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Der
G8-Weltgipfel in
Heiligendamm Hier folgen weitere Stellungnahmen zum G8-Gipfel
War die G8-Demo "zu friedlich"? Der angebliche »Autonome« war tatsächlich ein Beamter aus Bremen. Staatsanwaltschaft will eventuell ermitteln Noch am Donnerstag hatte die Sondereinheit »Kavala« entrüstet bestritten, ein von Demonstranten enttarnter »Autonomer« sei in Wirklichkeit Zivilbeamter. Schon am Freitag musste sie zugeben, dass der Mann tatsächlich Polizist ist, und zwar aus Bremen. Seine einzige Aufgabe sei jedoch gewesen, verdeckt Informationen über Straftaten zu sammeln. G-8-Gegner jedoch haben den Vor-gang anders in Erinnerung: Demnach hatte der Mann zusammen mit vier ebenfalls als »auto-nom« getarnten Kollegen versucht, tschechische Globalisierungsgegner zur Randale anzustiften. Bis Freitag waren bei der jungen Welt mehrere ähnlich klingende Berichte von Demonstrationsteil-nehmern eingegangen. Da war immer wieder die Rede von sonderbaren »Autonomen«: Bei den einen schimmerte unter nagelneuem Szene-Outfit olivgrüne Unterwäsche durch. Andere weigerten sich, gegenüber Mitdemonstranten auch nur ihre Vornamen zu nennen. Einzelne »Autonome« wurden bei Lagebesprechungen der Einsatzkräfte gesehen; hin und wieder wurden festgenommene Steinewerfer im Unterschied zu »normalen« Demonstranten nicht nur mit Samthandschuhen angefasst – es wurde ihnen sogar die Möglichkeit gegeben, sich hinter der Polizeikette zu verkrümeln. Trotz aller Beschönigungen, Beschwichtigungen und offenen Lügen: Höchstwahrscheinlich haben die Sicher-heitsorgane bei den G-8-Protesten Provokateure eingesetzt. Das war offenbar auch nötig, da unmittelbar vor Beginn des Gipfels die öffentliche Meinung zu kippen drohte: Geruchsproben, einschüchternde Razzien, die Hamburger Postkontrolle, »Schutzhaft«-An-drohungen, zusätzliche Grenzkontrollen und andere »Sicherheitsmassnahmen« hatten immer em-pörtere Kommentare und Schlagzeilen zur Folge. Wie bestellt kam da die Randale, welche die Fern-sehbilder zur G-8-Demonstration am vergangenen Samstag in Rostock prägte. Zu den Strassen-schlachtszenen hatte nicht zuletzt eine berüchtigte Polizeisondereinheit aus Berlin beigetra-gen, die offenbar erst in dem Augenblick eingesetzt wurde, als die Demonstration einen allzu friedlichen Verlauf zu nehmen schien. Zuvor war dem aus Bayern stammenden Einsatzleiter das Kommando entzogen und einem Spezialisten aus Berlin übergeben worden. Das »Informationsmanagement« der Polizei gipfelt in der offenen Lüge:
Nach den Rostocker Krawallen können Hardliner wie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein bayerischer Kollege Günther Beckstein (CSU) erst einmal aufatmen:
Allerdings droht der Polizei jetzt von unerwarteter Seite Ärger:
Die Staatsanwaltschaft Rostock erwägt laut
ddp, gegen den Bremer Polizisten und seine vier Kollegen ein
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Anstiftung zu einer Straftat
einzuleiten. Aber warum nicht gegen die verantwortlichen
Polizeikommandeure? <<<<<< O >>>>>> |
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