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In
Peru schlug am 15.9.2007 ein "Meteorit" ein

Der Einschlagkrater
eines kleineren "Meteoriten"
Nach dem Einschlag eines "Meteoriten" in
der Nähe eines Dorfes in Peru sind mindestens 200 Menschen an einer
rätselhaften Übelkeit erkrankt.
Sie klagten nach Angaben von
Bürgermeister Nestor Quispe unter Kopfschmerzen und müssen sich
immer wieder erbrechen. Auch sieben Polizisten, die die
Einschlagsstelle absichern und die Bevölkerung fernhalten sollten,
wurden in Krankenhäuser gebracht. Sogar das einheimische Vieh
verhalte sich seltsam und verweigere die Nahrung, berichtete Quispe.
Der "Meteorit" war am Samstag eingeschlagen und hatte einen sechs
Meter tiefen und 30 Meter breiten Krater gerissen, aus dem Dampf und
ein strenger Geruch stieg.
Keine radioaktive Strahlung
Die Erkrankungen seien möglicherweise auf Schwefel, Arsen oder
andere giftige Dämpfe zurückzuführen, die beim Auf-schlag
des "Meteoriten" frei wurden, sagte Renan Ramírez vom peruanischen
Atominstitut. Es gehe auf keinen Fall - wie zunächst von in Panik
geratenen Dorfbewohnern vermutet - radioaktive Strahlung von dem
"Meteoriten" aus. "Es handelt sich um einen ganz normalen
"Meteoriten",
der im Moment des Aufpralls und des Kontakts mit der Erde Gase
freisetzte." Der stechende Rauch habe selbst seine Nase und seinen
Hals gereizt, obwohl er eine Maske getragen habe, sagte Ramírez.
Dorfbewohner in Panik
Alle erkrankten Bewohner des Dorfes Caranca im Südosten von Peru
werden medizinisch versorgt. Sie sind nach Anga-ben
des Bürgermeisters immer noch in Panik und befürchten, dass die
Dämpfe dauerhafte Gesundheitsschäden verur-sachen.
"Außerdem haben sie Angst, dass weitere Objekte aus dem All
herunterfallen könnten", sagte Quispe. Der "Meteorit" hatte bei seinem
Aufprall den Boden erzittern lassen und in den umliegenden Dörfern
für Panik gesorgt. Augen-zeugen berichteten,
sie hätten eine "Feuerkugel im Himmel" gesehen.
"Äußerst selten und sehr
gefährlich"
Nach Ansicht eines Experten ist ein "Meteoriteneinschlag" wie jetzt in
Peru äußerst selten aber sehr gefährlich.
Einschläge solcher kompletten "Meteoriten"
von einem halben bis einem Meter Durchmesser kämen nur in Abständen
von Jahrzehnten vor, sagte Michael Khan vom Kontrollzentrum der
Europäischen Weltraumorganisation (ESOC) in Darm-stadt.
Da die Erde zu 70 Prozent aus Wasser besteht, bekomme man dies oft
aber gar nicht mit. "Wenn der 'Meteorit' in der Frankfurter Innenstadt
eingeschlagen hätte, wären ein bis zwei Hochhäuser platt."
Übelkeit durch Moorgase?
Die rätselhaften Gesundheitsprobleme der Dorfbewohner nach dem
"Meteoriteneinschlag" in Peru können nach Meinung von Khan nicht auf
Gase aus dem Himmelskörper selbst zurückgeführt werden. Auch aus dem
"Meteoriten" austretende gefährliche Strahlung wäre sehr erstaunlich.
"Die Gegend sieht sehr moorig aus, und ich halte es nicht für
unplausibel, dass das Objekt dort eingetreten ist und dabei Faul-
oder Moorgase ausgetreten sind." Am wahrscheinlichsten sei, dass
dafür Staub oder Gase aus dem moorigen Gebiet verantwortlich sind,
die durch die Wucht des Einschlags frei wurden.
"Durchmesser von unter einem
Meter"
"Wenn ein Krater von 30 Metern Durchmesser erzeugt wurde, reden wir
von einem eingeschlagenen Objekt, das erstens metallisch sein
muss und zweitens einen Durchmesser von deutlich unter einem
Meter gehabt haben muss", sagte Khan. Deshalb seien die Gase
wahrscheinlich nicht vom "Meteoriten" selbst freigesetzt worden.
"Alles was an einem kleinen 'Meteoriten' so
flüchtig ist, dass es ausgasen könnte, wurde schon längst bei der
Erhitzung während des Eintritts in die Atmosphäre abgestoßen", ist
Khan überzeugt.
70 Prozent verbrennen
Khan betonte, dass mindestens einmal pro Jahr Himmelskörper in der
Größe des jetzt in Peru eingeschlagenen "Meteo-riten"
sich der Erde nähern. "Davon sind aber 70 Prozent nicht metallisch,
sondern aus Kohlenwasserstoffverbindungen, die vor einem Einschlag
in der Atmosphäre verbrennen." Von den übrigen 30 Prozent seien die
meisten steinig und zer-legten sich in der
Atmosphäre. "Nur ein kleiner Bruchteil der 'Meteoriten' ist
metallisch, aber von denen kommen die meisten bis zur Oberfläche
durch", sagte Khan.
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21.Sept. 2007 Nach neuesten Informationen, dürfte es sich in
Peru NICHT um einen "Meteoriten" gehandelt haben, sondern um
einen
militärischen Leit-Satelliten.
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