger Cowboyhut mit dem Siegel des Präsidenten, darunter zwei blank polierte Stiefel. Das "Ende der Cowboy-Diplomatie" heißt die neueste Titel-geschichte des US-Magazin "Time." Amerika hat sich aufgerieben, ausgeblu-tet im Irak, schreiben die Autoren. Die Supermacht schwächelt.

Mit der gefährlichen Eskalation in Nahost allerdings bräuchte es amerikanische Führungskraft, nur bisher hat US-Präsident George W. Bush davon nicht viel gezeigt. Äußerst zurückhaltend agiert die US-Administration bisher, die Optionen sind, zugegeben, schwierig:  Israel ist der engste Verbündete in der

Region, die USA vermuten wohl nicht zu Unrecht ihre Erzfeinde Syrien und Iran hinter der neuen Eskalation. Ihnen eine Lektion zu erteilen, liegt durchaus in Bushs Interesse. Am vergangenen Donnerstag liess Bush seinen Uno-Botschafter John Bolton ein Veto im Uno-Sicherheitsrat einlegen. Nur so konnte eine Verurteilung Israels wegen unangemessener Gewaltanwendung verhindert werden.   >weiter

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Ein amerikanischer Journalist in Palästina berichtet:

A man named Tahir Ahmed asks me where I am from. When I tell him, without a trace of hostility he asks me to "tell the American people we are thankful for your country because it gives weapons to Israel that are used to kill our children."

Ein Mann namens Tahir Amed fragt mich, wo ich her bin.  Als ich es ihm sage, bittet er mich ohne eine Spur von Feindseligkeit:

"Sag den Leuten in Amerika, wir sind Eurem Land dankbar dafür, dass es Israel mit Waffen versorgt hat, die dazu verwendet werden, unsere Kinder zu töten."

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