7. Kriegsbericht aus Gaza

Der Zionist Olmert: 
"Es gibt keine Waffenruhe!"

> Israel verweigert längere Waffenruhe für die Hilfswerke ---
 verzweifelte Kinder, Verletzte und Tote können kaum geborgen werden.

GAZA:

Rotes Kreuz rettet verhungernde Kinder
an der Seite der Leichen ihrer Eltern

 

(Reuters) - Das ICRC vermutet, dass noch viele Verletzte sich in die Ruinen der Häuser von Gaza geflüchtet haben und verlangt, dass das israelische Militär eine Suche nach ihnen zulässt.

(Martin Fletcher, Jerusalem) 8. Januar 2009 "The Times"

Das ICRC klagt die Israelis an, sich “unakzeptierbar” zu verhalten und das humanitäre Völkerrecht zu missachten: Das Rote Kreuz  entdeckte vier abgezehrte Kleinkinder, die an der Seite der Leichen ihr-er Mütter und anderer Erwachsener in von Bomben zerstörten Häusern von Gaza-Stadt vegetierten.

Das ICRC teilte mit, es hätte vier Tage lang um freies Geleit ersucht, um Zutritt zu den zerstörten Häusern im Viertel Zaytun zu erhalten. Schliesslich wurde gestern Nachmittag der Zutritt für eine Rettungseinheit zusammen mit vier Krankenwagen des “Roten Halbmondes” gestattet und das Team erstattete heute einen schockierenden Bericht.

In einem der Häuser fanden sie vier kleine Kinder, noch lebend, aber be-reits zu schwach, um aufrecht zu stehen, an der Seite ihrer toten Mütter. Alleine in diesem Haus fanden sie 12 Leichen auf Matratzen liegen.

In einem anderen Haus fanden sie 15 Überlebende der israelischen Beschiessung, davon mehrere erheblich verletzt, und in einem dritten drei Leichen. Dann wurden sie von israelischen Soldaten von einer 80m entfernten Stellung zum Verlassen des Gebietes aufgefordert, was sie jedoch verweiger-ten. Die Kinder und die Verwundeten mussten auf Eselskarren zu den Krankenwagen transportiert werden, weil von den Israelis aufgeschüttete Dämme die Zufahrt zu den Häusern blockierten (!). Insgesamt konnte das Rettungsteam 18 Verwundete und 12 Zivilis-ten im Zustand völliger Erschöpfung abtransportieren. Zwei Leichen wurden geborgen, und es war geplant, 13 weitere am nächsten Tag abzuholen.

Dem ICRC zufolge müssten noch viele Verletzte sich in den Ruinen dieses Stadtviertels verbergen. In ungewöhnlich deutlichen Verlautbarungen des Hauptquartiers in Genf verlangte die Organisation, Israel müsse sofort Zutritt für die weitere Suche gewähren.

„Das ist ein zutiefst aufwühlendes Ereignis“ drückte sich Pierre Wettach, der Leiter der ICRC Delega-tion für Israel und die besetzten Gebiete, aus. „Dem Militär musste die Lage gut bekannt sein, aber dennoch hat es den Verletzten nicht Beistand geleistet. Und es hat auch jede Hilfe durch uns oder den Roten Halbmond verhindert."

Das ICRC klagte das israelische Militär an, seine Pflicht gegenüber bindendem humanitärem Völker-recht verletzt zu haben, Verwundete zu versorgen und aus der Kampfzone zu bergen und erklärte die Verzögerung als unakzeptierbar, Rettungsdiensten den Zutritt zu gestatten. Diese Anklagen des ICRC belasteten das Militär Israels zusätzlich.

Dienstag hatten die Israelis 40 Menschen bei einem gezielten Bombenangriff auf eine UN-Schule getötet, die "angeblich" als Basis für eine Mörsereinheit der HAMAS verwendet worden sei. Internationale Hilfsorganisationen berichten, die 13 Tage andauernde Offensive habe eine zusätz-liche humanitäre Katastrophe für die 1,5 Millionen Bewohner von Gaza angerichtet.

Die Armee Israels verweigerte eine direkte Antwort, gab aber eine Stellungnahme heraus, es kämpfe gegen eine “Terrororganisation”, die bewusst Zivilisten als menschliche Schutzschilde ge-brauche. Die IDF stehe während der Kämpfe in engem Kontakt mit den Hilfsorganisationen, so dass für Zivilisten gesorgt werden könne (nach Abwarten von vier Tagen!...).

“Die IDF richte ihre Angriffe keineswegs mit Absicht gegen Zivilisten und hat seine Bereitschaft ge-zeigt, Kampfhandlungen abzubrechen und Nachteile zu riskieren, um unschuldigen Zivilisten Beistand zu leisten. Jede ernsthafte Anklage der IDF wegen ihres Verhaltens müsse sorgfältig untersucht wer-den, sobald eine solche Anklage offiziell erhoben werde, jedoch innerhalb der Notwendigkeiten der gegenwärtig ablaufenden Kriegführung."

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