Kinder - unsere wertvollste Zukunft

 

Pädophilie-Gefahr:
Sollten Männer künftig wirklich Krippenkinder betreuen?

Eva Herman

Bis 2013 werden in Deutschland zwischen 40'000 und 80'000 zusätzliche Erzieherinnen nötig sein. Diese Zahlen, die von der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Fachakademien für Sozialpädagogik stammen, liegen bis zum Doppelten höher, als von der Bundesregierung derzeit geschätzt. Denn bis 2013 will die Bundesregierung ihre ehrgeizigen Pläne verwirklicht und das Land mit 750'000 Krippen-plätzen überzogen haben. Woher das Geld dafür kommen soll, steht zwar weiterhin in den Sternen (ca. 20 Milliarden!). Aber woher will man denn eigentlich diese bis zu 80'000 Erzieherinnen nehmen? Schon heute leidet Deutschland unter schwerstem Erziehungsnotstand in den frühkindlichen »Bewahranstal-ten«, in denen nicht selten 20 Kinder von ein bis zwei Erzieherinnen versorgt werden, was jedoch von der Bundesregierung ohne Not weiterhin als »frühkindliche Bildung« schöngeredet wird.

Eine Antwort kommt jetzt von den Ruhr-Nachrichten. In seiner Ausgabe vom 19. Februar 2010 präsen-tiert das Blatt einen Plan, über den auch die EU und die deutsche Bundesregierung ernsthaft schon länger nachdenken. Die Zeitung fragt: »Wie können Männer für den Beruf begeistert werden?«

Diese Pläne überraschen angesichts einer systematischen, politisch gewollten »Männerverweiblichung« und »Frauenvermännlichung« durch gesetzlich verankertes Gender Mainstreaming zwar nicht mehr wirklich. Dennoch ist diese Frage insofern von allerhöchster Brisanz und Bedeutung, weil sie eigentlich lauten müsste: Sind Männer überhaupt dazu geeignet? Können sie den Bedürfnissen von Kleinkindern wirklich gerecht werden?

Die renommierte, deutsche Wissenschaftlerin Christa Meves warnt hier vor all zu großer Leichtfertigkeit. Denn zwei Gründe sprächen dagegen: Zum einen eigne sich der Mann aufgrund seiner hormonellen Ausstattung wesentlich schlechter dazu, frühkindliche Bedürfnisse rechtzeitig erkennen und konstant erfüllen zu können. »Männer haben unter anderem eine geringere Empathie und Wahrnehmungs-geschwindigkeit, Frauen erfassen viel schneller und durchgängiger, ob sich ein Baby oder Kleinkind in Gefahr befindet«, so die Psychotherapeutin. »Entsprechend schnell können weibliche Erzieher in prekären Situationen eingreifen, bei den Männern – wir sprechen hier immer vom statistischen Mittel und nicht etwa von den berühmten Ausnahmen – dauert eine notwendige Hilfestellung dementsprechend länger.«

Der zweite Grund, der gegen die frühkindliche Betreuung durch männliche Erzieher sprechen könnte, sei die nicht zu unterschätzende Gefahr der Pädophilie. Christa Meves: »Sie ist bei Männern naturgemäss erheblich grösser als bei Frauen. Auf jeden Fall muss dieses Problem bei möglichen Ent-scheidungen unbedingt bedacht werden. Männer, die Kleinkinder waschen, reinigen und wickeln müs-sen, können der Versuchung, sich an den wehrlosen Kindern zu vergreifen, sie zu penetrieren, seltener widerstehen. Der Antrieb der Männer ist grundsätzlich elementarer. Durch die überall verbreitete Porno-grafie in Medien und Internet werden die Gefahren, sexuell zu entgleisen, nicht gerade weniger.«

Finden diese nicht von der Hand zu weisenden, schwerwiegenden Gefahren für kleine Kinder, gar Säug-linge in Krippen wirklich genügend Beachtung bei den derzeitigen politischen Überlegungen in Berlin und Brüssel? Werden die erschreckenden negativen Erfahrungen missbrauchter Kinder aus katholischen Betreuungseinrichtungen, wie sie derzeit allerorten aufgedeckt werden und die zum allergrößten Teil von männlichen Lehrern und Betreuern ausgingen, zum Beispiel in künftige Entscheidungen überhaupt mit einbezogen? Wird man dem wichtigen Umstand genügend Beachtung schenken, dass jedes Kleinkind einem Erwachsenen gegenüber komplett hilflos ausgeliefert ist, sich nicht wehren kann, und ebenso über eventuelle Missbrauchserlebnisse fortan schweigen muss, weil es noch nicht einmal sprechen, sich darüber ausdrücken kann? Selbst missbrauchte Jugendliche und Erwachsene schweigen nicht selten bis heute aus grenzenloser Scham und aus Furcht.

Die Forscherin Meves, die seit über vier Jahrzehnten sowohl Familien, als auch Männer, Frauen und Kinder umfangreich therapiert, stellt fest: »Der Vater ist für die Entwicklung eines Kindes natürlich un-endlich wichtig. Aber das Zeitfenster der ersten drei Lebensjahre ist und bleibt das ›Mutterfenster‹«.

In dieser Zeit braucht das Kind Liebe, Zuwendung, Nähe. Es braucht für die Erfüllung seiner ganz natür-lichen Bedürfnisse nichts dringender als die Sicherheitsbasis »Mutter«.

Eine Frau ist aufgrund ihrer hormonellen Ausstattung von der Natur dafür vorgesehen, um sich in den ersten Lebensjahren um die Kleinsten zu kümmern, deswegen ist sie es auch in erster Linie, die für die Kleinkinderbetreuung eher geeignet ist als der Mann, wenn Kinder denn schon in Krippen abgegeben werden müssen.

»Und die Mutter, und nicht etwa der Vater ist in der Lage, den Säugling zu stillen«, so Meves. Weibliche Hormone statten die Frau zudem mit allen notwendigen Alarmeinrichtungen der Natur aus. Eine Mutter erkennt naturgemäß alle Bedürfnisse des Kindes schneller und selbstverständlicher. Die Psychothera-peutin: »Nehmen wir nur die Muttersprache: Sie wird in den ersten Lebensjahren eines Menschen mani-festiert. Durch den intensiven Gesichtsaustausch, die Kommunikation über Blick und Mimik zwischen Mutter und Kind, wird die Fähigkeit des Sprechens, des sich Ausdrücken Könnens hergestellt, deswegen heißt es doch auch ›Muttersprache‹. Eine Frau verfügt über eine weitaus größere, die sogenannte ›Wer-nicke-Region‹, welche das Sprachzentrum im Gehirn beschreibt, als der Mann. Und diese ist haupt-sächlich für die Förderung der kleinen Kinder vorgesehen.«

Es bleibt zum Schluss die wichtigste aller Fragen: Sollten bei den weiterreichenden Plänen der deut-schen Bundesregierung und der Europäischen Union tatsächlich fremde  Männer künftig vermehrt in den frühkindlichen Betreuungseinrichtungen eingeplant werden? Selbst in den sozialistischen und kommuni-stischen Systemen hat es das niemals gegeben! Weil man von den schwerwiegenden Gefahren wusste und sie durchaus sehr ernst nahm.

Muss Deutschland erst noch durch weiteres Elend und tiefgreifende gesellschaftliche Nöte, durch Bin-dungslosigkeit und Missbrauch, durch Gewalt, Kriminalität, Drogen, Alkohol geschüttelt, gerüttelt und zerstört werden, bis auch diese Fehlplanungen, die immer wieder nur allein von Politikern, niemals jedoch von Psychologen, Bindungs- und Hirnforschern, entschieden werden, endlich erkannt werden?

Freitag, 19.02.2010,   erhalten von Harald Talamána

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>siehe auch:  Harte Fakten und Hintergründe der Weltpolitik in meinem Web:  www.heptagon-forum.org