Die wichtigsten Ereignisse Mitte September

15. September 2007 – 12:03

Flutkatastrophe in Afrika bedroht Millionen Menschen

In West- und Zentralafrika sind Millionen Menschen von einer Flutkatastrophe bedroht. Nach Anga-ben von Regierungen und UNO-Hilfsorganisationen starben bei schweren Überschwemmungen in den vergangenen Wochen über 200 Menschen.

Lome/Nairobi.Über eine Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Die Sahel-Region, die sonst für Dürreperioden bekannt ist, wird seit August von ungewohnt heftigen Regenfällen heimgesucht. Meteoro-logen kündigten für die kommende Woche weitere Niederschläge an.

Im Norden Ghanas kamen nach Angaben der Regierung vom Freitag-abend mindestens 18 Menschen ums Leben, mehr als 260'000 Men-schen mussten durch die Fluten ihre Wohnungen verlassen.

Im Sudan sind durch die schlimmsten Überschwemmungen seit Men-schengedenken bislang 64 Menschen ums Leben gekommen.

Insgesamt waren mehrere hunderttausend Menschen betroffen, vor allem im Süden des Landes. Minde-stens 49 weitere Sudanesen starben durch eine Cholera-Epidemie, die sich durch das Hochwasser aus-breitete.

Im Nachbarland Uganda sagte Flüchtlingsminister Musa Ecweru, etwa 300'000 Menschen seien auf hu-manitäre Hilfe angewiesen. Im Norden Ruandas starben nach amtlichen Angaben 15 Menschen, 500 Häuser wurden zerstört. In Kenia sind mehr als 700'000 Menschen auf der Flucht. "Wir haben unseren Notfallplan aktiviert und stellen Lebensmittel, Unterkünfte und Medikamente für die Betroffenen bereit", sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) und äthiopische Behörden kündigten am Freitag an, Lebensmittelhilfen für die rund 60'000 am stärksten betroffenen Menschen des Landes am Horn von Afrika bereitzustellen.

In Togo rief die Regierung eine dreitägige Staatstrauer aus und verschob den für Freitag geplanten Schulbeginn um einen Monat. Auch die Regierungen in Nigeria, Burkina Faso und Niger beklagten zahlreiche Todesopfer. (sda)

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