UFO-Sichtungen über Deutschland

UFO-Alarm am Airport

Mysteriöses Flugobjekt nachts über Stuttgart  ---  Polizei-Hubschrauber im Einsatz  ---  die Spur verliert sich im Schwäbischen Wald

Von ROBIN MÜHLEBACH

Um 21 Uhr drang das unbekannte Flugobjekt über Herrenberg in den Stuttgarter Luftraum ein. Dann gab‘s den grössten UFO-Alarm seit Jahren!

Jetzt ermittelt die Deutsche Flugsicherung: War es ein irrer Pilot auf einem unangemeldeten Nachtflug? Die Spionage-Drohne einer fremden Streitmacht? Oder gar Eindringlinge aus dem All?

Fakt ist: 

Das unbekannte Flugobjekt bewegte sich mit extrem langsamen 50 Knoten (ca. 90 km/h) über den Himmel, wurde von Fluglotsen des Airport-Towers auf Radarschirmen entdeckt. Immer wieder funkten sie: „Do you read?“ Fliegersprache für „Bitte melden!“ Keine Antwort!

Tower-Chef Helmut Montag: „Es gab kein Transponder-Signal (Funksender, die Red.), wie es bei Nachtflügen vorgeschrieben ist.“ Ein Polizei-Hubschrauber stieg auf, suchte vergeblich nach dem UFO.
Flugsicherungs-Sprecher Axel Raab (57): „Beim Anflug auf den Flughafen meldete ein Pilot mehrere Lichter über sich, schätzte die Höhe auf circa 2000 Meter.“

21.42 Uhr: Plötzlich verschwand das UFO auf dem Radarschirm bei Welzheim (Schwäbischer Wald). Der Tower-Chef: „Wir mussten von einem Absturz ausgehen, Polizei-Streifen schwärmten aus.“

Sorge auch bei den Sicherheitsexperten von Airport-Chef Georg Fundel (54): „Zum Glück wurde der Flugverkehr nicht beeinträchtigt.“

Um 22 Uhr tauchte das Radarsignal wieder über Dinkelsbühl (Bayern) auf, bewegte sich schnurstracks nach Grafenwöhr, wo es endgültig verschwand. In Nähe eines US-Truppenübungsplatzes...

Der Mannheimer UFO-Forscher Werner Walter (51):

„Merkwürdig! So langsam fliegen eigentlich nur Ultraleicht- oder Motorsegelflieger, doch die haben für eine solche Reisedistanz nicht genug Sprit
 

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Ufo wahrscheinlich in Tschechien gelandet

Jetzt internationale Fahndung - dem Pilot droht Entzug der Lizenz

Stuttgart, 22.1.2009

Jetzt soll auch international nach dem Ufo vom Montagabend gefahndet werden: Die Flugsicherung am Stuttgarter Flughafen hofft auf Unterstützung in Frankreich und Tschechien, wo das unbekannte Objekt wahrscheinlich gestartet und gelandet ist.

Wer auch immer am Montag gegen 21 Uhr per Radar im Tower in Filderstadt geortet wurde: Dem Piloten droht eine empfindliche Strafe. Ohne sich, wie vorgeschrieben, bei der Flugsicherung anzu-melden, gondelte er vermutlich mit einem Ultraleichtflugzeug stundenlang durch den Luftraum. Ein Funkkontakt war nicht herzustellen. Erstmals wurde das Ufo bereits nach 19 Uhr über dem Süd-schwarzwald geortet. Anhand seiner späteren Bahn vermutet Helmut Montag, Sprecher der Stuttgarter Flugsicherung, den Startplatz in Frankreich.

Das Ufo zog dann nordostwärts, verschwand bei Welzheim von der Bildfläche und tauchte bei Dinkels-bühl wieder auf. "Die Kollegen in München haben es mit anderen Radaranlagen später noch bei Gra-fenwöhr nordöstlich von Nürnberg gesichtet", sagt Montag. Es liege die Vermutung nahe, dass das Flugobjekt dann jenseits der Grenze zu Tschechien gelandet ist. Was sich der Pilot bei der Nacht- und Nebelaktion dachte, bleibt Montag ein Rätsel. "Entweder ist er nur dumm - aber das glaube ich nicht. Oder er hat alle Vorschriften bewusst ignoriert."

Nach den neueren Ermittlungen geht Montag nicht mehr davon aus, dass der Pilot sich bewusst verstecken wollte: "Er ist fast immer so hoch geflogen, dass er vom Radar erfasst wurde." Im Umkreis von 20 Kilometern um den Flughafen hätte er unter 100 bis 150 Metern bleiben müssen, um unerkannt zu bleiben. Wegen der Erdkrümmung nimmt diese Maximalhöhe zu, je weiter das Objekt von der Radaranlage entfernt ist.

Montag geht inzwischen davon aus, dass das Ufo vier oder mehr Stunden unerlaubt am Himmel her-umschwirrte. "Wegen der Dauer des Flugs ist das ein ziemlich schwerer Verstoss, da wird es nicht mit einem Bussgeld ausgehen", mutmasst er. Nach Deutscher Rechtsprechung müsste dem Piloten die Lizenz entzogen werden. Wenn sich Vorsatz nachweisen lasse, stehe womöglich sogar eine Freiheits-strafe an. "Wir versuchen weiter etwas herauszufinden, auch Länder übergreifend über alle möglichen Schienen." Die Chancen, das Ufo zu ermitteln, schätzt Montag dennoch als minimal ein.

Annette Mohl

22.01.2009 - aktualisiert: 22.01.2009 18:26 Uhr

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*Letzte Bearbeitung dieser Seite am 24.01.2009