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Antikriegs-Demonstrationen Spanien und Österreich MADRID / WIEN - 21. Juli 2006 In Spanien haben am Donnerstagabend Tausende Menschen gegen die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten demonstriert. Grössere Proteste fanden unter anderem in Madrid und Barcelona statt. In der spanischen Hauptstadt versammelten sich die Demonstrationsteilnehmer zum Auftakt auf dem zentralen Platz Puerta del Sol. In der Menge waren zahlreiche libanesische Flaggen zu sehen. Demonstranten forderten ein Ende der "Aggression gegen den Libanon" und ein "Ende der Besetzung" des Landes. An dem Protest nahmen zahlreiche Linkspolitiker und Gewerkschafter teil. In Barcelona gingen nach Angaben der Behörden etwa zweitausend Menschen auf die Strassen. In der österreichischen Hauptstadt Wien bekundeten gut zweihundert Demonstranten ihre Solidarität mit Israel. Auf dem Judenplatz im Stadtzentrum hielten Kundgebungsteilnehmer die israelische Flagge hoch. (....) <<<<<<< O >>>>>> SCHWEIZ - Samstag, 21. Juli 2006 Tages-Anzeiger Online Demonstration gegen Vorgehen Israels In Bern haben rund 1200 Personen gegen die kriegerischen Handlungen Israels im Libanon demon-striert. Das Vorgehen Israels wurde als völkerrechtswidrig kritisiert. Zur Kundgebung aufgerufen hatten libanesische und pro-palästinensische Organisationen. In Ansprachen auf dem Bundesplatz wurde ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen gefordert. Israel habe die Entführung zweier Soldaten durch die Hisbollah zum Vorwand genommen, um den Libanon anzugreifen. Danach zogen die Demonstranten auf einem lautstarken Umzug durch die Innenstadt. Zu sehen waren libanesische und palästinensische Fahnen, aber auch jene der Hizbollah. Plakate zeigten Bilder von Opfern des Konflikts und Aufrufe an die internationale Gemeinschaft, diesen zu stoppen. Zu sehen waren aber auch Bilder von Hizbollah-Chef Hassan Nassrallah und Aufschriften wie «Zionisten, ihr seid Terroristen» oder «Israel = Kindermörder». Eine israelische Fahne war mit einem Hakenkreuz versehen. Der grüne Zürcher Nationalrat Daniel Vischer rief den Bundesrat dazu auf, die Rüstungszusammenarbeit mit Israel zu stoppen und die wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu überprüfen. Die Schweiz müsse sich weiter für einen sofortigen Waffenstillstand einsetzen. Zudem solle sie ihre humanitären Anstrengungen im Nahen Osten verdoppeln. <<<<<< O >>>>>>
Ausland –
Samstag, 22. Juli 2006 -- Tages-Anzeiger Online Tausende Menschen haben heute in ganz Europa gegen die israelische Militäroffensive im Libanon protestiert. Allein in London gingen etwa 7000 Demonstranten auf die Strasse und forderten eine sofortige Einstellung der Kämpfe. In Paris, Amsterdam und Warschau waren die Teilnehmerzahlen kleiner, doch auch dort riefen die Kundge-bungsteilnehmer ihre jeweiligen Regierungen dazu auf, den Druck auf Israel zu verstärken. Die Demonstranten in London verurteilten Premierminister Tony Blair dafür, dass er sich im Einklang mit US-Präsident George W. Bush internationalen Forderungen nach einer sofortigen Waffenruhe nicht angeschlossen hat. An der Kundgebung nahmen auch zahlreiche Libanesen teil, die auf das Leid der Zivilbevölkerung in ihrem Heimatland aufmerksam machten. Die Schuld an der Eskalation der Gewalt gaben die linksgerichteten Aktivisten der israelischen Regierung. Für morgen kündigten pro-israelische Gruppen eine Demonstration in London an. Man wünsche sich ebenfalls einen Frieden im Nahen Osten, erklärte Jon Benjamin vom Vorstand der britischen Juden. Israel müsse sich jedoch gegen die «intensive Provokation» der Hizbollah-Miliz zur Wehr setzen. (rom/ap) <<<<<< O >>>>>> |
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