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Brandrede von Erdogan
"Das richtige Wort zur rechten Zeit am rechten Ort wirkt Wunder!" EKLAT am Weltwirtschaftsforum in Davos Davos/Istanbul – 30.1.2009 Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat es einen Eklat im Streit über den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen gegeben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war verärgert, als er nach einer zum Teil lautstarken und emotionalen Rede des israelischen Präsidenten Shimon Peres vom Moderator an einer Erwiderung zunächst gehindert werden sollte. Erdogan sagte dann: "Sie lassen mich nicht reden" - verärgert hat der türkische Ministerpräsident Erdogan reagiert, als er in Davos kaum auf einen emotionalen Monolog des israelischen Präsi-denten Peres antworten konnte. Erdogans Wutausbruch im Wortlaut: "Entschuldigung, bitte, nur eine Minute. Herr Peres, Sie sind älter als ich. Sie haben sehr laut gespro-chen. Ich weiss, dass der Grund dafür Ihr Gefühl der Schuld ist. Ich werde nicht so laut sprechen wie Sie, nur damit Sie es wissen. Wenn es ums Töten geht, mit dem Töten kennt ihr euch sehr gut aus. Wir wissen, wie ihr Kinder am Strand getötet und erschossen habt. Unter Euch gibt es zwei frühere Ministerpräsidenten, die mir etwas sehr Wichtiges gesagt haben: Sie sagten, wenn wir auf Panzern und mit Waffen nach Palästina eindringen, sind wir frohen Mutes. Und nun kommen Sie (Peres) mir hier mit ihren Zahlen. Ich kann Ihnen auch die Namen (der Ministerpräsidenten) sagen. Ich verurteile auch die hier (im Publikum), die diese Grausamkeiten beklatschen. Wenn Sie für Diejenigen, welche diese Kinder und Menschen getötet haben, klatschen, ist das auch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie ich meine. Es gibt Tatsachen, über die können wir nicht hinweggehen. Ich habe mir hier viel notiert, habe aber keine Gelegenheit, hier auf alles einzugehen. (Der Moderator will ihn unterbrechen) Bitte unterbrechen Sie mich nicht. In der Thora ist das 6. Gebot: ,Du sollst nicht töten’. Aber dort wird getötet. Auch Folgendes ist noch interessant: Gilad Atzmon (ein israelisch-stämmiger Musiker und Autor): 'Die israelische Barbarei übertrifft manchmal noch die Grausamkeit.' Avi Chalem, der seinen Militärdienst in der israelischen Armee gemacht hat und nun Oxford-Professor für internationale Beziehungen ist, und die britische Zeitung 'Guardian'. Sie beschreiben Israel als Banditenstaat. (Der Moderater unterbricht Erdogan hier) Vielen Dank. Für mich ist Davos damit vorbei. Ich werde nicht mehr kommen. Sie lassen mich nicht reden. Er (Peres) hat 25 Minuten gesprochen. Ich habe zwölf Minuten gesprochen. Unmöglich." Erdogan stand auf und ging. Pikant: Auch der neue Beauftragte für den EU-Beitritt Egemen Bagis ging mit Erdogan aus der Kongresshalle. <<<<<<< O >>>>>>> Bild.de 30 Januar 2009 Die Türken feiern ihren Premier, empfangen ihn mit türkischen und palästinensischen Fahnen am Flughafen von Istanbul. Nach einem Streit mit Israels Präsident Schimon Peres (82) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos war Regierungschef Recep Tayyip Erdogan (54) wütend abgereist. „Willkommen zurück, Eroberer von Davos“ und „Welt, schau auf unseren Ministerpräsiden-ten“, stand auf den Plakaten der Demonstranten. Auch anti-israelische Slogans wurden gerufen. (....). Israels Präsident Peres hielt (...) ein emotionales Plädoyer für den Krieg Israels im Gazastreifen. Als Erdogan darauf antworten wollte, brach der Moderator das Gespräch aus Zeitgründen ab. Daraufhin verließ Erdogan das Podium mit den Worten „Ich komme nicht mehr nach Davos“. In einer Pressekonferenz sagte er später: „Ich respektiere Peres, deswegen habe ich meine Stimme auch nicht erhoben. Was er sagte, war nicht wahr, auch wir haben die Fakten.“ (...) <<<<<<< O >>>>>>> Original-Videos: www.youtube.com/watch?v=Wt8Rbq5vZOk (deutsch untertitelt) www.youtube.com/watch?v=lNoZhX1XdQw&NR=1 (türkisch/englisch) <<<<<<< O >>>>>>> Erdogan sorgt für Rieseneklat in Davos am Gazakrieg-Podium 29. Januar 2009, 21:51 Uhr Quelle. www.welt.de Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat wutentbrannt eine Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos verlassen. Zuvor hatte der israelische Präsident Shimon Peres ein flammendes Plädoyer für den Krieg Israels im Gazastreifen gehalten. Als Erdogan antworten wollte, brach der Moderator das Gespräch aus Zeitgründen ab. Daraufhin verließ Erdogan mit den Worten „Ich komme nicht mehr nach Davos“ den Saal. Diese Aussage relativierte er später in einer Pressekonferenz mit dem Organisator des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab. Er habe sich nur auf den Moderator bezogen, sagte Erdogan, der sich beklagte, dass er nur zwölf, Peres aber 25 Minuten habe sprechen können. Zuvor hatte Peres zum Teil lautstark den israelischen Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet verteidigt. Israel habe sich komplett aus dem Gazastreifen zurückgezogen, die Siedlungen aufgelöst, Wasser, Nahrungsmittel und Geld geliefert. „Dafür haben wir Raketen aus dem Iran bekommen“, sagte Peres in Bezug auf den Raketenbeschuss der Hamas. „Warum kämpfen die gegen uns?“, fragte Peres. Das Problem seien die Ambitionen des Irans im Mittleren Osten. Teheran beliefere die radikal-islamischen Hamas und Hisbollah mit Waffen und Raketen. Israel habe sich lange zurückgehalten, sagte Peres: „Was hätten Sie denn getan, wenn jeden Abend Raketen auf Istanbul niedergegangen wären?“, fragte der israelische Präsident den neben ihm sitzenden Erdogan. Diese direkte und laute Ansprache warf dieser seinem israelischen Gesprächspartner auf der Pressekonferenz vor. „Ich respektiere Peres, deswegen habe ich meine Stimme auch nicht erhoben. Was er sagte war nicht wahr, auch wir haben die Fakten“, sagte Erdogan. Zuvor hatte er Peres ein schlechtes Gewissen unterstellt. Original-Video: www.youtube.com/watch?v=G63cFEciTc8&NR=1 (Reuters: Gaza-Krieg) Der türkische Ministerpräsident hatte sich zuvor enttäuscht gezeigt, dass die Vermittlungsversuche seiner Regierung zwischen Israel und Syrien auch bezüglich der Hamas gescheitert seien. Es hätte nur noch wenig gefehlt und man hätte eine Einigung erzielt gehabt, sagte Erdogan. Doch anstatt auf die Vermittlungen zu antworten sei Israel am 26. Dezember in den Gaza-streifen einmarschiert. „Hier wurde Gewalt unverhältnismäßig eingesetzt“, sagte Erdogan. Der militärischen Macht Israels hätten die Palästinenser nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen gehabt. Und man muss wissen: Israel hat ja diesen Krieg schon im Herbst 2008 vorbereitet und grosse Waffenlieferungen von den U$A und von der BRD dafür erhalten. Unter Obama wäre dieser grauenhafte Krieg wohl nicht mehr möglich gewesen; tst <<<<<< O >>>>>> |
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