Der "letzte Arbeitstag" von G.W.Bush

WASHINGTON, 19. Januar (RIA Novosti)

Das Weisse Haus wird am letzten Amtstag von US-Präsident George
W. Bush mit Soldatenschuhen und sonstigem Schuhwerk beworfen.

Das kündigte das Organisationskomitee einer Demonstration an, an der am heutigen Montag neun Antikriegs-Veteranen- und Bürgerrechtsorganisationen teilnehmen werden.

Die Demonstranten wollen damit dem Beispiel des irakischen Journalisten Muntazir Al-Zeidi folgen, der bei einer Pressekonferenz Bushs am 14. Dezember in Bagdad seine Schuhe nach ihm geworfen hat, womit er seinen Protest gegen das US-Vorgehen im Irak äusserte.

Die Organisatoren der Aktion, die bereits seit mehreren Wochen altes Schuhwerk in mehreren US-Bundesstaaten sammeln, wollen "Hunderte und vielleicht auch Tausende von Schuhen" zum Weissen Haus bringen.

Sie nehmen dabei ihre Festnahme in Kauf, wenn die von ihnen geworfenen Schuhe hinter dem Zaun auf dem Gelände der Präsidentenresidenz landen werden. Vor den Teilnehmern der Aktion werden Aktivisten von Antikriegs- und Veteranenorganisationen sprechen.

Wie eine von CBC und "The New York Times" durchgeführte Umfrage ergab, wird heute die Arbeit des scheidenden Präsidenten von 22 Prozent der Amerikaner positiv und von 73 Prozent negativ bewertet.

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WASHINGTON, 16. Januar (RIA Novosti)

Der scheidende US-Präsident George W. Bush hat in seiner Abschieds-ansprache den Amerikanern für das ihm erwiesene Vertrauen gedankt und seinen Optimismus über Amerikas Zukunft geäussert.

"Es gibt zwar Dinge, die ich anders gemacht hätte, wenn ich eine Chance dafür bekom-men hätte", gestand er in der Ansprache, die von allen führenden Fernseh- und Funkanstalten der Vereinigten Staaten aus dem Weissen Haus übertragen wurde. "Dennoch hatte ich bei allen meinen Handlungen das Beste für unser Land im Sinn. Ich folgte meinem Gewissen und tat das, was ich für richtig hielt."

"Wir waren mit Gefahren und Prüfungen konfrontiert, und diese stehen uns auch wieder bevor, mit dem Mut unseren Menschen und mit dem Glauben an unsere Ideale wird unser grosses Land niemals müde und niemals scheitern", betonte Bush.

In seiner Ansprache ging er unter anderem auf den Antiterrorkampf nach dem 11. September 2001 ein. "In den zurückliegenden sieben Jahren wurde ein neues Ministerium für innere Sicherheit gegründet. Die Streitkräfte, die Vereinigung für Aufklärung und das FBI wurden umgestaltet. Unser Land verfügt über ein neues Instrumentarium zur Überwachung von Bewegungen der Terroristen, zur Sperrung ihrer Finanzen und zur Unterbindung ihrer Verschwörungen."

"Seit mehr als sieben Jahren wurden auf dem Territorium Amerikas keine neuen Terrorakte begangen", stellte der Präsident fest.

Zur bevorstehenden Amtseinführung des gewählten Präsidenten Barack Obama sagte Bush: "Dies ist ein Moment von Hoffnung und Stolz für die ganze Nation, und ich schliesse mich allen Amerikanern an, die dem gewählten Präsidenten Obama, seiner Gattin Michele und ihren beiden hübschen Töchtern alles Beste wünschen."

Am Freitag reist Bush mit seiner Familie nach Camp David und wird erst am Sonntag wieder nach Washington zurückkehren. Am Montag sei bei ihm, so Dana Perino, die Sprecherin des Weissen Hauses, Zeit reserviert, in der führende Politiker der Welt ihn anrufen können, um von ihm Abschied zu nehmen.

Der letzte öffentliche Auftritt von George W. Bush wird bei der Amtseinführung Obamas am Dienstag sein.

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