Sylvia Steinemann-Röthlisberger

Situationsberichte aus dem Spital

Vorgeschichte:

Sylvia beabsichtigte an einem Fortbildungskurs für Craniosacral Therapie teilzunehmen in der Dr. Vodder Akademie in Walchsee / Österreich.

Schon in den Tagen vor der Abreise hatte sie Probleme mit Schwindel und Kopfweh, was sie auf "Schwingtherapie"- Übungen in einem vorhergehenden Diplomkurs für "Wirbelsäulebasis-Ausgleich" in der Innerschweiz zurückführte und im Zusammenhang mit einem Schleudertrauma vor vielen Jahren sein könnte.  Diese Symptome hatte sie aber soweit im Griff, dass sie überzeugt war, an diesem Kurs in Walchsee teilnehmen zu können.

Am Telefon merkte ich, dass sich der Zustand von Sylvia täglich verschlechterte und dass sie mit hoh-em Fieber bereits nicht mehr reisefähig ist.  Ich alarmierte einerseits die Schweizerische Rettungsflug-wacht REGA um sich auf eine allfällig notwenige Repatriierung vorzubereiten und veranlasste anderer-seits, dass ihr Kurskollege eine ärztliche Abklärung durchführen lässt um der REGA eine entsprechende Lagebeschreibung machen zu können.

Der zuständige Arzt der REGA hat sich mit der Ärztin in Walchsee verbunden, welche Sylvia jedoch zur Abklärung in das Bezirksspital Kufstein überführen lassen wollte, was am 16.Dez. nachmittags geschah. Dort wurde sie einer (sehr schmerzhaften) Rückenmarkpunktion unterzogen um im Labor abklären zu können ob ein Infekt der Hirnhaut vorliegt, was bestätigt wurde.  Diese virale Meningitis bewirkte hohes Fieber bis 39°C, starkes Kopfweh, Schwäche, Konzentrationsunfähigkeit usw.

Am Samstag und Sonntag, 12./13.Dez. wurde Sylvia in Kufstein von ihrer Tochter besucht, welche als beratende Hebamme u.a. auch im Universitätsspital Zürich tätig ist.

Sie konnte aufgrund ihres medizinischen Fachwissens im eingehenden Gespräch mit den zuständigen Ärzten in Kufstein genauere Abklärungen machen und konstatierte mit Schrecken, dass sich der Zustand von Sylvia möglicherweise plötzlich dramatisch verschlechtern könnte, sodass sie die REGA veranlassen konnte eine sofortige Repatriierung einzuleiten, da Sylvia sonst zur Sicherheit in ein Zentralspital verlegt werden müsste, also nach Innsbruck.

Die REGA konnte glücklicherweise und ausnahmsweise einen Heli-Flug nach Kufstein und zurück nach Chur organisieren und Sylvia am Sonntagabend in der Notfallaufnahme des Kantonsspitals Chur einliefern. 

 

       

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*Letzte Bearbeitung dieser Seite am 03.01.2010