Nach den US-Kongresswahlen

Präsident Bush spricht über seine Politik
8. November 2006

Nach seiner Wahlniederlage hat sich Präsident Bush auf einer Pressekonferenz in Washing-ton den Fragen der Reporter gestellt.  Hier sprach ein geschlagener Mann, das war der Eindruck vom mächtigsten Amtsträger der Welt. Selbst die höflichen Fragen der Reporter haben ihn in die Enge getrieben. Es war eine Diskussion über Nichtigkeiten. Ausser zum Thema Irak wurden die wichtigsten Punkte, für die sich alle Welt interessiert, nicht angespro-chen. Wie zum Beispiel will Herr Bush das amerikanische Haushaltsdefizit in den Griff krie-gen, das die Weltwirtschaft bedroht? Was will er unternehmen, um die Juden zu zwingen, die Schäden im zerstörten Land der Libanesen wieder zu beheben?  Will er weiterhin die kriminelle Politik des gefährlichsten Landes der Welt unterstützen? Unbehindert marschieren die Juden in Palästina ein, töten Frauen und Kinder, und die Welt schaut zu.

Seit 60 Jahren setzt jenes verruchte Land seine verbrecherische Politik  fort. Sollte nicht auch hier eine grundsätzliche Kurskorrektur in Betracht gezogen werden? Nachdem wir wissen, dass die Regierung Amerikas die Freiheit seines eigenen Landes immer weiter einschränkt und auch nur verdächtige Personen foltern darf, wollen wir wissen, wann  Amerika wieder in die Reihe der zivilisierten Nationen zurückkehren will. Oder soll alles so bleiben, wie es ist? Warum wird die riesige Stadt New Orleans wie`s scheint nicht wieder aufgebaut? Welche Prioritäten gelten in Regierungskreisen? Sind tödliche Waffen für Israel wichtiger als das Wohl der Bürger des eigenen Landes? Nachdem uns Herr Bush mitgeteilt hat, dass es Jesus war, der ihm befohlen hat, in Afghanistan einzumarschieren, wollen wir auch wissen, ob er auch wegen des Iran um göttlichen Rat gebeten hat. Wenn ja, hat ihm Jesus den Angriff auf den Iran befohlen oder nicht?

Was uns also höchst wichtig erscheint, wurde nicht erörtert. Die Zuschauer waren Zeugen einer Tragikomödie auf lächerlichem Niveau.

Joachim Schäfer
Stadtgrenze 1
DE-40670 Meerbusch

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Steyr, 8.11.06

RUNDBRIEF

Liebe Lichtfreunde,
die Amerikaner haben gewählt, und die Prognosen wurden bestätigt: Die Republikaner haben die Mehrheit der Sitze im Abgeordnetenhaus verloren. Die Demokraten haben nach dem aktuellen Auszählungsstand eine komfortable Mehrheit, werden mit
Nancy Pelosi das wichtige Amt des Vorsitzenden des Hauses besetzen und haben künftig auch in den diversen Ausschüssen den Vorsitz.

Die Kräfteverhältnisse im Senat, dem "Oberhaus" des Kongresses, sind noch nicht geklärt, denn die Stimmendifferenz in Virginia und in Montana ist bislang mit wenigen tausend Stimmen so gering, dass allgemein mit einem wochenlangen juristischen Gerangel um ein Nachzählungsverfahren gerechnet wird. Immerhin verloren die Republikaner auch im Senat etliche Sitze, und zur Zeit gibt es ein Patt in der Sitzverteilung. Entsprechend reichen die Kommentare in den Medien von "Erdrutschsieg für die Demokraten" bis "Desaster für die Republikaner".

Die Wahlen selbst verliefen erwartungsgemäss mit Störungen, die typisch sind für Bananen-Republiken, aber nicht für demokratische Staaten. Wahlmaschinen fuhren nicht hoch, und wenn sie betriebsbereit waren, so überforderte ihre Bedienung sowohl Wähler wie Wahlhelfer. Vielerorts mussten die guten alten Wahlzettel auf den Tisch, und Wahllokale wurden in grosser Zahl über den eigentlichen Wahlschluss hinaus offen gehalten, um die meist technisch bedingten Verzögerungen des Vormittags wieder auszugleichen.

Umfragen ergaben, dass die Mehrheit der Wähler zu zwei Dritteln vom Irak-Krieg an die Wahlurnen getrieben wurden, zu drei Vierteln vom skandalumwitterten Verhalten der Republikaner.

Alle Beobachter sind sich einig, dass das Wahlergebnis eine dramatische Abrechnung der Amerikaner mit einer Regierung darstellt, die weltweit den Ruf einer Clique unbelehrbarer Kriegstreiber geniesst und sich auf einen Politapparat stützt, dessen Personal sich zu grossen Teilen als korrupt, pervers, heuchlerisch, erpressbar, machtgierig, überheblich und reaktionär erwiesen hat.  Noch-Präsident Bush hat eine Niederlage eingefahren, die sein Machtgebäude bis in die Grundfesten erschüttert. Seine Politik der globalen Polarisierung hat ihn national eingeholt, und gemäss dem Karma-Gesetz erntet er jetzt die Früchte seiner Taten.

Die Auguren der amerikanischen Politik sind sich in der Voraussage einig, dass es um diesen Mann nun immer einsamer werden wird. Schon sein republikanischer Parteifreund Charlie Crist, Gouverneursaspirant in Florida, mied ein Zusammentreffen, obgleich Bush aus keinem anderen Grund angereist war, als Crist Wahlhilfe zu leisten. Alle Politiker in den USA, die ihre politische Karriere kalkulieren, werden von jetzt an sorgfältig überlegen, wie sie Bush aus dem Wege gehen können, um keinen falschen "Stallgeruch" anzunehmen.

Wie schwer die Wahlniederlage der Republikaner im Kongress die Bush-Regierung getroffen hat, das zeigt sich am Rücktritt des Kriegsministers Rumsfeld, des Mannes, der als altbekannter Neocon von Anfang an für die Planung und Durchführung des Irak-Krieges verantwortlich zeichnete. Schon am Wochenende war bekannt geworden, dass am Montag, dem Tag vor den Wahlen, die vier Militärblätter "Army Times", "Navy Times", "Airforce Times" und "Marine Corps Times" eine gemeinsame Rücktrittsforderung an Rumsfeld richten würden. Ein Vorgang, der in der Geschichte recht einzig dasteht. Und am Mittwochabend trat Rumsfeld dann tatsächlich zurück. Das personifizierte Eingeständnis, dass die mörderische Irak-Politik dieser Regierung auf der ganzen Linie gescheitert ist. Bush und seine Spiessgesellen haben den Karren der Dunkelkräfte vollständig an die Wand gefahren, und es ist niemand in Sicht, der das Wrack reparieren und wieder auf Kurs bringen kann.

Der Spielraum für Bush ist nun dramatisch eng geworden, und es bleibt ihm kein anderer Weg, als sich mit der demokratischen Kongress-Mehrheit zusammenzuraufen. Wir sollten nicht erwarten, dass die gewachsene Macht der Demokraten nun einen schlagartigen Wandel bringen wird. Gewiss nicht. Die Demokraten haben oft genug bewiesen, dass sie ideologisch nur einen Fussbreit von den Republikanern entfernt stehen. Insofern ist die Demokratische Partei nichts weiter als das kleinere Übel. Doch es ist das amerikanische Volk, dieser Riese, der so lange tief und fest geschlafen hat, das sich nun reckt und streckt. Es ist das Votum der Mehrheit der Amerikaner, das Bush und seinen Mitverschwörern klar gemacht hat: Bis hierher und nicht weiter, genug ist genug!

Es ist dieses Votum, das den Demokraten eine Kongress-Mehrheit gebracht hat, und das amerikanische Volk erwartet nun, dass die Demokraten im Kongress die Initiative übernehmen, damit das US-Militär schnellstens aus dem Irak abziehen kann, und schonungslos jene Schandtaten untersuchen, welche die republikanischen Bush-Mitläufer in den vergangenen Jahren so erfolgreich im Keller der Geheimhaltung verschliessen konnten. So besitzt diese Kongresswahl alle Zutaten, als Schlüsselwahl in die Geschichtsbücher einzugehen. Denn wenn schon die Aktivisten der Finsternis eine empfindliche Schlappe einstecken mussten, dann haben die Kräfte des Lichts jetzt umso bessere Handlungsmöglichkeiten. Das Wahlergebnis ist ein Signal für ein Erwachen Nordamerikas, jenes Signal, das so bitter nötig ist, um die Bedingungen für die Ingangsetzung grosser Ereignisse zu schaffen.

Und hier ein Hinweis auf eine Petition, die im Rahmen der UNO auf die Ersetzung des Gregorianischen Kalenders durch den Maya-Kalender zielt.
Dies ist die Petitions-Webadresse: www.petitiononline.com/2012/petition.html

Lichtgrüsse sendet Euch
Michael George

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Die Webseite für den 13 Monde Maya-Kalender:  http://13moon.com

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