Sibirische Kälte
an der Winter-Sonnwende

Sibirische Kältewelle:  In La Brévine heute früh –34°C;  

In Siat habe ich heute Sonntag früh –15°C gemessen (in der Werkstatt nur +4°C)

Presseberichte:

Rund 2000 Fahrgäste hatten wegen der Kälte in der Nacht in Tunnelzügen unter dem Ärmelkanal bis zu 15 Stunden fest gesessen.

Nun zieht der Betreiber Konsequenzen: Eurostar streicht alle Züge wegen der Kältewelle. Mit Schnee kämpfen die Menschen auch an der Ost-küste der USA. In Washington ging am Morgen gar nichts mehr.

Hamburg, 19.12.2009 - Eisige Temperaturen und starker Schneefall haben weite Teile Europas und Nordamerikas weiter fest im Griff. Während sich die Ostküste der Verei-nigten Staaten auf einen gewaltigen Schneesturm am Samstag vorbereitete, blieben in der Nacht im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal vier Züge mit mehr als 2000 Fahr-gästen wegen wetterbedingter Pannen bis 15 Stunden lang liegen.

Wie Eurostar-Sprecher Grant Smith der BBC sagte, hatte der große Temperaturunterschied der Luft innerhalb und ausserhalb des Kanaltunnels zu der technischen Panne geführt. Am frühen Morgen wurden die Fahrgäste zweier liegengebliebener Züge mit einem Shuttle aus dem Tunnel gebracht. Eine Ersatzlokomotive sollte die beiden anderen Züge in Richtung Folkestone im Südosten Englands schie-ben.

In den Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen saßen jeweils zwischen 500 und 700 Menschen fest. Alle vier Züge waren auf dem Weg  von Paris nach London, als sie in dem Tunnel steck­en blieben. Zwei weitere Züge, die sich aus Brüssel und Paris auf dem Weg in Richtung London befanden, wurden noch rechtzeitig umgeleitet. Für die Fahrgäste habe keine Gefahr bestanden, sagte Eurostar- Sprecher Grant Smith. Aber es sei „sehr unbequem“ gewesen.

Eurostar hat inzwischen sämtliche Zugverbindungen durch den Ärmelkanal-Tunnel für Samstag gestrichen. Wartende am Londoner Bahnhof St.Pancras wurden mit Lautsprecher-durchsagen von den Zugausfällen informiert. Wann die Ver-bindungen zwischen London und Paris oder Brüssel wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.

Zehntausende in den USA ohne Strom

Starke Schneefälle haben in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) den Nordosten der USA lahmgelegt. In mehreren Bundesstaaten, darunter auch der Distrikt der Hauptstadt Washington, lief am Samstagmorgen gar nichts mehr. Der Nationale Wetterdienst warnte vor  dem schwersten Schneesturm seit Jahren. Bereits am Morgen lag das Land teilweise unter einer Schneedecke von etwa einem Meter.

In Virginia waren Zehntausende Menschen ohne Strom.  Auf den Flughäfen mussten Reisende mit langen Verspätungen rechnen. Mehrere Gesellschaften sagten ihre Flüge nach und von Washington ab. Kleinere Airports schlossen ganz. In den Supermärkten der betroffenen Regionen gab es leere Regale: Die meisten Menschen hatten in Erwartung des angekündigten Sturms Hamsterkäufe gemacht, um sich mit Wasser und Lebensmitteln einzudecken.

In Europa fordert die Kälte zwei Dutzend Tote

Auch in Deutschland sanken die Temperaturen wieder weit unter den Gefrierpunkt. Im sächsischen Dippoldiswalde-Reinberg fiel das Thermometer bereits am Abend auf minus 21,3 Grad Celsius.

 Vielerorts kam es zu nächtlichen Glätteunfällen, meist blieb es aber bei Blechschäden. Auf eisglatten Straßen kam es am Abend und in der Nacht zum Samstag zu Hunderten Verkehrsunfällen. Bei zwei Frontalzusammenstößen im Raum Köln wurden fünf Menschen schwer und zwei weitere leicht verletzt. Zumeist verliefen die Unfälle  jedoch glimpflich.

Seit Beginn der Kältewelle sind in Europa bereits zwei Dutzend Menschen erfroren, die meisten in Russland. In einer verlassenen Pfadfinder-Schutzhütte in Rheinland-Pfalz  wurde die Leiche eines 62 Jahre alten Mannes gefunden. Es war der erste Kältetote im Land. Der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland kritisierte vor dem Hintergrund dieses Falls vom Mittwoch, dass Hilfsangebote für Obdachlose oft nicht genug auf deren Bedürfnisse ausgerichtet seien. In Polen kamen seit Donnerstag mindestens fünf Menschen  ums Leben. (sf/dpa)

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Und bei dieser Kälte, aber noch bei gutem Flugwetter wird heute meine Sylvia vom Bezirksspital Kufstein mit einem Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA in das Kantonsspital Chur repatriiert.

Sylvia wollte in Walchsee an einem Seminar teilnehmen, erkrankte aber an einer infektiösen Meningitis (Hirnhautenzündung), weshalb sie am Dienstag, 16.Dez. zur Abklärung in das Krankenhaus Kufstein eingeliefert wurde, wo die Laboruntersuche diese Diagnose ergaben.

Hoffen wir, dass Sylvia in Chur gut aufgehoben ist und bestens gepflegt wird, damit sie sich baldigst erholen und wieder selbst therapieren kann!   Thyl

> zu den Spezialseiten für Sylvia

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Pressebericht dpa:

19.12.2009

Ein eisiger Wintersturm hat in Staaten an der US-Ostküste ein Schneechaos angerichtet und fünf Menschen das Leben gekostet. In Hunderttausenden Haushalten in den Staaten vom Nordosten bis mittleren Atlantik fiel am Wochenende der Strom aus, der Verkehr brach zusammen.

Die Polizei musste zu mehr als 4000 Verkehrsunfällen ausrücken, zahlreiche Flüge wurden gestrichen. In einigen Gegenden fielen fast 60 Zentimeter Neuschnee. Für die Hauptstadt Washington galt eine Blizzard-Warnung.

(Und wir hatten hier in Siat kürzlich über Nacht 70 cm Neuschnee und ausser Schnee schaufeln nicht die geringsten Probleme! tst).

Auf dem Reagan National Airport fielen 40 Zentimeter Schnee, so viel wie noch nie an einem einzigen Tag im Dezember. Ebenso viel wurde in Philadelphia gemessen. In New York erwarteten die Meteorologen bis zu 25 Zentimeter Schnee.

Im Staat Virginia befreiten Rettungsmannschaften in Allradfahrzeugen hunderte gestrandeter Autofahrer. Rund 500 Menschen suchten in Notunterkünften vor der bitteren Kälte Schutz. Flugreisende mussten mit erheblichen Verspätungen rechnen, wenn ihre Verbindungen nicht gleich ganz gestrichen wurden. Wer seine Verbindung nicht auf die kommenden Tage umbuchen konnte, werde viel Geduld aufbringen müssen, sagte eine Sprecherin der Flughafenbehörde in Washington.

Das Winterwetter hatte auch erhebliche Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft am letzten Adventwochenende. Einkaufszentren waren fast leer, und Geschäftsinhaber meldeten, dass die Käufer ihre Lebensmittel- und sonstigen Vorräte aufstockten. «Die Leute müssen das Geld statt für Weihnachten für das Notwendigste ausgeben», sagte ein Kaufmann, Ron Hart, der in West Virginia einen Gemischtwarenladen betreibt. «Unser Weihnachtsgeschäft ist erheblich zurückgegangen, weil die Leute anderes kaufen müssen.»

Schneestiefel und Wetterjacken im Senat

Auch im ehrwürdigen Senat hinterliess das Winterwetter Spuren. Bei einer Sitzung am Samstag dominierten Wetterjacken, Schneestiefel und andere eher an eine Skihütte erinnernden Kleidungsstücke. «Sieht wie in Vermont hier aus», sagte Senator Pat Leahy, der aus dem für seine Wintersportorte bekannten US-Staat stammt.

Präsident Barack Obama entschuldigte sich bei Journalisten dafür, dass er sie bei so schlechtem Wetter zu einer Pressekonferenz über den Kopenhagener Klimagipfel und die Gesundheitsreform in Weisse Haus gerufen habe. Als schneeerprobter Mann aus Chicago machte er sich aber auch über die frierenden Washingtoner lustig, bei denen schon bei ein bisschen Eis die Schule ausfalle. Es sei an der Zeit, ein wenig «harte Chicago-Widerstandskraft» in Washington anzuwenden. Er fühle sich jetzt in Washington zuhause. (vin/tan/ap/sda)

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