|
Dornbusch-Landung in Ladir (einmal etwas Privates) Am Sonntag, 11.März kam Bardhyl mit seiner Freundin Michaela zu uns zu Besuch nach Siat. Wir beschlossen einen kleinen Ausflug zum Ruscheiner Weiher zu machen, der sehr idyllisch liegt und von wo aus zu jeder Jahreszeit ein faszinierendes Bergpanorama die Blicke fesselt. Am nahe gelegenen Aussichtspunkt auf einem hausgrossen Fels liessen wir noch ein wenig "die Seele baumeln", während Sylvia am Weiher picknickte. Der Weg zum Weiher war zum Teil noch von Schnee bedeckt, weswegen wir die letzte Strecke hin und zurück durch den Wald zu Fuss gingen. Auf dem Rückweg fragte ich die Anderen: "Wollen wir noch einen Abstecher zur Kirche Ladir machen?" Alle einverstanden. Kaum hatte ich neben der historischen Kirche das Auto parkiert, sahen wir einen Tandem-Paraglider majestätisch heranfliegen:
Nachdem er auf Kirchturmhöhe lautlos vorbeigezogen war (Bardhyl hat dies mit seinem Handy fotografiert), sahen wir schon einen weiteren "Vogel" dahergleiten, aber so tief, dass ich Bedenken äusserte, ob das noch gut geht....
Die Frau rief uns zweimal "hallo" zu und ahnte über dem Friedhof noch nicht, dass sie....
.....dass sie 12 Sekunden später unfreiwillig zu Boden gehen wird, weil sie zu tief kommt. Wir beobachteten diesen Vorfall und ich rannte zum Unglücksort, doch kam mir die Pilotin schon entgegen und rief "alles o.k.!". Sie war sehr froh, dass ich sie gleich zum Startplatz hinauf fuhr, wo sie die Meldung ihres Missgeschickes an den Fluglehrer am Landeplatz im Tal unten durchgeben konnte, damit diese zu Hilfe kommen können. Dann bat ich Bardhyl, der Frau zu helfen, ihren in einem Eschen- und Rosendornbusch total verhedderten Flugschirm zu entflechten. Doch das Gebüsch war viel zu hoch, und so entschloss ich mich kurzerhand in die obersten Äste zu steigen und mit meinem Körpergewicht die Äste so weit hinunter zu biegen, dass Bardhyl und Uschi die sehr vielen Schnüre aus den Dornen und Ästen befreien konnten. Dies hier bin also ich, wohl 12 Minuten kopfüber hängend, mit den angewinkelten Beinen in Astgabeln verankert und mit den Händen die Schnüre entflechtend, bis ich mich nicht mehr halten konnte:
Wir hatten es schon fast geschafft, als dann vom Tal herauf der Flugschullehrer und sein Assistent zu Hilfe kamen und mit einer Säge einen obersten Ast wegsägten um die letzten verhedderten Seile befreien zu können. Uschi wird diesen ihren ersten Freiflug wohl nie vergessen! Wir auch nicht... Offenbar habe ich mich dabei etwas übertan - jedenfalls habe ich seither wesentlich stärkere Probleme mit Herzrhythmusstörungen (Aussetzer und Rumpeln), was mir aufzeigt, dass ich jetzt mal "einen Gang runter schalten sollte". Meine Internet-Arbeit hat solche Dimensionen angenom-men, dass ich kaum mehr Zeit für Privates finde, wenn ich pro Tag meist 12 Stunden und mehr vor dem Flachbildschirm sitze und konzentrierteste Arbeit leiste (heute z.B. wieder 32 anspruchsvolle, wichtige Mails). Umso schöner ist es für mich, wenn ich hin und wieder so liebe, aufmunternde Mails und Telefongespräche aus Deutschland erhalte (und gelegentlich auch mal aus der Schweiz). <<<<<<< O >>>>>>> |
| < zurück |
> nächste Seite |
*