4444Weihnachten4444

 

 
444 Ehre sei Gott in der Höhe 444  
und den Menschen ein Wohlgefallen

Allen Menschen guten Willens wünsche ich
Licht in der Dunkelheit des Weltgeschehens ,
Erlösung von Krankheit, Angst und Bedrückung.
 
Möge der Geist Christi in alle Menschen hineinwirken,
welche bisher dieses Licht noch entbehrten!

Thyl Steinemann

Gewalt ist kein Naturgesetz

Die Erklärung von Sevilla zur Gewalt (1986)

«Sich nicht an den Krieg gewöhnen» ist die anspruchsvolle Aufgabe für die Gemüter zur Zeit der dritten Kriegsweihnacht. Das heisst auch, sich zu erinnern, was schon alles erschaffen wurde zur Frage von Krieg und Frieden. Im «Internationalen Jahr des Friedens» 1986 wurde von 20 international renommierten Wissenschaftern das «Sevilla Statement on Violence» verabschiedet. Es erklärt aus der Sicht verschiedener Fachdisziplinen, dass Gewalt und Aggression keinem Naturgesetz folgen, und wendet sich damit gegen den Missbrauch der Wissenschaft zur Rechtfertigung von Krieg und Gewalt. Kriege entstehen im Geiste der Men-schen. Der optimistische Tenor der Erklärung, die übrigens 1989 von der Unesco anerkannt und mittlerweile von mehr als 100 nationalen und internationalen wissenschaftlichen Ver-bänden und Vereinigungen unterzeichnet wurde, möge mithelfen, in diesen besinnlichen Tagen einen Ausblick zu erhalten.

Dieses "Sevilla Statement on Violence" sollte um die ganze Welt gehen, in allen Schulen gelehrt werden, von allen Kanzeln verkündet werden, von allen Fernsehkanälen verbreitet werden und auf den Titelseiten sämtlicher Zeitungen der Welt stehen, damit endlich mit dem fatalistischen Stammtischdogma aufgeräumt werden kann: "Krieg hat es immer gegeben - Krieg wird es immer geben".

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Wer gerne einen fröhlich stimmenden,
englischen
Weihnachtsgruss möchte - bitte:

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Faszinierend schön ist die Weihnachtsgeschichte
als weltgrösste Krippe im Diorama Einsiedeln:

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Eine fröhliche Melodie von mir:  "Tanz der Niklause"

 

Die 1.Weihnachtsgeschichte 2007:

 

" Der Weihnachtsumschlag"

Es ist bloss ein kleiner weisser Umschlag, der zwischen die Zweige unseres Weihnachtsbaumes geklemmt wird. Kein Name, keine Identifikation, keine Anschrift. Seit gut und gern zehn Jahren streckt er jedes Jahr zwischen den Nadeln unseres Baumes.

Alles begann, weil Michael, mein Mann, Weihnachten so sehr verabscheute. Nein, nicht das wirkliche, bedeutungsvolle Fest, sondern den kommerziellen Aspekt davon – die Geldverschwendung, das kopflose Herumrennen in letzter Minute, um eine Krawatte für Onkel Harald und Fusspuder für Grossmama zu ergattern, all die Geschenke, die aus der Verzweiflung hervorgehen, dass du dir nichts Besseres ausdenken konntest.

Da ich mir sehr wohl bewusst war, wie Michael darüber dachte, beschloss ich eines Tages von den traditionellen Hemden, Pullovern und Krawatten gänzlich abzusehen. Ich stiess auf eine ganz besondere Idee – speziell für ihn. Die Inspiration dazu kam mir auf ungewöhnliche Art.

Unser damals zwölf Jahre alter Sohn Kevin war Mitglied des Junioren-Ringerteams seiner Schule. Kurz vor Weihnachten gab es einen freundschaftlichen Wettkampf. Die gegnerische Mannschaft kam aus einem ärmeren Stadtviertel und setzte sich hauptsächlich aus ausländischen Jungs zusammen, die von ihrer Kirchgemeinde gefördert wurden. Diese Jugendlichen, die in derart zerlumpten Turnschuhen daherkamen, dass die Schnürsenkel das Einzige zu sein schienen, das sie zusammenhielt, standen in starkem Kontrast zu unseren Jungs in ihren adretten blauen und goldenen Uniformen und schneidig aussehenden, neuen Ringerschuhen. Als der Kampf begann, sah ich zu meinem Schrecken, dass sie noch nicht einmal einen Kopfschutz trugen, eine Art leichter Helm, der dazu gedacht ist, die Ohren des Wettkämpfers zu schützen. Solchen Luxus konnte sich dieses Armeleute-Team offensichtlich nicht leisten.

Nun, wir überrannten sie förmlich. Unser Team war in allen Gewichtsklassen siegreich. Doch jeder der gegnerischen Jungs, der sich von der Matte aufrappelte, stolzierte in seinem fadenscheinigen Anzug mit falscher Bravur herum, in einer Art trotzigem Stolz der Gassenjungen, die keine Niederlage eingestehen können. Michael, der neben mir sass, schüttelte traurig seinen Kopf. »Ich wünschte mir, dass wenigstens einer von ihnen gewinnen könnte«, meinte er. »Sie haben einiges an Talent, aber diese Niederlage könnte ihnen allen Mut rauben.«

Michael liebte Kinder jeden Alters und er kannte sie gut, da er sie in verschiedensten Sportarten trainiert hatte. Da kam mir die Idee für sein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Noch am gleichen Nachmittag ging ich in ein lokales Sportgeschäft und kaufte einen Haufen Schutzhelme und Schuhe für eine Mannschaft von Ringern und schickte sie anonym an die Kirche in jenem armen Stadtviertel. Am Heiligen Abend hängte ich einen weissen Umschlag an den Weihnachtsbaum. In einer kleinen Notiz beschrieb ich Michael, was ich getan hatte und dass dies mein Geschenk für ihn war. Sein glückliches Lächeln war für mich das Schönste am Weihnachtsfest, in diesem und auch in den folgenden Jahren.

Jede Weihnachtszeit danach hielt ich mich an diese neue Tradition. Einmal schickte ich eine Gruppe geistig behinderter Jugendlicher zu einem Eishockeyspiel. Ein anderes Jahr sandte ich einen Bankscheck an ein älteres Brüderpaar, deren Haus eine Woche vor Weihnachten bis auf die Grundmauern abgebrannt war – und so ging es weiter. Der Umschlag wurde jedes Mal zum Höhepunkt unseres Weihnachtsfestes. Er war stets das letzte Geschenk, das am Weihnachtsmorgen geöffnet wurde. Selbst die Kinder vergassen dann ihre neuen Geschenke, als sie ganz erwartungsvoll, mit weit aufgerissenen Augen zuschauten, wie ihr Vater den Umschlag vom Baum herunterholte, um dessen Inhalt auszukundschaften.

Als die Kinder älter wurden, wurden die Spielzeuge durch praktischere Geschenke ersetzt, aber der Weihnachtsumschlag verlor nie seine Faszination. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Letztes Jahr starb mein Mann Michael an Krebs. Als Weihnachten kam, war meine Trauer noch so groß, dass ich kaum den Baum aufstellen konnte. Doch auch dieses Jahr vergass ich nicht, den Umschlag zwischen die Zweige zu stecken. Am Weihnachtsmorgen hatten sich drei weitere dazu gesellt. Unabhängig voneinander hatte jedes Kind einen Umschlag für seinen Vater beigesteuert. Die Tradition war gewachsen und sie soll auch in Zukunft weitergeführt werden, wenn unsere Enkelkinder um den Baum herumstehen werden und ganz erwartungsvoll, mit weit aufgerissenen Augen zusehen, wie ihre Väter den Umschlag öffnen. Michaels Geist des Gebens, so wie der von Dem, Der Sich uns an Weihnachten gegeben hat, wird immer mit uns sein.

– Autor unbekannt –

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