21.Februar 2008: 
"Tag der Sprache"

DEUTSCHE SPRACHWELT
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- PRESSEMITTEILUNG -

Tag der Muttersprache:   Deutsch bewahren!

Erlangen, 20. Februar
2008

Zum morgigen Tag der Muttersprache, der das Internationale Jahr der Sprachen 2008 einleitet, warnt die DEUTSCHE SPRACHWELT davor, dass die immer stärkere Ausrichtung auf Englisch in der Bildung zunehmend auf Kosten von Deutsch als Muttersprache geht. In Krippen und Kindergär-ten, an Schulen und Hochschulen sei Englisch auf dem Vormarsch, heißt es in einer Stellungnah-me der Sprachzeitung. Dabei gerate der Wert einer gut beherrschten Muttersprache in den Hinter-grund: Sie erleichtert das Entwickeln und Mitteilen von Gedanken, führt zu einem friedlichen und verständnisvollen Miteinander und stärkt die Identität eines Menschen.

Fremdsprachen seien zwar wichtig, doch nur wer seine Muttersprache beherrscht, könne eine an-dere Sprache gut erlernen. Das könne man bei türkischen Kindern in Deutschland beobachten, die häufig unter doppelter Halbsprachigkeit (Semilingualismus) leiden, weil sie weder richtig Türkisch noch richtig Deutsch gelernt haben. Auch viele deutsche Kinder beherrschten ihre Muttersprache nur unzureichend. Vor diesem Hintergrund erscheine es bedenklich, dass nun in allen Bundeslän-dern Englisch schon in der Grundschule Pflichtfach ist. Bereits über 300 Studiengänge in Deutsch-land werden auf englisch gelehrt.

Selbst Institutionen wie das staatlich bezuschusste Goethe-Institut oder der Deutsche Sprachrat, die sich eigentlich der Förderung der deutschen Sprache widmen sollten, sorgten sich lieber um Fremdsprachen und Fremdwörter als um Deutsch. Das Ansinnen der Präsidentin des Goethe-Insti-tutes, Jutta Limbach, jeder solle eine zweite Fremdsprache so intensiv lernen wie seine Mutterspra-che, sei "missionarisch und weltfremd". Zwar erweiterten Fremdsprachen den Gesichtskreis, könn-ten aber niemals so gut wie eine Muttersprache beherrscht werden, die viel tiefer in der Identität eines Menschen verwurzelt ist. Auch die Suche des Sprachrates nach dem schönsten Fremdwort lenke ab. Gefragt seien statt dessen wirklichkeitsnahe Entwürfe zur Förderung der deutschen Spra-che. So müssten der Deutschunterricht an den Schulen und Deutsch als Wissenschaftssprache gestärkt werden.

Tag der Muttersprache:
http://www.sprachpflege.info/index.php/Internationaler_Tag_der_Muttersprache

Internationales Jahr der Sprachen:
http://www.sprachpflege.info/index.php/Internationales_Jahr_der_Sprachen

Pressemitteilung:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2008-02-20.shtml

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80'000 Lesern (Leserbefragung 2002) die größte deutsche Sprachzeitung. Sie erscheint vierteljährlich und ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt und für ein neues Sprach-bewusstsein eintritt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT kämpft für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache.

Schriftleitung: Thomas Paulwitz
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Bemerkungen von Thyl Steinemann:

Hier möchte ich wieder einmal etwas sehr Wichtiges erwähnen:

   "Die Deutsche Sprache ist eine wortwirksame Sprache"

Es gibt auf der Erde, wie ich vor einiger Zeit einmal erfuhr, nur drei wortwirksame Sprachen: 

Sanskrit, Schriftdeutsch  und  noch eine dritte Sprache (die mir leider entfallen ist und die ich über Google vergeblich suchte). Google antwortet bei "wortwirksam" mit "meinten Sie werbewirk-sam?" - ja, so weit sind wir halt schon...)

Der Beweis der Wortwirksamkeit wurde mir schon mehrmals geschenkt, indem ich mir die Erfüllung gewisser Wünsche sehr intensiv bildlich vorstellte und diese Wünsche auch konkret artikulierte. Daraufhin wurden mir diese Wünsche zu gegebener Zeit genau so erfüllt, wie ich sie formulierte. Und was ich zu formulieren vergass, wurde mir konsequenterweise auch nicht erfüllt (!).  Das waren zum Beispiel der erste "Kornkreis" in der Schweiz, der in der gleichen Nacht (!) entstand, meine erste Tagsichtung eines Raumschiffes als "Flugdemonstration, die über jeden Zweifel erhaben ist" und das erste Geopiktogramm im Kanton Graubünden, das sich auch Curdin, ein Freund von mir wünschte und in der Nacht nach seinem Geburtstag gelegt wurde.

Wenn eine Regierung ein fremdes Land unterjochen will, so zerstört sie als Erstes die Sprache dieses Landes. Dies geschieht seit Langem auch mit der Deutschen Sprache, welche bereits dermassen "amerikanisiert" ist, dass es in Deutschland nur noch wenige Leute gibt, welche noch in der Lage sind ein echtes, sauberes Schriftdeutsch zu sprechen. Ich möchte den Deutschen nicht auf die Zehen treten, aber ich stelle dies seit Jahren zunehmend fest, und entsetze mich täglich darüber, dass sogar in Zeitungen nicht mehr korrekt geschrieben wird, sondern laufend "das" mit "dass" und "Objekt" mit "Subjekt" verwechselt werden mit Satzstellungen, die mir den Magen um-drehen, ohne dass Jemand aufschreit.

Traurig genug, dass ein Deutscher bald in die Schweiz kommen muss um Deutsch sprechen und schreiben zu lernen.... Wahrscheinlich profitieren wir in der Schweiz davon, dass unsere Mutter-sprache ein Schweizerdeutscher, Welscher, Tessiner oder Romanischer Dialekt ist und die erste Fremdsprache Deutsch in der Schule gelernt werden muss. Wir haben aber auch hier in der Schweiz das grosse Problem der Verhunzung unserer schönen Sprachen durch eine kommerziell geschürte, verantwortungslose Amerikanisierung.  Aber dies hat ja System...

Gut, dass es die "Deutsche Sprachwelt" gibt !

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*Letzte Bearbeitung dieser Seite am 21.02.2008