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"En guete Rutsch!"
Prosit Neujahr ...
(ein Essais,
von Deutschen Patrioten erhalten)
"Rosch
ha-Schana" fällt nach dem jüdischen
Kalender auf den 1. Tischri, der nach dem gregorianischen Kalender
in den September oder in die erste Hälfte des Oktobers fällt. Das
genaue Datum im gregoriani-schen Kalender
wechselt von Jahr zu Jahr, weil der jüdische Kalender mit 12
Mondmonaten von 29 bis 30 Tagen rechnet (Synodischer Monat 29,53
Tage). Um die 354 oder 355 Tage mit dem Sonnenjahr in Einklang zu
bringen, wird etwa alle drei Jahre ein ganzer Schaltmonat
eingefügt.
An Rosch ha-Schana beginnen die zehn
Jamim Noraim (Hebräisch „ehrfurchtsvollen Tage“), die mit dem
Versöhnungsfest Jom Kippur enden. Die rabbinische Literatur
beschreibt diesen Tag als einen Tag des Gerichts. Einige
Beschreibungen schildern Gott als auf einem Thron sitzend, wobei
Bücher mit den Taten aller Menschen offen vor ihm liegen.
Der Neujahrswunsch „Guter Rutsch!“
ist eine deutschsprachige Verballhornung und hat mit Rutschen
wahrscheinlich nichts zu tun. Aus dem jiddischen Gruß „Gut Rosch“
(Rosch „Kopf, Anfang“; also etwa: „Gutes Neujahr“)
könnte der deutsche Neujahrswunsch „Guter Rutsch“
entstanden sein.
Allerdings sprechen drei Gründe
gegen diese verbreitete etymologische Deutung:
1) Der
jüdische Neujahrstermin (1. Tischri) ist im September/Oktober.
2) Juden
wünschen einander „Schana tova“.
3) Während
der Dentalschwund (Ausfall des „t“) häufig begegnet, ist die
Entstehung von „Rutsch“
aus „Rosch“ ohne Parallelen.
... und wenn nun doch
"jiddisch"? Sind wir
(deutschen)
Patrioten so
schwach, dass ein "guter Rutsch" unser
DEUTSCHSEIN gefährden könnte? Wenn ja, dann sollten Sie,
lieber Leser, es sich grundsätzlich noch
mal überlegen, wo Sie hingehören.
Im übrigen:
Jiddisch wird zwar überwiegend von Juden gesprochen, ist aber
nicht "jüdisch"!
Jiddisch (aus
ostjidd. jidisch [ייִדיש] (=„jüdisch”) im 19. Jh. ins Englische
entlehnt und daraus Anfang des 20. Jh. als jiddisch ins Deutsche
zurück übernommen) ist eine westgermanische Sprache
mit semitischen und slawischen Elementen[1]. Jiddisch ging zur
Zeit des Hochmittelalters aus dem Mittelhochdeutschen
hervor und ist allgemein auch heute noch der deutschen
Sprache und deren Mundarten sehr nahe. Es wird von etwa drei
Millionen Menschen, größtenteils Juden, auf der ganzen Welt
gesprochen. Vor dem (....)
Zweiten Weltkrieg gab es etwa 12 Millionen Sprecher,
die Meisten davon in Ostmittel- und
Osteuropa.
Heutzutage sprechen neben älteren
Menschen aller jüdischen Glaubensrichtungen vor allem chassidische
Juden Jiddisch als Umgangssprache.
Der Erforschung der jiddischen
Sprache, Literatur und Kultur widmet sich die Jiddistik, die auch
in Deutsch-land an mehreren Universitäten
vertreten ist.
... und einen guten Rutsch!
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