Der Sinn und Wert der Langsamkeit wird einem aufmerksamen Menschen besonders dann bewusst, wenn man von der Hektik des Alltags dermassen überrollt wird, dass die Seele "hintennach geschleift" wird und keine Nahrung mehr erhält. Wenn ich nach Zürich komme und den Verkehr oder die Leute betrachte, welche gehetzt von da nach dort laufen, mit fahlen, von Schmerz geprägten Gesichtern, - wenn ich an der Kasse vor der Verkäuferin stehe und sie mir das "Danke schön, uf Widerseh" hinschmettert, bevor ich nur dazu komme, das Herausgeld aufzuklauben und die Kassaquittung zu versorgen, geschweige denn die Ware einzupacken, so frage ich mich: "Wozu leben eigentlich diese Menschen?" "Gott hat die Welt erschaffen - von Eile hat er nichts gesagt". Die Einteilung der Tage in Stunden, Zehntelstunden, Sekunden, Hundertstel-, Milli-, Mikro- Nano- und Picosekunden usw. ist eine Erfindung Ahrimans. Ahriman ist der Unruhestifter, der Hetzer und Plagegeist, welcher uns absichtlich davon abhalten will, die Schönheiten der Schöpfung geniessen zu können. Geniessen und "pressieren" schliesst sich aber aus. Dies nicht nur beim Essen oder beim Schlafen (oder beischlafen). Das wird sogar einem "Konzert"-Besucher klar, wenn die Musiker nur noch auf ihren Instrumenten hektisch herumfummeln und widerlichen Lärm produzieren. Diesen Lärm (meist amerikanische) Lärm muss man zum Beispiel am Radio fast immer hören, wenn man es nicht genug schnell wieder abstellen kann, nachdem man eine interessante Sendung gehört hat. Neuerdings ist es mir verleidet, Compact Disks mit klassischer Musik zu kaufen, da die kompositorischen Werke dermassen schnell heruntergeraspelt werden, dass es immer öfter unmöglich ist, die wunderbaren Sequenzen geniessen zu können. Ich habe zwar schon vor zehn Jahren einen CD-Spieler gekauft, mit dem man CDs bis 12% langsamer abspielen kann, was heute oft nicht einmal mehr genügt (inzwischen besitze ich auch einen Minidisk-Rekorder/Player, mit dem man in 250 Stufen zweieinhalb mal langsamer abspielen kann). Der Nachteil ist aber, dass dabei die Tonlage tiefer gelegt wird und die Brillanz der Musik verloren geht - es klingt ein wenig nach "Gemüsesuppe". Wir haben einen lieben Freund, er ist erster Geiger und Vorspieler eines weltbekannten Philharmonischen Orchesters. Auch er klagt über den vielen Mist und Lärm, den die Musiker immer wieder produzieren und damit ihre Instrumente traktieren müssen. Auch werden schöne Werke oft viel zu schnell "erledigt", so dass nur noch Virtuosität, statt Musik gemacht wird. Nun habe ich vor einiger Zeit einen Chorleiter kennen gelernt, welcher dieses Problem erfasste und wieder zurück fand zu vernünftigen Tempi und ausdrucksvoller Musik: Walter Nater, mit seinem Vokalensemble Respiro. Er hat schon mehrere Chor- und Instrumentalkonzerte durchgeführt mit Werken klassischer Komponisten, die in gemässigten Tempi wiedergegeben werden, z.T. sogar nur halb so schnell als heute üblich (was allerdings schon gewöhnungsbedürftig ist). Sein Ensemble mit "Musik, die berührt", führte gerade eine "Schlosstour 2002" durch mit romantischen Liedern zu Frühling und Natur: "Gesang im Grünen" mit der Sängerin Simone Veltmann, Sologesang und klassische Gitarre. Nähere Auskunft für weitere Konzert-Termine:
* * * * * * * * * Wer mich kennt, weiss, dass ich das Schweizer Streicher-Ensemble Nordica leite und selbst komponiere und musiziere. Wir pflegen nordische Spielmannsmusik und konzertante Volksmusik und spielen auf norwegischen und schwedischen Volksmusikinstrumenten. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, diese Musik so zu interpretieren, dass das Zuhören ein Genuss für Leib und Seele ist, gefühlvoll und in angemessenen Tempi, so dass zu entsprechenden Melodien auch unbeschwert getanzt werden kann. Wir sind gerade daran, eine grössere Anzahl schöner Melodien einzuspielen und aufzunehmen, damit wir an Konzerten endlich CDs anbieten können, nach denen immer wieder gefragt wird. Von je 24 eigener Melodien habe ich schon zwei Notenhefte herausgegeben, die für Geigenschülerinnen und Geigenschüler und deren Lehrer und natürlich für Musikschulen besonders geeignet sind. Für fortgeschrittene Spieler sind die dreistimmigen Melodien leicht spielbar und machen viel Spass zum musizieren - wirklich: Musik für die Seele! Für die Deckung unserer Unkosten freuen wir uns über Spenden, denn wir sollten dringend zwei neue Instrumente beschaffen können, die mit passenden Spezialkoffern je etwa 4'500 Franken kosten (Sponsoren können sich über Tel. 081 936 03 02 mit mir in Verbindung setzen). Näheres über unser Ensemble, Konzerte usw. findest du in unserem Web www.nordica.ch ( > diese Seite ist in Arbeit
und wird fortgesetzt) |
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>siehe auch: Harte Fakten und Hintergründe der Weltpolitik in meinem Web: www.heptagon-forum.org |