Eiskreis im River Otter, nahe Honiton in Devon | Copyright: SouthWestNews
Honiton/ England - Für gewöhnlich ist England hauptsächlich für Kreise und geometrische Muster in Getreidefeldern, den so genannten "Kornkreisen" bekannt. Kreise in zugefrorenen Seen, Flüssen und Bächen sind zwar seit Jahrzehnten bekannt, wurden bislang jedoch immer ausserhalb Englands - vor-nehmlich in Skandinavien, Nordamerika und Russland dokumentiert. Nun wurde in der Grafschaft Devon das erste Phänomen dieser Art auf den britischen Inseln entdeckt und dokumentiert.
Laut einem Bericht der "Daily Mail" entdeckte Roy Jeffries den Kreis im Eis des River Otter nahe Honi-ton, als er mit seinem Hund spazieren war. Der Eiskreis in Devon hat einen Durchmesser von drei Me-tern und dreht sich alle vier Minuten und zehn Sekunden um seine eigenen Achse. (!)
Kornkreisforscher Andreas Müller weiss zumindest für einige Eiskreise eine natürliche Erklärung zu benennen:
"Wasserläufe erzeugen durch Wirbelstrukturen und unterschiedliche Temperaturverhältnisse Wirbel, die sich dann auch im Eis der Oberfläche als derartige Kreise abzeichnen können. Durch die Wirbelbewegung rotiert die zentrale Scheibe und schleift die Ränder glatt und mehr und mehr ab."
Entsprechende Kreisphänomene wurden u. a. in Schweden und Norwegen entdeckt und untersucht. "Allerdings", so Müller weiter, "gibt es - wie bei den Kornkreisen - auch Kreisphänomene im Eis, für die wir bislang noch keine Erklärung finden konnten, wenn sich Kreise beispielsweise in abgeschlossenen Wasserspeichern bildeten oder sogar komplexere Formen und gerade Linien annahmen."
Weitere Eiskreismeldungen:
Ontario: Eiskreise im
Sheridan Creek
23. Dezember 2008
Ungewöhnliche Eiskreis-Formation in Russland
5. September 2008
Später
Eiskreis in Schweden
5. Mai 2008

Eiskreis von Norwalk, Connecticut am 11.März 2003
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