2. Kriegsbericht aus Gaza

Israelische Bomben auf Gazastadt -- Teile des Gazastreifens ohne Strom

Depleted uranium found in Gaza victims

Norwegische Ärzte fanden abgereichertes Uran in einigen der verletzten Opfer der israelischen Angriffe.  Die Militärregierung Israels kennt offenbar keine Grenzen, keine Ethik und keine Moral....

Press TV
January 5, 2008

Medics tell Press TV they have found traces of depleted uranium in some Gazan residents wounded in Israel’s ground offensive into the strip.

Norwegian medics told Press TV correspondent Akram al-Sattari that some of the victims who have been wounded since Israel began its attacks on the Gaza Strip on December 27 have traces of depleted uranium in their bodies.

The report comes after Israeli tanks and troops swept across the border into Gaza on Saturday night, opening a ground operation after eight days of intensive attacks by Israeli air and naval forces on the impoverished region.

Israeli Defense Minister Ehud Barak warned on Sunday that the wide-ranging ground offensive in the Gaza Strip would be “full of surprises.”

A ground offensive in the densely-populated Gaza is expected to drastically increase the death toll of the civilian population.

The latest assaults bring the number of Palestinians killed to over 488 with 2790 others wounded. The UN says that about 25 percent of the casualties were civilian deaths - including at least 34 children.

According to Israeli army officials, at least 30 of its soldiers have been wounded since the start of the ground campaign.

Amid global condemnation of the ongoing violence in the region, the UN Security Council failed to agree on a united approach to resolve the crisis.

“Once again, the world is watching in dismay the dysfunctionality of the Security Council,” UN General Assembly chief Miguel d’Escoto said Sunday.

According to diplomatic sources, the US blocked a Security Council resolution, with US Deputy Ambassador Alejandro Wolff arguing that an official statement that criticizes both Israel and Hamas would not be helpful.

The White House has so far declined to comment on whether an Israeli ground incursion into Gaza is a justified measure.

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Kommentar zur Nahost-Politik

Der Grundfehler ist die pro-israelische Schlagseite

Von Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio Amman

Der Weihnachts- und Silvesterurlaub ist vorbei, nun werden Europas Politiker aktiv. Schliesslich ist Israels Krieg gegen Gaza in seiner Heftigkeit ungewöhnlich: Bisher mehr als 500 getötete Palästinenser - so viele Menschen hat die israelische Besatzungsarmee im ganzen Jahr 2007 nicht getötet! Man muss kein Zyniker sein, um festzustellen: Hätte es sich um israelische Tote gehandelt, hätten Europas Chefdiplomaten ihren beschaulichen Jahresendurlaub unverzüglich abgebrochen.

Die Bomben auf Gaza und die Raketen auf Israel sind eine direkte Folge der völlig fehlgeleiteten Politik, die die Europäische Union im Nahen Osten in den letzten Jahren betrieben hat. Der Tiefpunkt war die Entscheidung, die Blockade des Gaza-Streifens mitzumachen. Anderthalb Millionen Menschen immer tiefer ins Elend zu drücken, war nicht nur unmoralisch und kriminell - es war dumm. Diese Menschen nur noch auf das Überlebensminimum zu reduzieren, machte den Nahen Osten immer noch unsicherer und instabiler. Den Scherbenhaufen, vor dem die Europäische Union nun steht, hat sie selbst mit angerichtet.

Beschuss und Blockade müssen aufhören

Israel sagt, der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen müsse aufhören, ein für alle Mal. Das stimmt. Das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Widerstand gegen eine Besatzungsmacht gibt Hamas nicht das Recht, israelische Zivilisten anzugreifen.

Hamas sagt, die Blockade des Gaza-Streifens müsse aufhören, ein für alle Mal. Auch das stimmt. Nicht nur jeder Israeli, auch jeder Palästinenser hat ein Recht auf Freizügigkeit, auf ein Leben in Freiheit und in Würde.

Eigentlich wäre eine Lösung also einfach: Öffnung des Gazastreifens gegen ein Ende des Raketenbeschusses. Dennoch sind die  Erfolgschancen der europäischen Vermittlung gering. Der Leiter der Delegation, der tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg, scheint auf einem Auge blind zu sein. Am Sonntag sagte er, Hamas habe "angefangen" und trage "die Schuld".

Schwarzenberg ignoriert legitime Hamas-Forderung

Das hat mit der tatsächlichen Folge der Ereignisse in Südisrael und Gaza im letzten Jahr wenig zu tun, ein kurzer Rückblick: Im Sommer war es in Südisrael so friedlich wie lange nicht. Doch die vereinbarte Öffnung von Gaza blieb aus. Anfang November begann Israels Armee dann, die Waffenruhe immer häufiger zu brechen und die Lage systematisch zu eskalieren. Deshalb hielt Hamas nicht mehr still, das Verhängnis nahm seinen Lauf.

Da Schwarzenberg nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint, dass auch Hamas eine legitime Forderung hat - die Öffnung des Gaza-Streifens -, dürfte es kaum gelingen, einen wahren Durchbruch zu erreichen. Die Geschichte des Nahen Ostens hat unzählige israelisch-palästinensische Vereinbarungen gesehen, die stets das israelische Interesse höher hingen als das palästinensische. Gescheitert sind sie alle wegen genau dieses Grundfehlers.

Quelle:  www.tagesschau.de/kommentar/eugaza100.html

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6.Januar 2009    Quelle:  Newsletter Kopp-Verlag

Der Krieg in Gaza: Cheneys »Abschiedsgeschenk« an die neue Obama-Regierung 

Die Regierung Bush–Cheney hinterlässt der neuen Obama-Regierung eine grosse Krise, die wahr-scheinlich die Richtung der Aussenpolitik der neuen Regierung massgeblich bestimmen wird.

Berichten in der Los Angeles Times zufolge haben Präsident Bush und seine Administration der israelischen Regierung von Ministerpräsident Olmert grünes Licht für die massiven Angriffe auf den Gaza-Streifen, eines der dichtest besiedelten Gebiete der Welt, gegeben. Dort hatte die »Hamas« die Wahlen zum Palästinensischen Legislativrat (PLC) im Januar 2006 gewonnen.

Die Drohung der USA, beim UN-Sicherheitsrat ein Veto einzulegen, hat darüber hinaus den israeli-schen Streitkräften die Angriffe und Bombardierungen ermöglicht, die am 27. Dezember begonnen haben, ohne dass eine Verurteilung durch die UNO zu befürchten war. Dadurch ist die ganze Region an den Rand eines Vielfrontenkriegs gerückt – was die seinerzeit so befremdlichen »Prognosen« des damaligen Vizepräsidentschaftskandidaten Joe Biden und General Colin Powells wieder ins Gedächt-nis ruft. Beide hatten vorausgesagt, Obamas Stehvermögen als Präsident könne durch eine grosse Krise während der ersten 100 Tage seiner Präsidentschaft auf die Probe gestellt werden.

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Darum mein erneuter Aufruf:

"Juden, entscheidet Euch jetzt, wem ihr dienen wollt !"

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